Die Camargue, ein kleines Paradies im Süden Frankreichs

Für mich gehört die Camargue noch immer zu den schönsten Landstrichen Frankreichs. Die Seen und Sumpfgebiete sind Naturparadiese und die Heimat zahlreicher Vogelarten, wie zum Beispiel Flamingos. Schön anzusehen sind auch die Herden kleiner schwarzer Rinder, die typisch für die Camargue sind. Aber auch sonst hat die Camargue so einiges zu bieten.



Die Camargue geographisch
Die Grenzen der Camargue lassen sich nicht exakt bestimmen. Nicht selten wird auch die „Petite Camargue“ zu dem Gebiet der eigentlichen Camargue gezählt. Die „Petite Camargue“ hat ähnliche landschaftliche Strukturen. Streng geographisch gesehen, ist sie aber nur ein Anhängsel der eigentlichen Camargue. Die „Petite Camargue“ hat nur eine Größe von knapp 100 Quadratkilometern. Die Camargue ist dagegen über 700 Quadratkilometer groß. Eingegrenzt wird die Camargue von der Petit Rhone, Grand Rhone und der Mittelmeerküste. Damit liegt sie mitten im Rhone-Delta. Die „Petite Camargue“ beginnt östlich der eigentlichen Camargue und erstreckt sich bis zum Canal Rhone-Sète.

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Die frühere Camargue
Die Camargue ist bekannt für ihr weites und flaches Land. Kaum einer weiß, dass die Camargue früher einmal stark bewaldet und der grüne Teil Südfrankreichs war. Die Phönizier liebten das Waldland und siedelten sich hier an. Doch dann kamen die Römer. Als sie Frankreich eroberten, hatten sie ihre Spuren in Italien bereits hinterlassen und dort ganze Landstriche entwaldet. Sie benötigten immer mehr Holz zum Bauen Ihrer Schiffe. Die Camargue war genau das Land, nachdem sie immer gesucht hatten. Es gab nämlich nicht nur genügend Holz, sondern die Camargue lag auch strategisch optimal. Mit dem Mittelmeer vor der Türe konnten sie ihre Schiffe schnell zu Wasser lassen und wieder neue Gebiete erobern.

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Von der nassen zur trockenen Camargue
Bis in die 1940er Jahre war die Camargue feucht und salzig. Doch dann begann man mit der Verlegung von Drainagen und schuf Entsalzungsanlagen. Es entstanden viele trockene Gebiete, die auch heute noch, allerdings mit modernerer Technik, trocken gehalten werden. Die trockengelegten Gebiete eignen sich hervorragend zum Weinanbau. Heute kennen wir viele gute Weine, deren Trauben in den trockenen Gebieten der Camargue reifen. In den nassen Gebieten wird überwiegend Reis angebaut. Der südliche Teil der Camargue wird landschaftlich genutzt. Der Fund mehrerer Klostersiedlungen bewies, dass die Camargue schon im Mittelalter für landschaftliche Zwecke genutzt wurde.

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Provence: Fünf Jahrhunderte waren die Römer zu Gast

Wer die Provence besucht, kann sich den architektonischen Wunderwerken aus der Römerzeit kaum entziehen. Die prägt das Bild der Provence bis heute. Ohne die Römer wäre die Provence um viele kulturelle und historische Städte ärmer.



Die typisch römische Baukunst in der Provence
Die Römer hatten einen unverwechselbaren Baustil, der einem überall in der Provence begegnet. Im Kern war die römische Architektur sehr monumental. Allerdings heißt das nicht, dass man einfach so imposante Bauwerke schaffte. Ganz im Gegenteil! Schaut man mal auf die Städte, dann kann man sehr gut erkennen, dass immer nach einem einheitlichen Schema gebaut wurde. Bevor man überhaupt mit dem Bauen begann, widmete man sich einer exakten Planung. Noch heute verlaufen die viele Straßen in der Provence nach dem römischen Muster: Am Ende der rechtwinklig-kreuzenden Straßenachsen lagen immer wichtige Versammlungsorte, wie zum Beispiel Theater, Rennbahnen oder Tempel. Als Erkennungszeichen schufen die Römer vor dem eigentlichen Bau einer Stadt einen Triumphbogen.

