Avignon: Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)

Du kommst an der Brückenruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon) einfach nicht vorbei. Sie gehört zu Avignon wie der Eiffelturm zu Paris. Da ragt Sie nun in die Rhone hinein und gibt Avignon seine weltbekannte Stadtsilhouette.

Pont Saint-Bénézet / Pont d'Avignon © Foto: Carina Tietz

Pont Saint-Bénézet / Pont d’Avignon © Foto: Carina Tietz


Pont Saint-Bénézet: Alles begann mit einen Lied
”Sur le pont d’Avignon, L’on y danse, l’on y danse, Sur le pont d’Avignon L’on y danse tous en rond” beginnt das weltbekannte Lied über die Brückenruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon). Die Franzosen bezweifeln, dass jemals einer auf dieser Brücke getanzt hat. Historiker gehen davon aus, dass das Tanzlied auf das Vergnügungsviertel der Stadt zurückzuführen ist, das sich ganz in der Nähe auf einer Rhone-Insel befand. Ebenso umstritten ist die Herkunft des Liedes. Obwohl es keine Belege dafür gibt, soll das Lied aus der Feder des Komponisten Pierre Certon stammen. Er soll es im 16. Jahrhundert unter dem Titel „Sous le Pont d’Avignon“ komponiert haben. Offiziell wird es jedoch Adolphe Adam zugeordnet. Der soll es für eine Oper umgeschrieben haben. Die heute bekannte Version ”Sur le pont d’Avignon“ stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Willkommen in Avignon© Foto: Carina Tietz

Willkommen in Avignon© Foto: Carina Tietz





Die Geschichte von Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)
Die Brücke Pont Saint-Bénézet wurde im 14. Jahrhundert gebaut, als die Päpste die Stadt regierten. Benannt ist sie nach Papst Benedikt. Sie trägt den provençalischen Namen des Papstes. Die Brücke wurde durch Hochwasser und Kriege mehrmals zerstört. 1668 wurde sie endgültig aufgegeben. Erhalten blieben vier Bögen und die zweistöckige Nikolauskapelle mit romanischem Unterteil und gotischem Oberteil. Als „Historisches Zentrum von Avignon“ gehört die Ruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon) gemeinsam mit der Kathedrale von Avignon zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am Pont Saint-Bénézet © Foto: Carina Tietz

Am Pont Saint-Bénézet © Foto: Carina Tietz





Tipps für den Besuch von Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)
Während der Ferienzeit ist Avignon hoffnungslos überlaufen. Aber auch in der Nebensaison reihen sich hier die Touristenbusse aneinander. Daher solltet Ihr die Brückenruine am Morgen und an einem Wochentag besuchen. Zwar sind dann auch schon die ersten Touristen am Rhone-Ufer unterwegs, aber die zieht es meistens zuerst in den Papstpalast. Sonntags ist von einem Besuch absolut abzuraten. Dann herrscht rund um die Ruine dichtes Gedränge und man kann das Flair überhaupt nicht genießen. Parkplätze in Avignon und Parkplätze an der Brückenruine Pont Saint-Bénézet sind schwer zu finden. Ihr solltet in jedem Fall außerhalb der Stadtmauer parken. Die Gassen sind so eng und verwinkelt, dass man mit einem größeren Auto auch gerne mal manövrierunfähig einfach zum Stehenbleiben gezwungen wird. Ein guter Parkplatz (Parking de la ligne) liegt am Rhone-Ufer Boulevard de la Ligne zwischen der Tiefgarageneinfahrt zum Mercure Hotel und dem Théâtre des Lucioles.



Weinreise Frankreich: Châteauneuf-du-Pape

Traumhafter Morgen in Avignon: Der Papstpalast erstrahlt in der Morgensonne, Menschen eilen umher, kaufen Baguettes und die Zeitung und stehen zum Smalltalk an den Straßenecken. Die Metropole hinter der Stadtmauer beginnt zu leben. Schnell einen Kaffee im Café „Tout va bien“, hier ist die Atmosphäre so richtig südfranzösisch. Heute zieht es mich raus aus Avignon in die päpstlichen Gärten, dort wo die Reben meines Lieblingsweines gedeihen.

