So geht es weiter

Lieber Leser,

seit meinem letzten Beitrag sind viele Monate vergangen. Ich habe viel erlebt in dieser Zeit. Es waren anregende Geschichten und oftmals auch Dinge, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Alles in allem war das Erlebte wieder ein Schritt zu mir selbst und zu meiner eigenen Reife. Der kürzeste Weg zu dir selbst führt nun einmal um die Welt. Deshalb habe ich mich entschlossen meine eigenen Geschichten mit in den Blog einfließen zu lassen. Ich werde mehr über meine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Menschen schreiben.




Ich bekomme immer wieder Anfragen von Leuten, die gerne auswandern möchten. Gerne gebe ich auch diese Erfahrungen zukünftig weiter. Dabei greife ich auch auf Erlebnisse von Freunden und Kollegen zurück, die in fremden Ländern leben. Ich werde sie interviewen und ihre Geschichten weitergeben. Dazu wird es noch kleine Biographien geben. Natürlich wird hier nichts geschönt. Ich werde auch Leute zu Wort kommen lassen, die an ihrer Auswanderung gescheitert sind. Es werden offen und ehrliche Geschichten sein.




Selbstverständlich bleibt auch das Reisen ein Schwerpunktthema dieses Blogs. Ich werden Euch noch viele Geschichten von meiner großen Frankreichreise erzählen. Zudem bin ich in den letzten Jahren oft im Orient unterwegs gewesen. Daher werden Oman, der Persische Golf und der Nahen Osten mehr in den Mittelpunkt rücken. Im neuen Jahr wird es auch wieder Reiseberichte über die schönsten Städte der Welt geben. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Bewertungen von Hotels und Fluglinien liegen. Natürlich liegt mir auch der Fußball weiterhin am Herzen. Ich nehme Euch mit ins Mutterland des Fußballs. Begleitet mich in die schönsten Stadien Englands.

Ich habe immer ein offenes Ohr für meine Leser. Themenvorschläge, Kritik, Fragen und Anregungen nehme ich gerne entgegen. Schreibt mir einfach oder kommentiert!

Ich freue mich auf das nächste Jahr und wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit!

Eure Carina




Der Nordwesten Englands

Für mich persönlich gehört der Nordwesten Englands zu den schönsten Gebieten Großbritanniens. Viele Maler, Schriftsteller und Dichter kamen in den Nordwesten Englands, um sich von der vielfältigen und faszinierenden Natur inspirieren zu lassen. William Wordswoth hat die Gegend oft in seinen Werken gerühmt. Der Nordwesten Englands triumphiert nicht nur durch die Städte Liverpool und Manchester. Gerade das Hinterland bietet eine Vielzahl an Naturschönheiten und kulturellen Städten.



Hinter Manchester und Sheffield
Manchester und Sheffield kennzeichnen sich auch heute noch als Industriestädte. Allerdings hat gerade Manchester sein Image in den letzten Jahren stark aufgewertet und viel in die Stadtentwicklung gesteckt. Das Manchester heute von zahlreichen Touristen besucht wird, liegt in erster Linie an den beiden lokalen Fußballclubs und insbesondere an Manchester United. Wer Manchester oder Sheffield besucht, der sollte sich unbedingt auch das Hinterland ansehen. Schon vor Jahrzehnten waren die nördlichen Stadtausläufer ein Naherholungsgebiet für die Fabrikarbeiter aus Manchester, Bradford und Sheffield. Sehenswert sind vor allem die Pennines, die Seen im Lake District und die zahlreichen Moore. In diesen Gebieten wirkt die Gegend verlassen und einsam. Damit ist sie ein idealer Urlaubsort für Leute, die Ruhe und Erholung suchen. Touristen genießen einfach den unbeschreiblichen Anblick der tiefen Täler, blau-leuchtenden Seen und grünen Hügeln, an deren Fuß kleine Orte liegen, die zum Verweilen einladen.

Das Stadion von Manchester City © Foto: Carina Tietz

Das Stadion von Manchester City © Foto: Carina Tietz


Liverpool und Manchester sind eine Reise wert
Einst waren Manchester und Liverpool vom wirtschaftlichen Niedergang gezeichnet. Doch davon ist heute kaum noch etwas zu spüren. Beide Städte haben sich zu kleinen Metropolen gemausert und zeigen, dass ein struktureller Wandel auch positiv vollzogen werden kann. Der über zehn Kilometer lange Hafen und die Docks in Liverpool sind heute auch ein Anziehungsort für Touristen. Hier findet man urige Hotels, die besten Restaurants der Stadt und eine Vielzahl an kulturellen Einrichtungen. Die neue Architektur verträgt sich in beiden Städten mit den traditionellen Bauten aus der viktorianischen Zeit. Auch in Sachen Weltfußball haben beide Städte etwas zu bieten. Wer einmal ein Spiel an der Anfield Road in Liverpool gesehen hat, der ist geradezu infiziert. Wie Phoenix aus der Asche erhebt sich das Stadion von Liverpool inmitten eines Wohngebietes. Tradition erleben Besucher auch Stadion Old Trafford. Manchester City steht dagegen für die Moderne.
Pilgerort für Fußballfans: Die Anfield Road in Liverpool © Foto: Carina Tietz

Pilgerort für Fußballfans: Die Anfield Road in Liverpool © Foto: Carina Tietz


Lancashire: Von düsteren Industriestädten zu kleinen Metropolen
Noch vor Jahrzehnten wäre wohl niemand freiwillig in die Industriestädte von Lancashire gefahren. Von Rauch eingehüllt und von hohen, qualmenden Kaminen und Fabrikgebäuden geprägt, pulsierte nur die Industrie. Die Menschen lebten in trostlosen und düsteren Städten. Doch mit dem Strukturwandel änderten sich auch die Stadtpanoramen. Am stärksten ist der Wandel in Salford bei Manchester zu spüren. Der Maler Lowrys machte seine Heimatstadt Salford mit dem Bild „The Bandstand“ bekannt. Darauf zeigt sich ganz besonders die einstige trostlose und dunkle Atmosphäre in der Stadt.