Triumphbogen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Triumphbogen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Wasserversorgung und römische Brücken in der Provence
Egal, welche Stadt die Römer auch bauten, eine Wasserversorgung wurde immer sichergestellt. Dabei konstruierten und entwickelten sie meisterliche Bauwerke. Ihre technische Versiertheit war herausragend. Das wohl berühmteste Beispiel dafür ist sicherlich der Pont du Gard. Wer mit dem Auto oder Motorrad in der Provence unterwegs ist, wird immer wieder gigantische Brücken aus der Römerzeit passieren. Die Brücken sind so massiv und stabil gebaut wurden, dass man sie auch heute noch nutzen kann. Typisch römische Bauweisen lassen sich auch noch sehr gut in Arles, Nimes und Orange erkennen.

Römische Bauwerke in der Provence © Foto: Carina Tietz

Römische Bauwerke in der Provence © Foto: Carina Tietz

Römische Gräber in der Provence
Besucher der Provence stoßen im gesamten Gebiet auf Gräber und Grabstätten aus der Römerzeit. Viele von ihnen sind immer noch erstaunlich gut erhalten. So, als habe man sie für die Ewigkeit gebaut. Die Vielzahl der Gräber begründet sich auch dadurch, dass die christlichen Südfranzosen, die Bestattungsweise der Römer übernahmen. Das galt vor allem für die Bestattung von gutbetuchten und vornehmen Leuten aus dem Adel und der Oberschicht. Die Bestattung in den Sarkophagen war sehr aufwendig und bis 313 war sie nur den Römern vorbehalten. Erst das Edikt von Mailand erlaubte die Glaubensfreiheit. Mit der Glaubensfreiheit wurden auch andere Bestattungsarten zugelassen.

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Nottingham, die schönste Stadt in den Midlands

Für mich ist Nottingham die schönste Stadt in den Midlands. Sie unterscheidet sich bei Weitem von den typischen englischen Industriestädten. Zwar haben sich auch in Nottingham und Umgebung viele Fabriken und Industrieunternehmen angesiedelt, aber die Stadt hat ihren ursprünglichen Charme weitgehend erhalten.



Nottingham, die einst zerstörte Perle der Midlands
Wer einen Blick auf die Landkarte wirft, erkennt sehr schnell, dass Nottingham weitab der anderen großen Industriestädte liegt. Diese Tatsache hat wohl auch dazu beigetragen, dass sich Nottingham nur in gesundem Maß industriell entwickelt hat. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Nottingham weitgehend zerstört. In den 1950er und 1960er Jahren befand sich die Stadt am Trent in einem ständigen Aufbau. Ein Teil der zerstörten Häuser wurden wieder bewohnbar gemacht. Der andere Teil wurde vom Schutt entfernt und an gleicher Stelle wurden neue Häuser errichtet. Der Auf- und Umbau hielt in Nottingham auch Jahrzehnte später noch an. Architektonisch war man etwas freizügiger als andere englische Städte. Es entstanden einige architektonische Wunderwerke, die die einen als schlimme Bausünden bezeichnen und die anderen als moderne Architektur bejubeln.



Nottingham Castle und der Burgberg
Nottingham hat für Besucher so einiges zu bieten. Das Herzstück aller Sehenswürdigkeiten ist sicherlich Nottingham Castle und der Burgberg. Der ganze Felsen hat etwas Mystisches. Er wird von zahlreichen Gängen und vereinzelten Höhlen durchzogen. Ein Teil der Gänge kann bei einer Tour besichtigt werden. Die Burg wurde während der normannischen Eroberung im Jahre 1066 gebaut. Später war sie umkämpft und Teile wurde zu Zeiten der Bürgerkriege 1135-1154 und 1642 zerstört. 1831 brannten Arbeiter die Burg während eines Aufstandes nieder. 1870 wurde sie wieder aufgebaut. Heute ist in der Burg u.a. ein Museum untergebracht. Das ganze Jahr über finden interessante Ausstellungen statt.