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz






Von Avignon nach Châteauneuf-du-Pape
In Avignon ist immer irgendwo Stau. Ich bin seit zwei Wochen in der Gegend unterwegs und habe schnell gelernt. Bloß nicht hinter der Stadtmauer parken. Da kommt man in der Rush-Hour nicht mehr raus. Also habe ich meinen Wagen unten am Rhone-Ufer abgestellt. Hier reihen sich bereits die ersten Touristenbusse aneinander, die die Gäste zum Papstpalast bringen. Ich brauche fast eine Stunde für die knapp 15 Kilometer nach Châteauneuf-du-Pape. Es wird gehupt und wild gestikuliert. Eigentlich alles wie immer im französischen Verkehr. Ich lächele gelassen zurück.
Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz

Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz






Châteauneuf-du-Pape: Angekommen in den Papstgärten
Genau hier liegt ein weiteres Stück Frankreich, das mich seit eh und je fasziniert. Die Luft ist staubig und trocken, das Land ist weit. Um mich herum nur Weinreben, dazwischen ein paar Gebäude und Säulen aus der Römerzeit und dahinter das schroffe und bizarre Gebirge. Ich fahre an den Straßenrand, steige aus und atme tief ein und aus. Ich will das unbeschreibliche Gefühl mitnehmen. Ich setzte mich auf einen Findling und betrachte viele Minuten die Umgebung. Kein Wunder, dass die Päpste hier einmal ein Schloss bauten und Gärten anlegten.

Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz


Châteauneuf-du-Pape, mein Lieblingswein
In den ehemaligen päpstlichen Gärten, unterhalb der Schlossruine gedeihen die Reben des Châteauneuf-du-Pape. Es ist der Kiesboden, der die Reben so gut wachsen lässt. Doch auch die stetig warmen Sonnenstrahlen lassen die Trauben so schmackhaft werden und geben dem Châteauneuf-du-Pape seinen würzigen Geschmack. 13 verschiedene Rebsorten wachsen hier und können in allen Châteauneuf-du-Pape-Weinen enthalten sein. Der Châteauneuf-du-Pape hat einen höheren Alkoholgehalt, als die Weine aus dem Côtes du Rhône-Gebieten. Trotzdem sind sie erstaunlich mild im Geschmack .




Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Weinreise Frankreich : Côtes du Rhône

Von Lyon geht es über die Nationalstraße immer in Richtung Süden. Mal fließt die Rhone links und mal rechts der Straße entlang. Hier erstecken sich die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône. Doch was macht den Côtes du Rhône-Wein so einzigartig? Wie sind die Weine eingestuft? Wo liegen die Unterschiede?

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz





Das Weinanbaugebiet Côtes du Rhône
Die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône beginnen bei Vienne im Norden. Hier liegen die kleineren Anbaugebiete Cote Rotie und Condrieu. Weiter südlich an der Mündung zur Isère befinden sich die bekannten Weinanbaugebiete der Hermitage. Bei Valence erstrecken sich die Gebiete von Cornas und Saint-Péray. Rund um Montélimar gibt es keine nennenswerten Weingegenden. Die größten und bekanntesten Anbaugebiete der Côtes du Rhône-Weine findet man nordöstlich von Orange und nordwestlich von Avignon.

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die schlichten Côtes du Rhône-Weine
Millionen Hektoliter der jährlich produzierten Côtes du Rhône-Weine sind schlichte Weine. Wir finden sie in den heimischen Discountern und Supermärkten zu einem günstigen Preis. Diese Weine sind trocken im Geschmack. Es handelt sich hierbei um einen Verschnitt der nördlichen und der südlichen Weinregionen. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei diesen Weinen um Weine mit niedriger Qualität handelt. Die einfachen Weine der Côtes du Rhône haben einen sehr guten Geschmack und gelten in Frankreich als akzeptable Tafelweine.

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die Qualitätsweine der Côtes du Rhône
Die Reben der Qualitätsweine der Côtes du Rhône gedeihen im Vaucluse und im Gard. Diese Weine sind stark im Aroma und werden als Weine der Region Côtes du Rhône Villages vertrieben. Ihr könnt die Weine überall vor Ort kaufen. Achtet aber auf den Jahrgang. Die zwei und drei Jahre alten Weine sind wesentlich besser im Geschmack. Der ist dann würziger und mitunter von einer feinen Schärfe. Neben den Rotweinen sind auch die Roséweine dieser Region erstklassig und preiswert. Die Rebsorte Gamay sind besonders fruchtig und die Weine von Cinsault gelten es leicht und feinwürzig im Geschmack.

Weinreise kreuz und quer durch Frankreich

Ab sofort werde ich im Weinlexikon auch einzelne Weinregionen vorstellen, die ich natürlich alle schon bereist habe. Es geht los mit Frankreich, meinem Weinland Nummer 1. Begleitet mich durch meine mehrmonatige Reise kreuz und quer durch Frankreich. Dazu erfahrt Ihr auch weiterhin alles Wichtige zum Thema Wein und ich stelle ab sofort auch einzelne Weinsorten vor, die ich natürlich auch selber schon probiert habe.