Heute dürfen sich die Besucher auf gemütliche Kleinstädte freuen, die einen Hauch von Metropolen versprühen. Unverkennbar ist auch hier der viktorianische Baustil, der mit der Moderne verschmelzt. Die Industriestädte in Lancashire sind ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Nordwesten Englands.

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Urlaub in Niedersachsen: Anzahl der Gäste gestiegen

Die Statistik zum Urlaub in Niedersachsen zeigt, dass die niedersächsischen Beherbergungsbetriebe im Mai 2016 ein Plus bei den Ankünften und Übernachtungen von Gästen verbuchen konnten. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg die Zahl der ankommenden Gäste um 4,9 % auf knapp 1,5 Millionen im Vergleich zum Mai des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 4,4 % auf fast 4,5 Millionen gegenüber dem Vorjahresmonat. Die darin enthaltenen Übernachtungen der ausländischen Gäste gingen allerdings um 9,4 % auf rund 325 000 zurück.



Urlaub in Niedersachsen: Campingplätze sehr beliebt
Die größten Steigerungen wurden für Campingplätze vermeldet: Sie verzeichneten im Mai fast 200 000 Ankünfte von Gästen (+17,4 %) und rund 650 000 Übernachtungen (+12,8 %). Auch Jugendherbergen und Hütten wiesen im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich überdurchschnittliche Zuwächse bei Gästeankünften (+12,1 %) und Übernachtungen (+10,7 %) auf.



Urlaub in Niedersachsen: Ostfriesland ist Topziel
Bei den Übernachtungen registrierten unter den niedersächsischen Reisegebieten Ostfriesland (gut 195 000), Oldenburger Land (rund 73 000) und Mittelweser (rund 84 000) zweistellige Zuwachsraten in Höhe von 13 % oder mehr. Absolut gesehen wurden die meisten Übernachtungen jedoch an der Nordseeküste (knapp 930 000) und mit einem gewissen Abstand auf den Ostfriesischen Inseln (gut 590 000) gebucht.



Urlaub in Niedersachsen: Ein positiver Trend
Der positive Trend im Tourismusjahr 2016 setzt sich mit diesen Ergebnissen fort. Der anteilige Jahressaldo für die Monate Januar bis Mai bleibt sowohl bei der Zahl der Gäste als auch bei der Zahl der Übernachtungen im Plus. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres kamen gut 5 Millionen Gäste nach Niedersachsen, 5,2 % mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Sie verbrachten insgesamt 14,6 Millionen Übernachtungen in ihren gebuchten Reisunterkünften, ein Plus von 4,2 %.

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Bewertung Holiday Inn Express Köln Troisdorf

Das Holiday Inn Express Hotel Köln Troisdorf punktet mit einer zentralen Lage und eignet sich ideal für Fluggäste, die am nahgelegenen Airport Köln-Bonn starten. Auch Familien mit Kindern sind im Holiday Inn Express Köln Troisdorf sehr gut aufgehoben, denn bis zu zwei Kinder übernachten im Zimmer der Eltern kostenlos.



Bewertung Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Die Lage
Das Holiday Inn Express Köln Troisdorf überzeugt durch seine zentrale Lage. Es ist ein idealer Ausgangspunkt für Besuche in Köln und in Bonn. Beide Städte sind in wenigen Minuten über die Autobahn erreichbar. Der Flughafen Köln Bonn liegt direkt vor der Türe. Der nahgelegene Rhein lädt zu Ausflügen und Spaziergängen ein. Das Holiday Inn Express Köln Troisdorf hat eine sehr gute Anbindung an die Autobahn A59. In unmittelbarer Nähe zum Hotel befinden sich eine Tankstelle und diverse Fast-Food-Restaurants. Ein asiatisches Restaurant ist im Seitenflügel des Hotels untergebracht. Auch im Umkreis zwischen 2 und 5 Kilometern befinden sich einige Restaurants und Imbisse.

Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Vierbettzimmer © Foto: Carina Tietz

Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Vierbettzimmer © Foto: Carina Tietz

Bewertung Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Einrichtung in den Zimmern
Das Holiday Inn Express Köln Troisdorf ist mit einer neueren Einrichtung ausgestattet und verfügt über ausreichende Steckdosen. Smartphone und Laptop können somit problemlos genutzt werden. Auch in Bettnähe gibt es Steckdosen. Die Zimmer im Holiday Inn Express Köln Troisdorf sind zum Teil mit dunkler Tapete bestückt. Das macht die Zimmer optisch kleiner. Der Gast kann zwischen zwei Kopfkissen-Arten auswählen. Im Zimmer befinden sich ein Wasserkocher mit zwei Tassen, zwei Löffeln und eine kleine Auswahl an Tee und Kaffee, der selber aufgebrüht werden muss. Der moderne Flachbildfernseher sorgt auch am Abend für Entspannung. Alle gängigen deutschen Fernsehprogramme können abgerufen werden. Wer noch arbeiten muss, der findet am Schreibtisch Gelegenheit dazu. Für Gäste, die sich noch nicht im Handy-Zeitalter befinden, gibt ein Telefon mit direkter Durchwahl.
Wir haben ein Zimmer in der ersten Etage zur Straße hin bewohnt. Das Zimmer war bei Einzug sauber. Durch die dunklen Wände wirkte das Zimmer sehr kompakt. Ich persönlich fand die dunklen Räume weniger gemütlich. Hier hätte ich mir eine große Deckenlampe oder einen Strahler gewünscht.

Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Eine dunkle Einrichtung © Foto: Carina Tietz

Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Eine dunkle Einrichtung © Foto: Carina Tietz


Bewertung Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Das Badezimmer
Wie üblich in den Holiday Inn Express Hotels verfügen auch alle Zimmer im Holiday Inn Express Köln Troisdorf über ein eigenes Badezimmer mit WC, Dusche und Waschbecken. Die Anzahl der Handtücher ist ausreichend. Duschbad und Shampoo kann aus einem Spender genutzt werden. Gäste die etwas vergessen haben, erhalten an der Rezeption kostenlos eine Zahnbürste, Zahnpasta und einige andere Kosmetikartikel. Das Highlight des Badezimmers ist die begehbare Dusche. Wer müde im Hotel ankommt, kann schnell und unkompliziert duschen. Das ist längst nicht in allen Holiday Inn Express Hotels der Fall, denn oftmals gibt es noch kombinierte Duschen und Badewannen mit kompliziertem Einstieg und unansehnlichen Duschvorhängen.



Holiday Inn Express Köln Troisdorf mit Kindern
Wir haben dreimal mit Kindern übernachten und ich kann durchaus das Prädikat kinderfreundlich vergeben. Das Zimmer fanden wir aber für zwei Erwachsene und zwei Kinder zu klein. Mit der Zimmergröße haben wir in anderen Holiday Inn Express Hotels eine bessere Erfahrung gemacht. Die waren wesentlich größer. Der Stuhl am Schreibtisch konnte nur ein kleines Stück herausgezogen werden. Wir Erwachsene konnten weder denn Stuhl noch den Schreibtisch nutzen. Entsprechend eng war auch der Zugang zum ausgeklappten Sofabett. Für unsere beide Söhne (10 und 12 Jahre) war der Platz im Bett aber ausreichend.

Bewertung Holiday Inn Express Köln Troisdorf Parken und Nachtruhe
Am Hotel stehen genügend Parkplätze zur Verfügung, die alle kostenlos genutzt werden können. Die Parkplätze am Seitenflügel des Hotels sind nur für Restaurantbesucher. Wer bis zum frühen Abend anreist, findet problemlos einen Parkplatz. Bei ausgebuchtem Hotel können die Parkplätze knapp werden. Alternativ kann man aber an den nahgelegenen Fastfood-Restaurants parken.
Die Fenster lassen sich weit öffnen. Das sorgt einerseits für angenehme Frischluft, ist aber leider auch mit Lärm verbunden. Gerade in den Abendstunden sind die Fastfood-Restaurants sehr frequentiert. Auch die nahgelegene Tankstelle sorgt für Lärmentwicklung. Nicht zuletzt hört man auch den Verkehr der Autobahn und deren Zubringerstraße. Zum Teil hört man auch die Flugzeuge am Airport Köln Bonn landen und starten. Ein geschlossenes Fenster garantiert dagegen absolute Ruhe. Die Vorhänge sind absolut lichtdicht und so kann das Zimmer auch tagsüber verdunkelt werden.



Bewertung Holiday Inn Express Köln Troisdorf: Freundlicher Service und ruhige Zimmer
Ich habe im letzten halben Jahr gleich dreimal im Holiday Inn Express Köln Troisdorf übernachtet und würde das Hotel in jedem Fall weiterempfehlen. Für ein bis zwei Nächte kann man über die Enge im Zimmer hinwegsehen. Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit. Leider war bei einem Aufenthalt der Aufzug defekt. Wir mussten die Koffer aus der ersten Etage hinunter tragen. Nach einer müden Nachtfahrt genügte eine kurze Nachfrage an der Rezeption und wir konnten das Zimmer eine Stunde früher und ohne Aufpreis beziehen.

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Marseille La Castellane: Auf den Spuren von Zinédine Zidane

Ich bin auf den Spuren von Zinédine Zidane in Marseille unterwegs. Hier im Norden im Problemviertel La Castellane hat der Weltfußballer mit kaputten Schuhen auf dem Place de la Tartane seine ersten Bälle gekickt. Viele Kilometer unterhalb am Boulevard Michelet im Stade Vélodrome lief er am 12. Juni 1998 im Trikot der französischen Mannschaft auf und besiegte das Team von Südafrika mit 3:0. Kein anderer Fußballspieler hat mich so fasziniert!



Mit Zinédine auf dem Weg nach Marseille
Die Luft ist staubig auf der Nationalstraße, irgendwo in der Nähe von Salon-de-Provence. Am Himmel dreht die Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe ihre Runden und färbt den Himmel in den Farben der Tricolore. Mein Sohn ist von der Flugakrobatik so begeistert, dass ich am Straßenrand anhalten muss. Er springt aus dem Wagen hinaus, holt sein Smartphone aus der Hosentasche und beginnt zu fotografieren. Er steigt eine Anhöhe hinauf um die Flieger besser sehen zu können. Es vergehen Minuten. Die Flieger befinden sich noch immer auf ihrem Kurs. Sie sind schön anzusehen, aber ich will jetzt trotzdem weiterfahren. „Zinédine, komm jetzt“, rufe ich meinem Sohn zu. „Ja, einen Moment noch“, antwortet er und klettert langsam den Hügel hinunter. Ich habe heute den Namen Zinédine bestimmt schon zehnmal gerufen. Seit mehr als zehn Jahren rufe ich ihn täglich, doch heute tue ich es viel bewusster. Mein Sohn heißt Zinédine und er ist nach dem Weltfußballer Zinédine Zidane benannt. Den Fußballer, den ich seit vielen Jahren so verehre. Es war nicht immer leicht mit der Namensgebung. Doch mein Sohn ist sehr stolz darauf, dass er diesen Namen tragen darf. Heute will ich ihm zeigen, warum er Zinédine heißt und warum Zinédine Zidane mehr als nur ein Weltfußballer ist.