Nottingham die Klöpplerstadt
Vor Jahrhunderten wurde in Nottingham fleißig geklöppelt. Die Spitzen aus Nottingham sind in der ganzen Welt bekannt. Noch heute werden sie in verschiedenen Unternehmen in Nottingham hergestellt. Die Stadt beheimatet ein Textilmuseum, das sich schwerpunktmäßig mit der Klöppelei befasst. Hin und wieder finden auch Ausstellungen und Veranstaltungen statt, die Besucher über die Spitzenherstellung informieren. Verkauft werden die exklusiven Spitzen überall in Nottingham. Wer sich dafür interessiert, sollte aber nur in ausgewählten Geschäften kaufen. Hin und wieder werden auch Billigwaren aus Asien als Nottinghamer Spitzen angeboten!

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Die North Midlands

England ist mehr als Cornwall und Kent. Wer einen Urlaub in England plant, der kommt an den North Midlands nicht vorbei. Die North Midlands bilden mit den South Midlands das Herzstück von England. Kaum eine andere Region Englands bietet solch eine kulturelle und geschichtliche Vielfalt. Aber auch in Sachen Natur haben die North Midlands eine Menge zu bieten.



Die North Midlands im Herzen Englands
Die North Midlands bilden gemeinsam mit den South Midlands das sogenannte Herzstück von England. Die gesamte Gegend ist auf ganz unterschiedliche Weise geprägt. Der Osten mit den Grafschaften Nottinghamshire und Lincolnshire ist ländlich und beschaulich. Inmitten einer einzigartigen Natur schlängelt sich der Trent durch das Land. Hier zeigt sich die typische Atmosphäre der Midlands. Die Mitte der Midlands könnte dagegen kontrastreicher nicht sein. Hier liegen mit Mansfield, Stoke-on-Trent und Derby kleine Städte, die industriell geprägt sind. Der Westen wirkt dagegen schon wieder viel ländlicher. An den Ufern von Dee und Severn liegen romantische Dörfer. Touristisch geprägt sind die Nord Midlands von Nottingham und Robin Hoods Sherwood Forest.

Die Heimat der Potters: Das Britannia-Stadion in Stoke-on-Trent© Foto: Carina Tietz

Die Heimat der Potters: Das Britannia-Stadion in Stoke-on-Trent© Foto: Carina Tietz


Der Nationalpark Peak District
Wer die North Midlands besucht, der sollte unbedingt auch dem Nationalpark Peak District einen Besuch abstatten. Der Nationalpark Peak District liegt im Norden von Derbyshire an der Grenze zu West Yorkshire, South Yorkshire und Greater Manchester. Er ist der meistbesuchte Nationalpark in Großbritannien. Besucher schätzen seine landschaftliche Vielfalt. Bergig ist der überall, aber gleich wirkt er dennoch nicht. Der Norden liebäugelt er ein wenig mit dem alpinen Flair. Hier wird er von Heidemooren durchzogen. Im Süden ist er dagegen von atemberaubenden Kalkschluchten geprägt. Aufgrund des Kalkes wird er südliche Teil des Nationalparks Peak District auch als White Peak bezeichnet. Die Felsen im Norden sind aus dunklem Grit. Daher trägt der nördliche Teil des Nationalparks Peak District auch den Beinamen Dark Peak. Beide Gebiete eignen sich hervorragend zum Wandern. Auch die Stadt Derby lockt mit vielen touristischen Angeboten.

