So geht es weiter

Lieber Leser,

seit meinem letzten Beitrag sind viele Monate vergangen. Ich habe viel erlebt in dieser Zeit. Es waren anregende Geschichten und oftmals auch Dinge, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Alles in allem war das Erlebte wieder ein Schritt zu mir selbst und zu meiner eigenen Reife. Der kürzeste Weg zu dir selbst führt nun einmal um die Welt. Deshalb habe ich mich entschlossen meine eigenen Geschichten mit in den Blog einfließen zu lassen. Ich werde mehr über meine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Menschen schreiben.




Ich bekomme immer wieder Anfragen von Leuten, die gerne auswandern möchten. Gerne gebe ich auch diese Erfahrungen zukünftig weiter. Dabei greife ich auch auf Erlebnisse von Freunden und Kollegen zurück, die in fremden Ländern leben. Ich werde sie interviewen und ihre Geschichten weitergeben. Dazu wird es noch kleine Biographien geben. Natürlich wird hier nichts geschönt. Ich werde auch Leute zu Wort kommen lassen, die an ihrer Auswanderung gescheitert sind. Es werden offen und ehrliche Geschichten sein.




Selbstverständlich bleibt auch das Reisen ein Schwerpunktthema dieses Blogs. Ich werden Euch noch viele Geschichten von meiner großen Frankreichreise erzählen. Zudem bin ich in den letzten Jahren oft im Orient unterwegs gewesen. Daher werden Oman, der Persische Golf und der Nahen Osten mehr in den Mittelpunkt rücken. Im neuen Jahr wird es auch wieder Reiseberichte über die schönsten Städte der Welt geben. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf die Bewertungen von Hotels und Fluglinien liegen. Natürlich liegt mir auch der Fußball weiterhin am Herzen. Ich nehme Euch mit ins Mutterland des Fußballs. Begleitet mich in die schönsten Stadien Englands.

Ich habe immer ein offenes Ohr für meine Leser. Themenvorschläge, Kritik, Fragen und Anregungen nehme ich gerne entgegen. Schreibt mir einfach oder kommentiert!

Ich freue mich auf das nächste Jahr und wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit!

Eure Carina




Avignon: Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)

Du kommst an der Brückenruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon) einfach nicht vorbei. Sie gehört zu Avignon wie der Eiffelturm zu Paris. Da ragt Sie nun in die Rhone hinein und gibt Avignon seine weltbekannte Stadtsilhouette.

Pont Saint-Bénézet / Pont d'Avignon © Foto: Carina Tietz

Pont Saint-Bénézet / Pont d’Avignon © Foto: Carina Tietz


Pont Saint-Bénézet: Alles begann mit einen Lied
”Sur le pont d’Avignon, L’on y danse, l’on y danse, Sur le pont d’Avignon L’on y danse tous en rond” beginnt das weltbekannte Lied über die Brückenruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon). Die Franzosen bezweifeln, dass jemals einer auf dieser Brücke getanzt hat. Historiker gehen davon aus, dass das Tanzlied auf das Vergnügungsviertel der Stadt zurückzuführen ist, das sich ganz in der Nähe auf einer Rhone-Insel befand. Ebenso umstritten ist die Herkunft des Liedes. Obwohl es keine Belege dafür gibt, soll das Lied aus der Feder des Komponisten Pierre Certon stammen. Er soll es im 16. Jahrhundert unter dem Titel „Sous le Pont d’Avignon“ komponiert haben. Offiziell wird es jedoch Adolphe Adam zugeordnet. Der soll es für eine Oper umgeschrieben haben. Die heute bekannte Version ”Sur le pont d’Avignon“ stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Willkommen in Avignon© Foto: Carina Tietz

Willkommen in Avignon© Foto: Carina Tietz





Die Geschichte von Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)
Die Brücke Pont Saint-Bénézet wurde im 14. Jahrhundert gebaut, als die Päpste die Stadt regierten. Benannt ist sie nach Papst Benedikt. Sie trägt den provençalischen Namen des Papstes. Die Brücke wurde durch Hochwasser und Kriege mehrmals zerstört. 1668 wurde sie endgültig aufgegeben. Erhalten blieben vier Bögen und die zweistöckige Nikolauskapelle mit romanischem Unterteil und gotischem Oberteil. Als „Historisches Zentrum von Avignon“ gehört die Ruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon) gemeinsam mit der Kathedrale von Avignon zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am Pont Saint-Bénézet © Foto: Carina Tietz