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz






Frankreich: Das Land der Weine und Reben
Ich liebe Frankreich und die französischen Weine. Der Spruch „Leben wie Gott Frankreich“ kommt ja nicht von ungefähr und Wein ist nun mal das beliebteste alkoholische Getränk in Frankreich. Wein wird in Frankreich immer und überall getrunken. Wenn ich meine Familie in Frankreich besuche, gibt es natürlich zuerst ein Glas Champagner. Zum Essen werden verschiedene Rot- und Weißweine gereicht. Aber auch am Abend, wenn wir uns ein schönes Plätzen in den Lokalen von Dinard gesucht haben, genießen wir ein Glas Rotwein. Begleitet mich auf einer aufregenden Reise durch Frankreich.
Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz






Das sind meine Stationen in Frankreich:

• Nord Pas-de-Calais
• Picardie
• Seine-Maritime
• Savoie
• Bouches-du-Rhône
• Alpillen
• Haute-Loire
• Vaucluse
• Calvados
• Côtes-d’Armor
• Bretagne
• Normandie
• Somme
• Morbihan
• Jura
• Meurthe-et-Moselle
• Orne
• Alpes-de-Haute-Provence
• Vaucluse
• Aisne
• Camargue

Weinanbau in Frankreich
In allen Regionen südlich von Paris wird überall Wein angebaut. Edle Weine kommen aus Bordeaux und Burgund und die Weine der Provence überzeugen durch ihren starken Geschmack. Weine aus der Lothringer Gegend gelten als zarte Weine. Wobei in dieser Gegend der Weinanbau nach starkem Reblausbefall sehr zurückgegangen ist. Jura und Savoyen sind vielfältige Gebiete mit unterschiedlichen Rebsorten. Eines der besten Weinanbaugebiete der Welt ist Côtes du Rhône.

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz






Kulinarische Highlights in Frankreich
Neben den französischen Weinen werde ich Euch auch kulinarische Highlights vorstellen. Meeresfrüchte aus der Bretagne und Käse aus Brie stehen genauso auf dem Programm wie eine Bouillabaisse aus der Provence und Austern aus Marennes-Oléron. Ich nehme Euch mit in Restaurants, die man auf keiner Landkarte findet und zeige Euch urige Hotels und Ferienanlagen, die mit einem ausgezeichneten Preisleistungsverhältnis punkten. In diesem Sinne: “Vive la France”.

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Die Camargue, ein kleines Paradies im Süden Frankreichs

Für mich gehört die Camargue noch immer zu den schönsten Landstrichen Frankreichs. Die Seen und Sumpfgebiete sind Naturparadiese und die Heimat zahlreicher Vogelarten, wie zum Beispiel Flamingos. Schön anzusehen sind auch die Herden kleiner schwarzer Rinder, die typisch für die Camargue sind. Aber auch sonst hat die Camargue so einiges zu bieten.



Die Camargue geographisch
Die Grenzen der Camargue lassen sich nicht exakt bestimmen. Nicht selten wird auch die „Petite Camargue“ zu dem Gebiet der eigentlichen Camargue gezählt. Die „Petite Camargue“ hat ähnliche landschaftliche Strukturen. Streng geographisch gesehen, ist sie aber nur ein Anhängsel der eigentlichen Camargue. Die „Petite Camargue“ hat nur eine Größe von knapp 100 Quadratkilometern. Die Camargue ist dagegen über 700 Quadratkilometer groß. Eingegrenzt wird die Camargue von der Petit Rhone, Grand Rhone und der Mittelmeerküste. Damit liegt sie mitten im Rhone-Delta. Die „Petite Camargue“ beginnt östlich der eigentlichen Camargue und erstreckt sich bis zum Canal Rhone-Sète.

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Die frühere Camargue
Die Camargue ist bekannt für ihr weites und flaches Land. Kaum einer weiß, dass die Camargue früher einmal stark bewaldet und der grüne Teil Südfrankreichs war. Die Phönizier liebten das Waldland und siedelten sich hier an. Doch dann kamen die Römer. Als sie Frankreich eroberten, hatten sie ihre Spuren in Italien bereits hinterlassen und dort ganze Landstriche entwaldet. Sie benötigten immer mehr Holz zum Bauen Ihrer Schiffe. Die Camargue war genau das Land, nachdem sie immer gesucht hatten. Es gab nämlich nicht nur genügend Holz, sondern die Camargue lag auch strategisch optimal. Mit dem Mittelmeer vor der Türe konnten sie ihre Schiffe schnell zu Wasser lassen und wieder neue Gebiete erobern.

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Von der nassen zur trockenen Camargue
Bis in die 1940er Jahre war die Camargue feucht und salzig. Doch dann begann man mit der Verlegung von Drainagen und schuf Entsalzungsanlagen. Es entstanden viele trockene Gebiete, die auch heute noch, allerdings mit modernerer Technik, trocken gehalten werden. Die trockengelegten Gebiete eignen sich hervorragend zum Weinanbau. Heute kennen wir viele gute Weine, deren Trauben in den trockenen Gebieten der Camargue reifen. In den nassen Gebieten wird überwiegend Reis angebaut. Der südliche Teil der Camargue wird landschaftlich genutzt. Der Fund mehrerer Klostersiedlungen bewies, dass die Camargue schon im Mittelalter für landschaftliche Zwecke genutzt wurde.