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Fernradweg Hunteweg ab sofort auch online planbar mit GPS-Tracks

Noch mehr Komfort für Radfahrer in Niedersachsen. Für den Hunte-Radweg stehen ab sofort GPS-Tracks als kostenfreier Download auf der Internetseite www.hunte-natur.de zur Verfügung.



Hunte-Natur komplett überarbeitet
Die Website Hunte-Natur ist komplett überarbeitet worden und startet jetzt mit neuen Inhalten und Services durch. Die Website orientiert sich an dem Trend der mobilen Nutzung und stellt die Themen Kanu fahren und Rad fahren am Fluss Hunte vor.“Die steigende Nachfrage nach Services und Anwendungen im Bereich der mobilen Nutzung sind der Hintergrund für die Erweiterung unseres Angebotes um diesen Service. Mit Hilfe von der Internetseite kann man den 137 km Flussradweg von Elsfleth an der Weser bis zum Dümmer See jetzt auch ganz einfach und gezielt mit dem eigenen Smartphone erfahren“, erklärt Iris Gallmeister, stellvertretende Geschäftsführerin des Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest.



Routenverlauf in vier Etappen
Der Routenverlauf wird aufgeteilt in vier Etappen. Mit Start in Elsfleth führt der Weg die Radfahrer durch die Wesermarsch bis in die Stadt Oldenburg, weiter durch den Naturpark Wildeshauser Geest bis zum Dümmer. Er bietet landschaftlich und kulturhistorisch sehr viel Abwechslung und ist für Familien und Genussradler besonders geeignet. Pro Etappe kann sich der Nutzer ein Informationsblatt mit nützlichen Informationen zu Sehenswürdigkeiten sowie zu Hotellerie- und Gastronomiebetrieben entlang der Strecken herunterladen. Die Route ist durchgehend mit einem einheitlichen Logo ausgeschildert. Neu ist, dass sich als Ergänzung jeder den Radweg als GPS-Track auf sein Smartphone oder Navigationsgerät laden kann. GPS-Tracks bedeuten satellitengestützte Fahrradnavigation über verkehrssichere und attraktive Wege.
Die dazugehörige Fahrradkarte ist käuflich in den Touristinformationen und in Buchhandlungen entlang der Strecke zu erwerben.
Der Hunte-Radweg ist ein Kooperationsprojekt der Städte Elsfleth und Oldenburg (vertreten durch die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH) sowie dem Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest und der DümmerWeserLand Touristik.



Doppelspitze im Schauspiel am Staatstheater Braunschweig

Die zukünftige Generalintendantin des Staatstheaters Braunschweig, Dagmar Schlingmann, setzt im Schauspiel ab der Spielzeit 2017/18 auf eine Doppelspitze. Claudia Lowin wird leitende Dramaturgin Schauspiel. Mit Christoph Diem als Hausregisseur wird sie das neue Führungstandem der Sparte Schauspiel am Staatstheater Braunschweig bilden.



Nach Chemnitz, Bielefeld und Frankfurt folgt nun Braunschweig
„Claudia Lowin und Christoph Diem ergänzen sich wunderbar. Beide stehen für ein starkes, innovatives und gut vernetztes Theater in einer Stadtgesellschaft. Relevante Themen, die Nähe zum Zuschauer und die Liebe zum Theater als Ort der kollektiven Erfahrung stehen im Kern ihrer Arbeit“, sagt Dagmar Schlingmann. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“
Claudia Lowin war nach Stationen in Chemnitz und Bielefeld seit der Spielzeit 2012/13 als Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt unter der Intendanz von Oliver Reese engagiert.
Dort arbeitete sie u.a. mit den Regisseuren Andreas Kriegenburg, Philipp Preuss, Stephan Kimmig und der Regisseurin Jorinde Dröse zusammen und leitete sowohl das SCHAUSPIEL- als auch das AUTORENstudio – Nachwuchsprogramme für Darsteller und Autoren. Christoph Diem hat sich als Regisseur u.a. in Saarbrücken, Jena, Stuttgart und Konstanz und als künstlerischer Leiter der „sparte4″ am Saarländischen Staatstheater einen Namen gemacht. Die 2006 gegründete urbane Spielstätte „sparte4″ begeistert seit zehn Jahren ihr Publikum mit einem kreativen, mutigen und eigenwilligen Programm, das überrascht und neue Formate ausprobiert. Auf diese Weise gelang es, mit der „sparte4″ neue Besucherkreise zu erschließen.