Am Pont Saint-Bénézet © Foto: Carina Tietz





Tipps für den Besuch von Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)
Während der Ferienzeit ist Avignon hoffnungslos überlaufen. Aber auch in der Nebensaison reihen sich hier die Touristenbusse aneinander. Daher solltet Ihr die Brückenruine am Morgen und an einem Wochentag besuchen. Zwar sind dann auch schon die ersten Touristen am Rhone-Ufer unterwegs, aber die zieht es meistens zuerst in den Papstpalast. Sonntags ist von einem Besuch absolut abzuraten. Dann herrscht rund um die Ruine dichtes Gedränge und man kann das Flair überhaupt nicht genießen. Parkplätze in Avignon und Parkplätze an der Brückenruine Pont Saint-Bénézet sind schwer zu finden. Ihr solltet in jedem Fall außerhalb der Stadtmauer parken. Die Gassen sind so eng und verwinkelt, dass man mit einem größeren Auto auch gerne mal manövrierunfähig einfach zum Stehenbleiben gezwungen wird. Ein guter Parkplatz (Parking de la ligne) liegt am Rhone-Ufer Boulevard de la Ligne zwischen der Tiefgarageneinfahrt zum Mercure Hotel und dem Théâtre des Lucioles.



Weinreise Frankreich: Châteauneuf-du-Pape

Traumhafter Morgen in Avignon: Der Papstpalast erstrahlt in der Morgensonne, Menschen eilen umher, kaufen Baguettes und die Zeitung und stehen zum Smalltalk an den Straßenecken. Die Metropole hinter der Stadtmauer beginnt zu leben. Schnell einen Kaffee im Café „Tout va bien“, hier ist die Atmosphäre so richtig südfranzösisch. Heute zieht es mich raus aus Avignon in die päpstlichen Gärten, dort wo die Reben meines Lieblingsweines gedeihen.

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz






Von Avignon nach Châteauneuf-du-Pape
In Avignon ist immer irgendwo Stau. Ich bin seit zwei Wochen in der Gegend unterwegs und habe schnell gelernt. Bloß nicht hinter der Stadtmauer parken. Da kommt man in der Rush-Hour nicht mehr raus. Also habe ich meinen Wagen unten am Rhone-Ufer abgestellt. Hier reihen sich bereits die ersten Touristenbusse aneinander, die die Gäste zum Papstpalast bringen. Ich brauche fast eine Stunde für die knapp 15 Kilometer nach Châteauneuf-du-Pape. Es wird gehupt und wild gestikuliert. Eigentlich alles wie immer im französischen Verkehr. Ich lächele gelassen zurück.
Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz

Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz






Châteauneuf-du-Pape: Angekommen in den Papstgärten
Genau hier liegt ein weiteres Stück Frankreich, das mich seit eh und je fasziniert. Die Luft ist staubig und trocken, das Land ist weit. Um mich herum nur Weinreben, dazwischen ein paar Gebäude und Säulen aus der Römerzeit und dahinter das schroffe und bizarre Gebirge. Ich fahre an den Straßenrand, steige aus und atme tief ein und aus. Ich will das unbeschreibliche Gefühl mitnehmen. Ich setzte mich auf einen Findling und betrachte viele Minuten die Umgebung. Kein Wunder, dass die Päpste hier einmal ein Schloss bauten und Gärten anlegten.

Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz


Châteauneuf-du-Pape, mein Lieblingswein
In den ehemaligen päpstlichen Gärten, unterhalb der Schlossruine gedeihen die Reben des Châteauneuf-du-Pape. Es ist der Kiesboden, der die Reben so gut wachsen lässt. Doch auch die stetig warmen Sonnenstrahlen lassen die Trauben so schmackhaft werden und geben dem Châteauneuf-du-Pape seinen würzigen Geschmack. 13 verschiedene Rebsorten wachsen hier und können in allen Châteauneuf-du-Pape-Weinen enthalten sein. Der Châteauneuf-du-Pape hat einen höheren Alkoholgehalt, als die Weine aus dem Côtes du Rhône-Gebieten. Trotzdem sind sie erstaunlich mild im Geschmack .




Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Weinreise Frankreich : Côtes du Rhône

Von Lyon geht es über die Nationalstraße immer in Richtung Süden. Mal fließt die Rhone links und mal rechts der Straße entlang. Hier erstecken sich die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône. Doch was macht den Côtes du Rhône-Wein so einzigartig? Wie sind die Weine eingestuft? Wo liegen die Unterschiede?

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz





Das Weinanbaugebiet Côtes du Rhône
Die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône beginnen bei Vienne im Norden. Hier liegen die kleineren Anbaugebiete Cote Rotie und Condrieu. Weiter südlich an der Mündung zur Isère befinden sich die bekannten Weinanbaugebiete der Hermitage. Bei Valence erstrecken sich die Gebiete von Cornas und Saint-Péray. Rund um Montélimar gibt es keine nennenswerten Weingegenden. Die größten und bekanntesten Anbaugebiete der Côtes du Rhône-Weine findet man nordöstlich von Orange und nordwestlich von Avignon.

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die schlichten Côtes du Rhône-Weine
Millionen Hektoliter der jährlich produzierten Côtes du Rhône-Weine sind schlichte Weine. Wir finden sie in den heimischen Discountern und Supermärkten zu einem günstigen Preis. Diese Weine sind trocken im Geschmack. Es handelt sich hierbei um einen Verschnitt der nördlichen und der südlichen Weinregionen. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei diesen Weinen um Weine mit niedriger Qualität handelt. Die einfachen Weine der Côtes du Rhône haben einen sehr guten Geschmack und gelten in Frankreich als akzeptable Tafelweine.

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die Qualitätsweine der Côtes du Rhône
Die Reben der Qualitätsweine der Côtes du Rhône gedeihen im Vaucluse und im Gard. Diese Weine sind stark im Aroma und werden als Weine der Region Côtes du Rhône Villages vertrieben. Ihr könnt die Weine überall vor Ort kaufen. Achtet aber auf den Jahrgang. Die zwei und drei Jahre alten Weine sind wesentlich besser im Geschmack. Der ist dann würziger und mitunter von einer feinen Schärfe. Neben den Rotweinen sind auch die Roséweine dieser Region erstklassig und preiswert. Die Rebsorte Gamay sind besonders fruchtig und die Weine von Cinsault gelten es leicht und feinwürzig im Geschmack.

Bewertung KLM

KLM gehört für mich zu den besten Fluggesellschaften der Welt. Der Service erstklassig, die Preise durchschnittlich und für eine Linienfluggesellschaft eher niedrig, das Personal freundlich und in Sachen Sitzabstand und Beinfreiheit empfehlenswert.

Wohlfühlen an Bord von KLM © Carina Tietz

Wohlfühlen an Bord von KLM © Carina Tietz





Economy Class, Economy Comfort, Europe Business Class bei KLM
Die Beinfreiheit liegt in der Economy Class bei 76 bis 79 cm und in der Economy Komfort bei 84 cm. In der Europe Business Class gilt meist eine Beinfreiheit von 84 cm. Alleine vom Sitzabstand und der Beinfreiheit gibt es bei innereuropäischen Flügen zwischen der Economy Comfort, Europe Business Class kaum einen Unterschied. Lediglich der bleibt der mittlere Sitz in der Europe Business Class frei. Für die Europäischen Flüge mit KLM würde ich immer einen Platz in der Economy Comfort Class vorziehen. Die Sitze der Economy Comfort Class befinden sich gleich hinter den Sitzen der Europe Business Class. Es gibt eine Mahlzeit und Getränke. Das Preisleistungsverhältnis stimmt. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass die Europe Business Class während des Fluges durch einen Vorhang von den übrigen Klassen getrennt wird.

 KLM am Flughafen Amsterdam Schiphol © Carina Tietz

KLM am Flughafen Amsterdam Schiphol © Carina Tietz





Freundlichkeit und Service bei KLM
In Sachen Freundlichkeit und Service punktet KLM auf der ganzen Linie. Die Abfertigung in Amsterdam geht schnell und zügig. Im gesamten Bodenbereich der KLM stehen freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter zur Verfügung. Der Check-in geht schnell und lange Schlangen habe ich in Amsterdam noch nie erlebt. Bildet sich doch eine Schlange, dann wird zügig ein weiterer Schalter geöffnet. Im Vergleich zu anderen großen Liniengesellschaft wirklich vorbildlich! Auch beim Betreten des Flugzeuges dominiert der freundliche Service. Ich habe selten erlebt, dass Flugbegleiter beim Verstauen des Gepäcks behilflich waren. Aber auch sonst würde ich beim Service die volle Punktzahl vergeben. Immer ein offenes Ohr für die Passagiere, gelassen und witzig im Umgang mit Kindern und die Verpflegung sehr gut.