Marseille La Castellane: Zidane ist in einer trostlosen Gegend aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

Marseille La Castellane: Zidane ist in einer trostlosen Gegend aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

La Castellane im Norden von Marseille
Wir fahren weiter auf der Nationalstraße bis Rognac und dann auf die Autobahn A7. Der Étang de Berre leuchtet blau-türkis und die Wasseroberfläche spiegelt in der Sonne. Am Horizont können wir die Flugzeuge beobachten, die am nahgelegenen Flughafen Marignane starten. Kurz vor Les Adrechts verlassen wir die Autobahn. Die Gegend wird trister und sie ist geprägt von grauen Bauten an deren Fensterenden große Satellitenschüsseln angebracht sind. Am Straßenrand und in den Parkbuchten der unansehnlichen Betonklötze parken alte und demolierte Autos. La Castellane ist in keinem Stadtplan zu finden. Auch auf den Straßenschildern kann ich La Castellane nicht ausfindig machen. Doch das Navi lenkt mich in die Straße Chemin de Bernex. Hier hat Zinédine Zidane gewohnt. Mein Sohn schaut aufgeregt und mit großen Augen aus dem Seitenfenster des Wagens. Am Kreisverkehr stauen sich die Autos und ich muss abbremsen. Die Leute starren meinen Wagen an. Es ist ein Eyecatcher, tiefergelegt und mit verbreiterten Reifen. Ein Wagen von dem die meisten Leute in dieser Gegend nur träumen können. Ich habe das nicht bedacht und will nicht arrogant wirken.

Marseille La Castellane: Hier ist Zinédine Zidane aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

Marseille La Castellane: Hier ist Zinédine Zidane aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

Marseille La Castellane: Hier ist Zinédine Zidane aufgewachsen
Wir erreichen die Straße Chemin de Bernex. Links und rechts befinden sich kleine Grünflächen, doch die können diese trostlose Gegend auch nicht aufwerten. Dazwischen stehen diese grauen Mehrfamilienhäuser, die hier allerdings nicht ganz so hoch sind. Am Anfang der Straße steht ein großes Hinweisschild mit der Aufschrift La Castellane. Auf Zinédine Zidane deutet nichts hin. Ich weiß nur den Straßennamen, die Hausnummer kenne ich nicht. An einem der Häuserparkplätze halte ich an, drehe die Scheibe herunter und spreche einen älteren Herrn an. Er schaut verstört auf das Nummernschild. „Aus Deutschland“, sagt er, noch bevor ich meine Frage stellen kann. Ich nicke freundlich und er kommt näher an den Wagen heran. Sein Pullover hat ein Loch und die Jogginghose, die er trägt ist dreckig. Er stützt sich auf einen Stock auf und hält sich mit der anderen Hand am geöffneten Wagenfenster fest. Seine Hände sind unsauber und seine Fingernägel ungepflegt. Spiegelt er die Gesellschaft von La Castellane wider? Er lächelt mich freundlich an. Ich sehe in sein Gesicht und erkenne, dass er arabischer Herkunft ist. Ich frage nach Zinédine Zidane. Er lächelt noch freundlicher und seine dunklen Augen glänzen. Er zeigt auf den mehrstöckigen Betonbau herüber. Wahrhaftig, ich stehe direkt vor dem Haus indem Zinédine Zidane seine Kindheit verbracht hat. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Das ist also die Gegend, die Dan Franck so eindrucksvoll beschrieben hat? Ich kenne die Erzählungen aus dem Buch genau und bin bewegt. Der Mann steht noch immer lächelnd am Auto. Ich schaue ihn wieder an und dann beginnt er zu erzählen: „Zinédine ist unser Junge und sein Fußball ist“, er hat Tränen in den Augen, drückt seine Finger zusammen, führt sie zum Mund und küsst sie. Ich frage ihn, ob er Zinédine Zidane persönlich kennt. Stumm nickt er und schließt verehrend seine Augen. Der deutsche Wagen hat Neugierige angezogen. Zwei Männer Mitte 20 nähren sich unserem Wagen. Sie begrüßen den älteren Mann und sehen mich mit finsterer Miene an. Sie sprechen arabisch miteinander. Ich kann nur das Wort Zidane verstehen. Der düstere Gesichtsausdruck verschwindet blitzartig. Freundlich lächeln sie mich an und begrüßen mich. „Zizou ist einer von uns. Hier gehört er hin, hier oben nach La Castellane! Wir sind kein Abschaum, wir sind Menschen!“ Seine Stimme wirkt fast laut und schreiend. Mein Sohn ist ausgestiegen und fotografiert mit seinem Smartphone. Die drei Männer lächeln ihn an. „Na, wie heißt Du denn?“, fragt der ältere Mann ihn. Mein Sohn sagt ganz nebenher: „Zinédine!“ Ungläubig sieht er meinen Sohn und dann mich an. Die beiden anderen Männer stehen da, als hätte sie der Blitz getroffen. Dann beginnt ein lautes Gerede. Alle durcheinander und wild gestikulierend! Ich steige aus dem Wagen aus. Der ältere Mann reicht mir die Hand und küsst mich auf die Wange. Dann flüstert er leise: „Merci!“. Die beiden Jungen fragen mich, warum ich ihn Zinédine genannt habe? Ich muss nicht lange überlegen: „Weil Zinédine Zidane für mich immer noch der beste Fußballer aller Zeiten ist. Weil es nie einen Fußballspieler gab, der so ein Ballgefühl hatte. Zinédine Zidane hat mit seinem Ball getanzt. So, als habe er Klebstoff unter seinen Schuhen gehabt. Es war nicht nur sein fußballerisches Können! Nein! Es ist auch seine Geschichte, die hier oben in La Castellane begann. Das Einwandererkind, das der Stolz aller Franzosen ist. Und noch was: Seine Bescheidenheit! Zinédine Zidane ist immer auf dem Teppich geblieben. Er hat nie vergessen, wo er herkam. Sein Heimat, die liegt hier, hier oben, im Norden von Marseille im Problemviertel von La Castellane.“ Ich habe selber Tränen in den Augen. Einer der jungen Männer kommt zu mir herüber und reicht mir die Hand. Der andere redet mit meinem Sohn, aber Zinédine versteht ihn nicht und lächelt nur. Ich steige in den Wagen zurück. Einer der Männer erklärt mir den Weg zum Place de la Tartane. Ich verabschiede mich. Die Männer winken unserem Wagen hinterher. „Hier möchte ich nicht wohnen. Hier liegt ja überall Müll! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Zinédine Zidane hier aufgewachsen ist!“
Mein Sohn ist nachdenklich. Wieder erzähle ich ihm die Lebensgeschichte des Weltfußballers. Er kennt sie, aber begreifen kann er sie nicht!