Neuer Leiter des Jungen Staatstheaters
Neuer Leiter des „Jungen Staatstheaters“ wird Jörg Wesemüller. Er hat als Dramaturg an der Schauburg in München und in Konstanz gearbeitet. Seit 2006 ist er auch sehr erfolgreich als Regisseur im Kinder-, Jugend- und Bürgertheater u.a. in München, Jena, Konstanz, Zürich und Leipzig tätig. Am Saarländischen Staatstheater leitet er seit vielen Jahren den „Jugendclub U21″, der mit seinen Produktionen mehrfach zu Festivals eingeladen war. „Er hat viel Herz und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Kindern und Jugendlichen“, sagt Dagmar Schlingmann, „und verfügt über große Erfahrung im Bereich der Projekt- und Laienarbeit. Er wird das Junge Staatstheater in Braunschweig mit großem Engagement für sein Publikum führen.“




Der Nordwesten Englands

Für mich persönlich gehört der Nordwesten Englands zu den schönsten Gebieten Großbritanniens. Viele Maler, Schriftsteller und Dichter kamen in den Nordwesten Englands, um sich von der vielfältigen und faszinierenden Natur inspirieren zu lassen. William Wordswoth hat die Gegend oft in seinen Werken gerühmt. Der Nordwesten Englands triumphiert nicht nur durch die Städte Liverpool und Manchester. Gerade das Hinterland bietet eine Vielzahl an Naturschönheiten und kulturellen Städten.



Hinter Manchester und Sheffield
Manchester und Sheffield kennzeichnen sich auch heute noch als Industriestädte. Allerdings hat gerade Manchester sein Image in den letzten Jahren stark aufgewertet und viel in die Stadtentwicklung gesteckt. Das Manchester heute von zahlreichen Touristen besucht wird, liegt in erster Linie an den beiden lokalen Fußballclubs und insbesondere an Manchester United. Wer Manchester oder Sheffield besucht, der sollte sich unbedingt auch das Hinterland ansehen. Schon vor Jahrzehnten waren die nördlichen Stadtausläufer ein Naherholungsgebiet für die Fabrikarbeiter aus Manchester, Bradford und Sheffield. Sehenswert sind vor allem die Pennines, die Seen im Lake District und die zahlreichen Moore. In diesen Gebieten wirkt die Gegend verlassen und einsam. Damit ist sie ein idealer Urlaubsort für Leute, die Ruhe und Erholung suchen. Touristen genießen einfach den unbeschreiblichen Anblick der tiefen Täler, blau-leuchtenden Seen und grünen Hügeln, an deren Fuß kleine Orte liegen, die zum Verweilen einladen.

Das Stadion von Manchester City © Foto: Carina Tietz

Das Stadion von Manchester City © Foto: Carina Tietz


Liverpool und Manchester sind eine Reise wert
Einst waren Manchester und Liverpool vom wirtschaftlichen Niedergang gezeichnet. Doch davon ist heute kaum noch etwas zu spüren. Beide Städte haben sich zu kleinen Metropolen gemausert und zeigen, dass ein struktureller Wandel auch positiv vollzogen werden kann. Der über zehn Kilometer lange Hafen und die Docks in Liverpool sind heute auch ein Anziehungsort für Touristen. Hier findet man urige Hotels, die besten Restaurants der Stadt und eine Vielzahl an kulturellen Einrichtungen. Die neue Architektur verträgt sich in beiden Städten mit den traditionellen Bauten aus der viktorianischen Zeit. Auch in Sachen Weltfußball haben beide Städte etwas zu bieten. Wer einmal ein Spiel an der Anfield Road in Liverpool gesehen hat, der ist geradezu infiziert. Wie Phoenix aus der Asche erhebt sich das Stadion von Liverpool inmitten eines Wohngebietes. Tradition erleben Besucher auch Stadion Old Trafford. Manchester City steht dagegen für die Moderne.
Pilgerort für Fußballfans: Die Anfield Road in Liverpool © Foto: Carina Tietz