 KLM: Verpflegung in der Economy Comfort © Carina Tietz

KLM: Verpflegung in der Economy Comfort © Carina Tietz





Sicherheit bei KLM
Bis auf das schwere Unglück 1977 auf Teneriffa sind mir keine größeren Vorfälle mit KLM-Flugzeugen bekannt. Für mich spielt beim Fliegen die Sicherheit eine sehr große Rolle. Die mache ich nicht alleine von Statistiken abhängig, sondern auch vom eigenen Empfinden. Wenn ich bei KLM ein Flugzeug betrete, dann fühle ich mich gleich in guten Händen. Das mag vielleicht banal klingen, aber an Bord der KLM fühle ich mich wohl. Selbst bei turbulenten Flügen habe ich hier volles Vertrauen in die Crew.

 KLM: Amsterdam Schiphol : Ready for take off  © Carina Tietz

KLM: Amsterdam Schiphol : Ready for take off © Carina Tietz


Fazit Bewertung KLM
KLM gehört zu meinen Lieblingsairlines. Das gilt sowohl für die Kurzstrecke, als auch für die Langstrecke. Ich würde KLM in jedem Fall weiter empfehlen,



Marco Polo Bornholm

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Die Camargue, ein kleines Paradies im Süden Frankreichs

Für mich gehört die Camargue noch immer zu den schönsten Landstrichen Frankreichs. Die Seen und Sumpfgebiete sind Naturparadiese und die Heimat zahlreicher Vogelarten, wie zum Beispiel Flamingos. Schön anzusehen sind auch die Herden kleiner schwarzer Rinder, die typisch für die Camargue sind. Aber auch sonst hat die Camargue so einiges zu bieten.



Die Camargue geographisch
Die Grenzen der Camargue lassen sich nicht exakt bestimmen. Nicht selten wird auch die „Petite Camargue“ zu dem Gebiet der eigentlichen Camargue gezählt. Die „Petite Camargue“ hat ähnliche landschaftliche Strukturen. Streng geographisch gesehen, ist sie aber nur ein Anhängsel der eigentlichen Camargue. Die „Petite Camargue“ hat nur eine Größe von knapp 100 Quadratkilometern. Die Camargue ist dagegen über 700 Quadratkilometer groß. Eingegrenzt wird die Camargue von der Petit Rhone, Grand Rhone und der Mittelmeerküste. Damit liegt sie mitten im Rhone-Delta. Die „Petite Camargue“ beginnt östlich der eigentlichen Camargue und erstreckt sich bis zum Canal Rhone-Sète.

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Die frühere Camargue
Die Camargue ist bekannt für ihr weites und flaches Land. Kaum einer weiß, dass die Camargue früher einmal stark bewaldet und der grüne Teil Südfrankreichs war. Die Phönizier liebten das Waldland und siedelten sich hier an. Doch dann kamen die Römer. Als sie Frankreich eroberten, hatten sie ihre Spuren in Italien bereits hinterlassen und dort ganze Landstriche entwaldet. Sie benötigten immer mehr Holz zum Bauen Ihrer Schiffe. Die Camargue war genau das Land, nachdem sie immer gesucht hatten. Es gab nämlich nicht nur genügend Holz, sondern die Camargue lag auch strategisch optimal. Mit dem Mittelmeer vor der Türe konnten sie ihre Schiffe schnell zu Wasser lassen und wieder neue Gebiete erobern.

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Von der nassen zur trockenen Camargue
Bis in die 1940er Jahre war die Camargue feucht und salzig. Doch dann begann man mit der Verlegung von Drainagen und schuf Entsalzungsanlagen. Es entstanden viele trockene Gebiete, die auch heute noch, allerdings mit modernerer Technik, trocken gehalten werden. Die trockengelegten Gebiete eignen sich hervorragend zum Weinanbau. Heute kennen wir viele gute Weine, deren Trauben in den trockenen Gebieten der Camargue reifen. In den nassen Gebieten wird überwiegend Reis angebaut. Der südliche Teil der Camargue wird landschaftlich genutzt. Der Fund mehrerer Klostersiedlungen bewies, dass die Camargue schon im Mittelalter für landschaftliche Zwecke genutzt wurde.