Place de la Tartane: Hier hat Zinédine Zidane seine ersten Bälle gekickt
Ich fahre die Straße Chemin de Bernex weiter entlang. Hinter den Betonblöcken liegt der Place de la Tartane. Ich kann ihn nicht mit dem Wagen erreichen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Meinen Wagen hier abstellen? In diesem Viertel? Ich bin nur wenige Meter gefahren und halte wieder am Straßenrand. Die beiden jungen Männer sind noch in Sichtweite. Ich steige aus und rufe sie zu mir heran. Sie eilen herüber und ich frage nach einem Parkplatz. Sie haben meine Bedenken gleich erkannt, obwohl ich gar nichts gesagt habe. Es ist eben La Castellane! Der eine lotst mich zu einer Häuserfront herüber. Hier parken drei alte Renaults und ein uralter Ford Taunus. Ich fahre in eine der Lücken hinein. Sie versprechen mir, dass sie auf den Wagen aufpassen und lehnen sich an den Kofferraum. Ich habe ein ungutes Gefühl, aber ich lasse mich davon nicht abhalten. Nicht jeder in La Castellane ist ein Verbrecher! Ich nehme meinen Sohn an die Hand und bitte ihn sein Smartphone in die Hosentasche zu packen. Dann gehen wir durch einen der Häuserblöcke hindurch. Hier liegt er nun der Place de la Tartane umgeben von trostlosen Betonklötzen. Kalt wirkt sein rötlicher Asphalt. Daran ändert auch die Pinie nichts, die ein kleines Blumenbeet schmückt. Blumen sucht man in dem Beet vergebens. Dort liegen Dosen und zerschlagene Flaschen. „Mach die Augen zu“, sage ich zu meinem Sohn. Er tut es. „Mit viel Phantasie hörst Du den Ball aufschlagen und oben aus dem Fenster ruft ein arabischer Mann den kleinen Zinédine Zidane vergeblich zum Abendbrot.“ So könnte es gewesen sein! „Hör auf und lass und zurückgehen, „fordert mein Sohn. Ja, wir sollten jetzt gehen, denn den Leuten ist bereits aufgefallen, dass wir hier nicht hingehören! Wieder passiere ich den Durchgang des Häuserblockes. Mein Sohn jammert: „Mann, jetzt habe ich gar kein Foto gemacht.“ Ich nehme ihn in den Arm: „Für bewegende Erinnerungen braucht man keine Fotos! Die manifestieren sich im Kopf“. Mein Sohn lächelt. Die beiden Männer lehnen immer noch an unserem Wagen und bewachen ihn wie einen mit Gold gefüllten Tresor. Ich bedanke mich und will mich verabschieden. Der eine reicht mir wieder die Hand. Der andere nimmt mich sogar in den Arm. Dann deutet er auf das Presseschild, das umgeknickt an der Frontscheibe liegt. „Bist Du von der Presse?“, fragt er. Ich nicke. „Dann schreibe bitte, dass wir hier in la Castellane freundliche Menschen sind! Bitte denke auch an uns und nicht nur an Zinédine Zidane“, er fleht schon fast. Ich nicke, lächele und reiche ihm noch einmal die Hand. Dann lenken sie mich aus der Parkbucht hinaus. Wir winken, ich hupe und biege wieder auf die große Straße ab, die hinunter nach Marseille führt. Jetzt wollen wir uns noch das Stade Vélodrome ansehen!

Obdachlose in Marseille: Ein Zelt auf der Straße © Foto: Carina Tietz

Obdachlose in Marseille: Ein Zelt auf der Straße © Foto: Carina Tietz




Ein Anruf im Callcenter von Air Berlin

Callcenter und Hotlines sind ein ständiges Ärgernis. Ich bringe in Regel eine ganze Menge Verständnis auf. Ich lasse mich von freundlichen digitalen Stimmen beruhigen, höre mir geduldig 10 Minuten Musik an und quittiere den Dialekt der sächsischen Callcenter-Mitarbeiterin mit einem Lächeln. Doch mein Anruf beim Servicecenter von Air Berlin bringt mich dann doch an meine Grenzen.




Ich halte das Ganze zunächst für einen Scherz. Ist es die versteckte Kamera oder treibt ein humorvoller Radiomoderator wieder sein Unwesen? Am Ende muss ich mit Entsetzen feststellen, dass es sich um eine ganze normale Serviceleistung handelt. Mir fehlen selten die Worte, aber diesmal kann ich verbal nicht mehr reagieren. Ich lege einfach auf und will es morgen noch einmal versuchen.