Pilgerort für Fußballfans: Die Anfield Road in Liverpool © Foto: Carina Tietz


Lancashire: Von düsteren Industriestädten zu kleinen Metropolen
Noch vor Jahrzehnten wäre wohl niemand freiwillig in die Industriestädte von Lancashire gefahren. Von Rauch eingehüllt und von hohen, qualmenden Kaminen und Fabrikgebäuden geprägt, pulsierte nur die Industrie. Die Menschen lebten in trostlosen und düsteren Städten. Doch mit dem Strukturwandel änderten sich auch die Stadtpanoramen. Am stärksten ist der Wandel in Salford bei Manchester zu spüren. Der Maler Lowrys machte seine Heimatstadt Salford mit dem Bild „The Bandstand“ bekannt. Darauf zeigt sich ganz besonders die einstige trostlose und dunkle Atmosphäre in der Stadt.



Heute dürfen sich die Besucher auf gemütliche Kleinstädte freuen, die einen Hauch von Metropolen versprühen. Unverkennbar ist auch hier der viktorianische Baustil, der mit der Moderne verschmelzt. Die Industriestädte in Lancashire sind ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nordwesten Englands.

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Wandern durch die Pennines

Wer die kleinen Wanderetappen durch die Pennines bereits erkundet hat, der findet hier wertvolle Tipps für anspruchsvolle Wanderungen durch die Pennines. Die Strecke Richtung Norden erfordert viel Wandererfahrung und eine gute Kondition. Aber auch der südliche Pennine Way bringt Wanderer oft an ihre Grenzen.



Wanderung über den südliche Pennine Way
Der südliche Pennine Way verlangt den Wanderern so einiges ab. Doch wer durchhält wird mit spektakulären Ausblicken belohnt. Eine der schönsten südlichen Strecken führt von Edale nach Hebden Bridge. Zunächst beginnen die Anstiege sanft. Doch im weiteren Verlauf wird es steil und bergig. Der Untergrund ist steinig und uneben. Ein gutes Schuhwerk ist hier unerlässlich. Wasserfest sollte die Wanderschuhe sein, wenn man die Etappe durch die Moore von Brontës erkundet. Die Strecke führt viele Kilometer über nassen Torf. Je schlechter das Wetter, desto anstrengender wird die Strecke, da sich der Torf immer weiter mit Wasser vollsaugt. Wer bis Malham durchhält, darf sich über ein zauberhaftes Panorama freuen: Die Talspalten der Pennines wirken irreal und es hat den Anschein, als wäre man auf dem Mond gelandet. Mir persönlich sind beim Betrachten der Täler gleich die Teletubbies in den Sinn gekommen.