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Provence: Fünf Jahrhunderte waren die Römer zu Gast

Wer die Provence besucht, kann sich den architektonischen Wunderwerken aus der Römerzeit kaum entziehen. Die prägt das Bild der Provence bis heute. Ohne die Römer wäre die Provence um viele kulturelle und historische Städte ärmer.



Die typisch römische Baukunst in der Provence
Die Römer hatten einen unverwechselbaren Baustil, der einem überall in der Provence begegnet. Im Kern war die römische Architektur sehr monumental. Allerdings heißt das nicht, dass man einfach so imposante Bauwerke schaffte. Ganz im Gegenteil! Schaut man mal auf die Städte, dann kann man sehr gut erkennen, dass immer nach einem einheitlichen Schema gebaut wurde. Bevor man überhaupt mit dem Bauen begann, widmete man sich einer exakten Planung. Noch heute verlaufen die viele Straßen in der Provence nach dem römischen Muster: Am Ende der rechtwinklig-kreuzenden Straßenachsen lagen immer wichtige Versammlungsorte, wie zum Beispiel Theater, Rennbahnen oder Tempel. Als Erkennungszeichen schufen die Römer vor dem eigentlichen Bau einer Stadt einen Triumphbogen.

Triumphbogen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Triumphbogen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Wasserversorgung und römische Brücken in der Provence
Egal, welche Stadt die Römer auch bauten, eine Wasserversorgung wurde immer sichergestellt. Dabei konstruierten und entwickelten sie meisterliche Bauwerke. Ihre technische Versiertheit war herausragend. Das wohl berühmteste Beispiel dafür ist sicherlich der Pont du Gard. Wer mit dem Auto oder Motorrad in der Provence unterwegs ist, wird immer wieder gigantische Brücken aus der Römerzeit passieren. Die Brücken sind so massiv und stabil gebaut wurden, dass man sie auch heute noch nutzen kann. Typisch römische Bauweisen lassen sich auch noch sehr gut in Arles, Nimes und Orange erkennen.

Römische Bauwerke in der Provence © Foto: Carina Tietz

Römische Bauwerke in der Provence © Foto: Carina Tietz

Römische Gräber in der Provence
Besucher der Provence stoßen im gesamten Gebiet auf Gräber und Grabstätten aus der Römerzeit. Viele von ihnen sind immer noch erstaunlich gut erhalten. So, als habe man sie für die Ewigkeit gebaut. Die Vielzahl der Gräber begründet sich auch dadurch, dass die christlichen Südfranzosen, die Bestattungsweise der Römer übernahmen. Das galt vor allem für die Bestattung von gutbetuchten und vornehmen Leuten aus dem Adel und der Oberschicht. Die Bestattung in den Sarkophagen war sehr aufwendig und bis 313 war sie nur den Römern vorbehalten. Erst das Edikt von Mailand erlaubte die Glaubensfreiheit. Mit der Glaubensfreiheit wurden auch andere Bestattungsarten zugelassen.

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Nottingham, die schönste Stadt in den Midlands

Für mich ist Nottingham die schönste Stadt in den Midlands. Sie unterscheidet sich bei Weitem von den typischen englischen Industriestädten. Zwar haben sich auch in Nottingham und Umgebung viele Fabriken und Industrieunternehmen angesiedelt, aber die Stadt hat ihren ursprünglichen Charme weitgehend erhalten.



Nottingham, die einst zerstörte Perle der Midlands
Wer einen Blick auf die Landkarte wirft, erkennt sehr schnell, dass Nottingham weitab der anderen großen Industriestädte liegt. Diese Tatsache hat wohl auch dazu beigetragen, dass sich Nottingham nur in gesundem Maß industriell entwickelt hat. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Nottingham weitgehend zerstört. In den 1950er und 1960er Jahren befand sich die Stadt am Trent in einem ständigen Aufbau. Ein Teil der zerstörten Häuser wurden wieder bewohnbar gemacht. Der andere Teil wurde vom Schutt entfernt und an gleicher Stelle wurden neue Häuser errichtet. Der Auf- und Umbau hielt in Nottingham auch Jahrzehnte später noch an. Architektonisch war man etwas freizügiger als andere englische Städte. Es entstanden einige architektonische Wunderwerke, die die einen als schlimme Bausünden bezeichnen und die anderen als moderne Architektur bejubeln.