Als ich noch fest in Dänemark wohnte, bin ich fast immer mit Air Berlin geflogen. Damals hatte ich ganz oft Kontakt zum Servicecenter, da mein Hund immer mitflog. Er musste gesondert über das Servicecenter angemeldet werden. Das ging immer problemlos und ich war damals mehr als begeistert von der Air-Berlin-Hotline. Kompetente Mitarbeiter erledigten schnell und anstandslos meine Passagierwünsche. Doch diesmal kam dann alles anders:




Ich erinnerte mich an meinen letzten Flug mit einer anderen deutschen Airline: Der Salat war matschig, die Nudeln weich und der Käse ungenießbar. Wir Erwachsene sehen darüber hinweg. Hungrige Kinder gehen damit jedoch ganz anders um. Die Quengelei meiner Söhne wollte ich mir diesmal ersparen und ein Kindermenü für unseren bevorstehenden Flug in die Karibik reservieren. Ich hatte mich auf der Webseite von Air Berlin kundig gemacht. Kindermenüs können auf allen Langstreckenflügen kostenlos angemeldet werden bis 48 Stunden vor Abflug.

So nahm ich unsere Tickets und rief im Servicecenter von Air Berlin an. Eine Männerstimme meldete sich. Aber ich verstand nicht, was er sagte. Sollte ich mich verwählt haben? Ich fragte nach: „Ist da das Servicecenter von Air Berlin?“ Zunächst Schweigen. Dann meldete sich die Männerstimme wieder: „Ja, hier Servicecenter Air Berlin.“ Es war eine Mischung aus Arabisch, Englisch und Deutsch. Ich hatte große Mühe beim Zuhören. Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen und mir kam gleich Dieter Nuhr in den Sinn oder die anderen Kabarettisten, die sich über den „Hey-Alter“-Türken mit seinem 3er BMW lustig machen. Ich bin bereit dem Mann am anderen Ende der Leitung eine Chance zu geben.




Bereitwillig erkläre ich ihm auch zum dritten Mal, dass ich gerne ein Kinderessen bestellen möchte. Irgendwann herrscht Schweigen. Ich glaube nicht, dass er mich verstanden hat. Es dauerte einige Sekunden. Dann fragt er erst einmal nach der Flugnummer. Aber auch hier ein Verständigungsproblem. Dreimal wiederhole ich die Nummer. Dann wiederholt er die Nummer. Aber sie ist falsch. Also spreche ich sie noch einmal laut und deutlich in den Hörer. Wieder ein Zögern auf der anderen Seite. Auch die Flugnummer hat er nicht verstanden. Er bitte um Geduld.

Ich habe noch immer Geduld. Doch es wäre trotzdem ganz schön, wenn wir nun mal zum Ende kommen könnten. Normalerweise dauert so ein Anruf noch keine Minute. Man gibt den Namen und die Flugnummer durch und das Essen ist reserviert. Nach einer Weile meldet sich der Herr wieder. Er hat sich wohl in den letzten Minuten ganz intensiv mit der Flugnummer auseinandergesetzt. Er wiederholt sie nun richtig. Allerdings kommt er zu dem Schluss, dass es die Flugnummer nicht gibt. Ich kontrolliere das Ticket. Die Nummer ist richtig. Während ich mit ihm diskutiere, schaue ich auch noch einmal auf die Webseite des Flughafens. Auch hier gibt es die Flugnummer. Ich erkläre dem Mitarbeiter wieder, dass die Nummer existiert.

Ich weiß nicht, ob er mich nicht versteht oder, ob er mit der ganzen Aufgabe überfordert ist. Über die Flugnummer kommt er nicht weiter. Wieder vergeht eine Weile. Ich werde nun langsam ungeduldig. Er fragt mich wieder nach der Flugstrecke. Ich antworte knapp, aber klar und langsam: „Düsseldorf-La Romana.“ Wieder Schweigen. Dann fragt er nach: „La Romana?“ Ich bestätige es und bin erleichtert. Er hat es sofort verstanden. Als ich gerade wieder Hoffnung habe, glaube ich für einen Moment felsenfest, dass sich ein Radiomoderator einen Scherz erlaubt hat. Der Mann am anderen Ende der Leitung erklärt mir, dass Air Berlin nicht nach La Romama fliegt und, dass es diesen Flug nicht gibt. Ich weiß, dass das nicht sein kann. Ich habe über einen großen und renommierten deutschen Reisekonzern gebucht. Erst am Morgen erinnerte man mich per E-Mail freundlich daran, dass meine Reise in wenigen Tagen beginnt. Ich erkläre ihm das, aber er versteht mich nicht. Er vertritt weiter den Standpunkt, dass es keinen Flug nach La Romana geben wird.



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Ich bin immer noch freundlich, aber meine Stimme hat sich hörbar verändert. Das hat er wohl bemerkt und versucht nun einen anderen Weg. Er fragt mich nach dem Flughafenkürzel von La Romana. Ich weiß es nicht. Dann wieder Schweigen. Ich suche online danach und buchstabiere das Kürzel. Diesmal versteht er es sofort. Allerdings bleiben meine Bemühungen umsonst. Auch jetzt kommt er zudem Schluss, dass es den Flug nach La Romana nicht gibt. Ich weiß nicht, ob er mir nicht helfen kann oder mir nicht helfen will. Nach vielen endlosen Minuten kommt er dann zudem Schluss, dass er sich wenigstens die Namen meiner Kinder notieren will. Ich buchstabiere und buchstabiere und buchstabiere. Doch auch diese Aktion bleibt ohne Erfolg. Jetzt verlangt er Gebühren für die Reservierung. Ich erkläre ihm, dass diese Reservierung kostenlos ist. Rufe nochmal die Webseite von Air Berlin auf. Lese es ihm vor, aber er bleibt bei seiner Entscheidung. Ich soll also Gebühren für eine eigentlich kostenlose Reservierung bezahlen, obwohl ich am Ende noch nicht einmal weiß, ob meine Kinder das Essen überhaupt serviert bekommen. Jetzt ist meine Geduld endgültig am Ende. Ich lege auf! Da halte ich lieber quengelnde Kinder aus, als noch einen Anruf im Servicecenter von Air Berlin!