Atemberaubendes Panorama in den Pennines © Foto: Carina Tietz

Atemberaubendes Panorama in den Pennines © Foto: Carina Tietz

Wanderung ab Middleton in nördlicher Richtung
Naturliebhaber kommen auf der Etappe durch Upper Teesdale voll auf ihre Kosten. Wer hier außerhalb der Saison wandert, kann die Natur ganz ungestört entdecken. Im Herbst hat man die Täler ganz für sich alleine. Am schönsten sind sie aber im Frühjahr und im Sommer. Dann zeigt sich die vielfältige Flora von ihrer schönsten Seite. Viele Pflanzen, wie zum Beispiel der Frühlingsenzian blühen in leuchtenden und satten Farben. Die großen und kleinen Wasserfälle plätschern sanft dahin. Hinter High Force erhebt sich eine Steigung, die auf direktem Weg in das offene Hochmoor führt. Fast anmutend liegt am Fuße der Hügel das kleine Örtchen Dufton, dessen ruhige und friedliche Atmosphäre die Lebensweise dieser Region wiederspiegelt. Wer jetzt noch Kraft hat, der besteigt den 893 Meter hohen Cross Fell, der die höchste Erhebung dieser Wanderetappe ist. Der schönste Abstieg führt über das South Tyne Valley. Auf Wanderer warten hier atemberaubende Panoramen und einer einzigartigen Natur. Wer die totale Einsamkeit liebt, der wandert weiter durch die Moore bei Kirk Yetholm nach Schottland.

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Pennines: Wanderungen am Pennine Way National Trail

Die Pennines lassen sich am besten bei einer ausgiebigen Wanderung entdecken. Der Pennine Way National Trail ist mit über 400 Kilometern der längste und anstrengendste Wanderweg der durch die Pennines führt. Doch es gibt auch kleinere Strecken, man kann einzelne Etappen erwandern oder auf eine der vielen Rundwanderwege abbiegen. Nachfolgend gibt es Tipps aus erster Hand für eine unvergessliche Wanderung durch die Pennines.



Der Pennine Way National Trail
Der Pennine Way National Trail gehört zu den längsten, anspruchsvollsten und anstrengendsten Wanderwegen Großbritanniens. Wer ihn erwandern will, der benötigt eine gute Kondition, viel Wandererfahrung und eine erstklassige Wanderausrüstung. Die einzelnen Etappen des Pennine Way National Trails locken mit einzigartigen Kontrasten. Mal ist man nahezu überwältigt vom üppigen Grün und im nächsten Moment wird man überfallen von einer Trostlosigkeit, die von der Einsamkeit und den verlassenen, knorrigen Bäumen geprägt ist.

Die Pennines, eine Schönheit im Norden Englands © Foto: Carina Tietz

Die Pennines, eine Schönheit im Norden Englands © Foto: Carina Tietz

Das Wetter in den Pennines ist für Wanderer eine Herausforderung
Der Wind ist bei einer Wanderung durch die Pennines ein ständiger Begleiter. Während er im Sommer eher leise rauscht, kann er im Frühjahr und ganz besonders im Herbst laut pfeifen. Sobald man dann den Schutz der Hügel verlässt, peitscht er brennend ins Gesicht. Wenn dann noch der durchdringende Nieselregen hinzukommt, sehnt man sich nach einer warmen Unterkunft. Manchmal zieht auch urplötzlich Nebel auf, der sich mal in kleinen Schwaden zeigt und oft auch ganze Täler und Bergkuppen einhüllt. Ganz selten fällt die Sichtweite auch unter zwei Metern. Spätestens dann sollte man seine Wanderung abbrechen und sich eine Unterkunft suchen. Es ist generell nicht empfehlenswert bei schlechtem Wetter von den bekannten Routen abzuweichen. Mitwanderer findet man bei Wind und Regen meist nur noch auf der Hauptstrecke. Auch die Suche nach einer Unterkunft kann auf den Nebenwegen schwer werden.