Nottingham Castle und der Burgberg
Nottingham hat für Besucher so einiges zu bieten. Das Herzstück aller Sehenswürdigkeiten ist sicherlich Nottingham Castle und der Burgberg. Der ganze Felsen hat etwas Mystisches. Er wird von zahlreichen Gängen und vereinzelten Höhlen durchzogen. Ein Teil der Gänge kann bei einer Tour besichtigt werden. Die Burg wurde während der normannischen Eroberung im Jahre 1066 gebaut. Später war sie umkämpft und Teile wurde zu Zeiten der Bürgerkriege 1135-1154 und 1642 zerstört. 1831 brannten Arbeiter die Burg während eines Aufstandes nieder. 1870 wurde sie wieder aufgebaut. Heute ist in der Burg u.a. ein Museum untergebracht. Das ganze Jahr über finden interessante Ausstellungen statt.



Nottingham die Klöpplerstadt
Vor Jahrhunderten wurde in Nottingham fleißig geklöppelt. Die Spitzen aus Nottingham sind in der ganzen Welt bekannt. Noch heute werden sie in verschiedenen Unternehmen in Nottingham hergestellt. Die Stadt beheimatet ein Textilmuseum, das sich schwerpunktmäßig mit der Klöppelei befasst. Hin und wieder finden auch Ausstellungen und Veranstaltungen statt, die Besucher über die Spitzenherstellung informieren. Verkauft werden die exklusiven Spitzen überall in Nottingham. Wer sich dafür interessiert, sollte aber nur in ausgewählten Geschäften kaufen. Hin und wieder werden auch Billigwaren aus Asien als Nottinghamer Spitzen angeboten!

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Die North Midlands

England ist mehr als Cornwall und Kent. Wer einen Urlaub in England plant, der kommt an den North Midlands nicht vorbei. Die North Midlands bilden mit den South Midlands das Herzstück von England. Kaum eine andere Region Englands bietet solch eine kulturelle und geschichtliche Vielfalt. Aber auch in Sachen Natur haben die North Midlands eine Menge zu bieten.



Die North Midlands im Herzen Englands
Die North Midlands bilden gemeinsam mit den South Midlands das sogenannte Herzstück von England. Die gesamte Gegend ist auf ganz unterschiedliche Weise geprägt. Der Osten mit den Grafschaften Nottinghamshire und Lincolnshire ist ländlich und beschaulich. Inmitten einer einzigartigen Natur schlängelt sich der Trent durch das Land. Hier zeigt sich die typische Atmosphäre der Midlands. Die Mitte der Midlands könnte dagegen kontrastreicher nicht sein. Hier liegen mit Mansfield, Stoke-on-Trent und Derby kleine Städte, die industriell geprägt sind. Der Westen wirkt dagegen schon wieder viel ländlicher. An den Ufern von Dee und Severn liegen romantische Dörfer. Touristisch geprägt sind die Nord Midlands von Nottingham und Robin Hoods Sherwood Forest.

Die Heimat der Potters: Das Britannia-Stadion in Stoke-on-Trent© Foto: Carina Tietz

Die Heimat der Potters: Das Britannia-Stadion in Stoke-on-Trent© Foto: Carina Tietz


Der Nationalpark Peak District
Wer die North Midlands besucht, der sollte unbedingt auch dem Nationalpark Peak District einen Besuch abstatten. Der Nationalpark Peak District liegt im Norden von Derbyshire an der Grenze zu West Yorkshire, South Yorkshire und Greater Manchester. Er ist der meistbesuchte Nationalpark in Großbritannien. Besucher schätzen seine landschaftliche Vielfalt. Bergig ist der überall, aber gleich wirkt er dennoch nicht. Der Norden liebäugelt er ein wenig mit dem alpinen Flair. Hier wird er von Heidemooren durchzogen. Im Süden ist er dagegen von atemberaubenden Kalkschluchten geprägt. Aufgrund des Kalkes wird er südliche Teil des Nationalparks Peak District auch als White Peak bezeichnet. Die Felsen im Norden sind aus dunklem Grit. Daher trägt der nördliche Teil des Nationalparks Peak District auch den Beinamen Dark Peak. Beide Gebiete eignen sich hervorragend zum Wandern. Auch die Stadt Derby lockt mit vielen touristischen Angeboten.

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