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Dover und die Südküste von Kent

Dover wird meist in einem Atemzug mit den Fährverbindungen nach Dünkirchen und Calais genannt. Urlauber fahren von der Fähre hinunter und rauschen an Dover und an der Küste Kents vorbei. Dabei ist die Küstenregion sehr sehenswert und hat von der Bucht am Medway bis zum südlichen Romney Marsh eine Menge zu bieten. Die gesamte Region war im 18. Jahrhundert von Schmugglern beherrscht.



Dover- Mehr als nur ein Fährhafen
Gerade einladend sehen die Restaurants und Hotels in Dover nicht aus. Zugegeben! Von außen erinnern sie eher an verrufene Kneipenviertel, in der sich früher mal Matrosen und Seemänner amüsierten. Doch Besucher sollten sich davon nicht abschrecken lassen. Hinter den oft trostlosen Fassaden warten urige Kneipen, familiär geführte Hotels und eine Spitzengastronomie! Die Häuser bieten meist einen spektakulären Blick über den Hafen und den berühmten weißen Kreidefelsen. Sehenswert ist auch die Festung von Dover, die ebenfalls mit einem traumhaften Panorama punktet.

Die Festung von Dover thront über der Stadt © Foto: Carina Tietz

Die Festung von Dover thront über der Stadt © Foto: Carina Tietz

Ein Besuch in Rye ist lohnenswert
Für viele gehört Rye zu den schönsten Städten Großbritanniens. Malerisch thront sie auf einem Hügel gleich hinter der Grenze zu East Sussex. Das Rot, der mit Ziegeln gedeckten Häusern lässt die Stadt in einem ganz besonderen Glanz erstrahlen. Besucher sollten Rye in jedem Fall zu Fuß erkunden und durch die steilen und schmalen Gassen bummeln. Ein Muss ist auch der Besuch des Lamb Houses. In dem Backsteingebäude lebte von 1898 bis 1916 der amerikanische Schriftsteller Henry James.




Weitere Sehenswürdigkeiten im Süden von Kent
In der Nähe der Autobahn M20 von Dover nach London liegt Chatham. Die Stadt wurde durch das nahgelegene Fort Amherst bekannt. Unter dem Fort befindet sich ein knapp 180 Kilometer langes Tunnelsystem, das Gefangene während der napoleonischen Kriege gruben. Ein Ort der Ruhe und Entspannung ist Isle of Sheppey. Hier kann man Vögel beobachten oder einfach nur die Natur genießen. Wer dagegen den Trubel mag, der sollte ein paar Meilen in südlicher Richtung fahren. Hier liegen mit Margate, Ramsgate und Broadstairs drei schöne Badeorte. In Broadstairs schrieb Charles Dickens „David Copperfield“ und „Bleakhouse“. Margate ist ein beliebter Treff bei jungen Leuten, während Ramsgate mit Eleganz punktet.

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Weinlexikon: Weinverarbeitung nach der Ernte: Das Keltern

Das Keltern
Erst nach der Maische kommt es zum Keltern. Mit dem Keltern bezeichnet man den Schritt, indem die Maische in feste und flüssige Bestandteile getrennt wird. Das Keltern kommt bei Rotwein und Weißwein gleichermaßen zum Einsatz. Es entsteht der Most. Je nach Traubensorte und Reifegrad unterscheidet sich auch der Gehalt an Zucker. Früher wurde der Wein durch das Treten mit bloßen Füßen gekeltert. Heute wird diese Aufgabe von Maschinen übernommen, die einen pneumatischen Druck erzeugen. Allerdings werden in einigen südländischen Kleinkellereien die Trauben immer noch mit den Füßen bearbeitet. Nach dem Keltern kommt die Mostwaage zu Einsatz, die das spezifische Gewicht ermittelt. Die Mindesthöhen sind gesetzlich vorgeschrieben. Erreicht der Most die Mindesthöhe nicht, wird er angereichert. Dazu wird in der Regel Rohrzucker verwendet. In Italien und in den Balkanstaaten wird mit einem zuckerfreien Mostkonzentrat angereichert.



Tipps für den Aufenthalt im Ferienpark Aquadelta in Bruinesse

Lage des Ferienparks Aquadelta in Bruinesse
Der Ferienpark Aquadelta liegt abseits des Stadtzentrums von Bruinesse. Der Stadtkern ist durch eine Durchgangsstraße vom Ferienpark Aquadelta getrennt. Die Durchgangsstraße kann unter einer Brücke oder über einen Kreisverkehr passiert werden. Gleich am Parkeingang und nah beim Parkplatz von De Tong führen Treppen zum Deich hinauf. Zu Füßen liegt der Strand des Grevelinger-Meeres.