Unterkunft in den Pennines für Wanderer
Unterkünfte für Wanderer sind in den Pennines rar. Das hat verschiedene Gründe. Viele Gegenden entlang der Wanderwege sind infrastrukturell nicht erschlossen. Dann stößt man nur auf einsame und abgelegene Bauernhäuser und Farmen. Einige Farmen bieten B&B-Übernachtungen an. Nicht selten stehen die Bauern den Wanderern skeptisch gegenüber. Wandert man dann noch völlig durchnässt an einem Bauerhaus vorbei, darf man sich über spitze Bemerkungen und den schwarzen Humor der Bauern freuen. Aber keine Angst! Die Farmer und Schäfer kommentieren zwar ironisch und derb, aber sie können auch sehr hilfsbereit sein und haben schon oft einen unerfahrenen Wanderer zurück in die Zivilisation gebracht.
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Die bekanntesten Wanderwege durch die Pennines
Die bekanntesten Wanderetappen der Pennines befinden sich zwischen Malham und Hawes und zwischen Middleton und Dufton. Wanderer aus der ganzen Welt sind auf diesen Teilstrecken unterwegs. Im Frühjahr und im Herbst kann man hier ungestört wandern und begegnet auch Gleichgesinnten. Anders sieht es dagegen in den Sommermonaten aus. Gerade bei gutem Wetter sind diese Teilstrecken nahezu belagert. Das Wandern wird dann zur geselligen Angelegenheit. Andererseits wird die Suche nach einer Unterkunft noch weiter erschwert. Wer im Sommer die Etappen zwischen Malham und Hawes und zwischen Middleton und Dufton erkunden will, sollte seine Unterkunft schon vorab in Deutschland buchen.



Die Pennines im Norden von England

Die Pennines sind unter Kennern längst ein Geheimtipp. Für die meisten Englandentdecker endet die Reise in Liverpool oder Manchester. Doch dabei fängt die wahre Schönheit Englands erst hinter den nördlichen Industriestädten an. Es lohnt sich in jedem Fall bis zur schottischen Grenze weiterzufahren und sich die Pennines anzusehen.



Die Pennines: Bergschönheiten in üppigem Grün
Folgt man der Autobahn M6 von Lancaster in Richtung der schottischen Grenze, dann erstreckt sich mit den Pennines eine der schönsten Mittelgebirgszüge Großbritanniens. Die Hügel faszinieren Besucher schon beim Hinsehen. Gerade im Frühjahr und im Sommer präsentieren sich die Pennines in einem üppigen und satten Grün. Sie wirken verlassen und es hat den Anschein, als würde sich kein Mensch hierher verirren. Da ist etwas Wahres dran. Wer die Pennines erwandert, der trifft nur hin und wieder auf einen Schäfer oder einen Bauern. Beherrscht werden die Pennines von Schafen, Kühen und wilden Pferden. Vereinzelt sieht man eine Stallung oder ein Bauernhaus. Die Pennines sind das schönste Ende der Welt!

Einsame Täler in den Pennines © Foto: Carina Tietz

Einsame Täler in den Pennines © Foto: Carina Tietz


Die Pennines erwandern über den Pennine Way National Trail
Die Pennines lassen sich am besten zu Fuß erkunden. Wanderer brauchen viel Zeit: Der Pennine Way National Trail ist ungefähr 416 Kilometer lang. Wer die Pennines entdecken will, der sollte das in Etappen tun. Für die komplette Wanderung des Pennine Way National Trail sollte man mindestens drei Wochen einkalkulieren. Besucher können auch einzelne Gebiete der Pennines erwandern, denn von der Hauptroute gibt es zig Abzweigungen mit separaten Rundwanderwegen. Für längere Etappen ist eine komplette Wanderausrüstung erforderlich, denn der Pennine Way National Trail gehört zu den längsten und anstrengendsten Fernwanderwegen in Großbritannien. Tipps für die Wanderung über den Pennine Way National Trail und für die Wanderwegen in den Pennines findet man hier:



Die Pennines sind das Rückgrat Englands
Die Pennines erstrecken sich von den North Midlands bis zum Hadrian´s Wall und der schottischen Grenze. Sie umgeben die Städte Manchester, Leeds und Sheffield. Im Süden umgeben sie die Derbyshire Dales und die Yorkshire Dales. Gerade rund um die die Industriestädte herum wirken die Pennines bescheiden und werden von den Städtereisenden oft gar nicht wahrgenommen. Ihre wahre Schönheit entfaltet sich erst im Norden in Richtung der schottischen Grenze. Kenner und Wanderer bezeichnen mit den Pennines meist nur den Teil zwischen Lancaster und Carlisle.

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