Ferienpark Aquadelta Bruinesse: Einkaufsmöglichkeiten
Im Park selber befindet sich ein kleiner Supermarkt. Die Preise sind durchaus akzeptabel. Viele Produkte sind sogar zum gleichen Preis zu haben, wie in den Supermärkten im Umland. Allgemein ist das Angebot an Waren jedoch begrenzt. Wer ohne Auto anreist, kann sich aber mit allen notwendigen Lebensmitteln problemlos versorgen. In Bruinesse gibt es einen Albert-Heijn-Supermarkt, den man mit dem Auto in wenigen Minuten erreichen kann. Vom Ferienpark Aquadelta der Straße zum großen Kreisverkehr folgen und hier die Ausfahrt in Richtung Bruinesse folgen. Im Albert-Heijn-Supermarkt gibt es kostenlos Kaffee und Cappuccino aus dem Automaten.
Knapp acht Kilometer vom Ferienpark Aquadelta entfernt liegt ein ALDI. Diesen erreicht man über den Kreisverkehr in Fahrtrichtung Zierikzee. Der ALDI liegt rechter Hand. Von der Hauptstraße gibt es keine Zufahrt. An der nächsten Kreuzung fährt man rechts ab und muss dann gleich wieder scharf rechts abbiegen. Die Straße verläuft parallel zur Hauptstraße.

Strände und Hafen sind zu Fuß erreichbar Foto: © Carina Tietz

Strände und Hafen sind zu Fuß erreichbar Foto: © Carina Tietz

Bäcker in der Nähe des Aquadelta Ferienparks in Bruinesse
Im Zentrum von Bruinesse gibt es einen Bäcker (Bakkerij Jumelet-Otte, Kerkstraat 45). Neben frischen Brötchen, Gebäck und verschiedene Kuchen, gibt es hier auch Drogerieartikel, regionale Getränke und eine kleine Auswahl an Lebensmitteln. Von montags bis freitags ist die Bäckerei von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Samstags öffnet die Bäckerei bereits um 7.30 Uhr und schließt um 17.00 Uhr.




Märkte in der Nähe des Aquadelta Ferienparks in Bruinesse
Holländische Märkte punkten mit einer besonderen Atmosphäre. Neben frischem Obst und Gemüse kann man hier auch Käse, Fleisch und frische Milchprodukte erwerben. Das Herzstück eines niederländischen Marktes sind die Fischbuden. Die Auswahl ist gigantisch. Wie wäre es mit Matjes? Die ist man traditionell mit den Fingern und direkt an der Bude. Ein kulinarisches Highlight ist auch der Backfisch.

Über den Deich zum Grevelinger-Meer Foto: © Carina Tietz

Über den Deich zum Grevelinger-Meer Foto: © Carina Tietz

Nachfolgend gibt es eine Auswahl schöner Märkte in der Nähe des Aquadelta Ferienparks in Bruinesse:

• Domburg: Montags von 12.00-21.00 Uhr (Mitte Mai bis Ende September)
• Goes: Dienstags von 8.00-16.00 Uhr (ganzjährig)
• Zoutelande: Dienstags von 12.00-21.00 Uhr (Mitte Mai bis September)
• Renesse: Mittwochs von 8.00-14.00 Uhr (nur im Sommer, Juli und August)
• Zieriksee: Donnerstags von 8.00-16.00 Uhr (ganzjährig)

Einkaufszentren:
Größe Einkaufzentren findet man in Rotterdam, Vlissigen und Antwerpen. Zwei kleine Zentren liegen in Zierikzee und Goes.

Strand in der Nähe des Aquadelta Ferienparks
Der Strand am Grevelingenmeer liegt vor der Türe. Am Parkeingang führt eine Treppe über den Deich. Die Strände der Nordsee erreicht man nur mit dem PKW. Bis Renesse und Burgh-Haamstede fährt man knapp 30 Minuten. Renesse ist ein beliebter Ort Badeort. Hier kann es im Sommer voll werden. Ruhiger Strände findet man in Richtung Vlissingen.

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Weinlexikon: Weinanbaugebiete an der Deutschen Weinstraße

Weinanbaugebiete entlang der Deutsche Weinstraßen
Die deutschen Weinstraßen beheimaten eine Vielzahl der besten Traubensorten. Zu den bekanntesten Gebieten gehört die Moselweinstraße, die sich in Untermosel, Mittelmosel und Obermosel aufteilt. Die Obermosel-Weinstraße beginnt in Höhe von Perl. Größere Hangflächen findet man aber erst ab Wincheringen. Das Besondere an den Moselreben ist die nach allen Seiten orientierte Hanglage. So können hier verschiedene Sorten, wie zum Beispiel Müller Thurgau, Ruländer oder Riesling angebaut werden. Von Alf bis zur Moselmündung bei Koblenz findet man die Anbaugebiete der Untermosel. Hier wird Riesling angebaut. Die größten Weinanbaugebiete der Untermosel liegen rund um Cochem. Die Mittelmosel hat viele Talwindungen. Auch hier gedeiht die Riesling-Rebe ganz hervorragend.




Durch das Rheingaugebirge führt die Rheingauer Riesling Route. Hier werden viele Cabinet-Keller-Weine hergestellt. Es gibt hier eine Vielzahl von Familienkellereien, wie zum Beispiel das Schloss Vollrads.

 

Die Naheweinstraße und die Hessische Bergstraße
Die Naheweinstraße führt von Bingen über Bad Kreuznach nach Merxheim und wieder zurück nach Bingen. Die bekanntesten Weinanbaugebiete sind Glan, Alsenz und Gräfenbach. Der Geschmack des Nahe-Rieslings ist dezent und fruchtig. Die Winzer an der Nahe setzen auf eine hohe Qualität ihrer Weine.

Die Hessische Bergstraße lockt Weinliebhaber an. Die schätzen beispielsweise den guten Geschmack der Weine vom Heppenheimer Eckweg.

Die Deutsche Weinstraße ist sicherlich das Aushängeschild der deutschen Weinanbaugebiete. Eine zentrale Rolle spielen die Weingüter rund um Bad Dürkheim und Deidesheim. Bekannt sind auch die Pfälzer Schoppenweine, die traditionell zu der deftigen Küche in der Pfalz serviert werden. Entlang der Deutschen Weinstraße erfahren Besucher alles über den Weinanbau in Deutschland.

 




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