Günstige Unterkünfte in der Camargue gibt es bei booking.com:


booking_de_4414 banners_de-05 Image Banner

Do you need an experienced and creative German content writer? Here is my offer:

Marseille La Castellane: Auf den Spuren von Zinédine Zidane

Ich bin auf den Spuren von Zinédine Zidane in Marseille unterwegs. Hier im Norden im Problemviertel La Castellane hat der Weltfußballer mit kaputten Schuhen auf dem Place de la Tartane seine ersten Bälle gekickt. Viele Kilometer unterhalb am Boulevard Michelet im Stade Vélodrome lief er am 12. Juni 1998 im Trikot der französischen Mannschaft auf und besiegte das Team von Südafrika mit 3:0. Kein anderer Fußballspieler hat mich so fasziniert!



Mit Zinédine auf dem Weg nach Marseille
Die Luft ist staubig auf der Nationalstraße, irgendwo in der Nähe von Salon-de-Provence. Am Himmel dreht die Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe ihre Runden und färbt den Himmel in den Farben der Tricolore. Mein Sohn ist von der Flugakrobatik so begeistert, dass ich am Straßenrand anhalten muss. Er springt aus dem Wagen hinaus, holt sein Smartphone aus der Hosentasche und beginnt zu fotografieren. Er steigt eine Anhöhe hinauf um die Flieger besser sehen zu können. Es vergehen Minuten. Die Flieger befinden sich noch immer auf ihrem Kurs. Sie sind schön anzusehen, aber ich will jetzt trotzdem weiterfahren. „Zinédine, komm jetzt“, rufe ich meinem Sohn zu. „Ja, einen Moment noch“, antwortet er und klettert langsam den Hügel hinunter. Ich habe heute den Namen Zinédine bestimmt schon zehnmal gerufen. Seit mehr als zehn Jahren rufe ich ihn täglich, doch heute tue ich es viel bewusster. Mein Sohn heißt Zinédine und er ist nach dem Weltfußballer Zinédine Zidane benannt. Den Fußballer, den ich seit vielen Jahren so verehre. Es war nicht immer leicht mit der Namensgebung. Doch mein Sohn ist sehr stolz darauf, dass er diesen Namen tragen darf. Heute will ich ihm zeigen, warum er Zinédine heißt und warum Zinédine Zidane mehr als nur ein Weltfußballer ist.

Marseille La Castellane: Zidane ist in einer trostlosen Gegend aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

Marseille La Castellane: Zidane ist in einer trostlosen Gegend aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

La Castellane im Norden von Marseille
Wir fahren weiter auf der Nationalstraße bis Rognac und dann auf die Autobahn A7. Der Étang de Berre leuchtet blau-türkis und die Wasseroberfläche spiegelt in der Sonne. Am Horizont können wir die Flugzeuge beobachten, die am nahgelegenen Flughafen Marignane starten. Kurz vor Les Adrechts verlassen wir die Autobahn. Die Gegend wird trister und sie ist geprägt von grauen Bauten an deren Fensterenden große Satellitenschüsseln angebracht sind. Am Straßenrand und in den Parkbuchten der unansehnlichen Betonklötze parken alte und demolierte Autos. La Castellane ist in keinem Stadtplan zu finden. Auch auf den Straßenschildern kann ich La Castellane nicht ausfindig machen. Doch das Navi lenkt mich in die Straße Chemin de Bernex. Hier hat Zinédine Zidane gewohnt. Mein Sohn schaut aufgeregt und mit großen Augen aus dem Seitenfenster des Wagens. Am Kreisverkehr stauen sich die Autos und ich muss abbremsen. Die Leute starren meinen Wagen an. Es ist ein Eyecatcher, tiefergelegt und mit verbreiterten Reifen. Ein Wagen von dem die meisten Leute in dieser Gegend nur träumen können. Ich habe das nicht bedacht und will nicht arrogant wirken.

Marseille La Castellane: Hier ist Zinédine Zidane aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

Marseille La Castellane: Hier ist Zinédine Zidane aufgewachsen © Foto: Carina Tietz

Marseille La Castellane: Hier ist Zinédine Zidane aufgewachsen
Wir erreichen die Straße Chemin de Bernex. Links und rechts befinden sich kleine Grünflächen, doch die können diese trostlose Gegend auch nicht aufwerten. Dazwischen stehen diese grauen Mehrfamilienhäuser, die hier allerdings nicht ganz so hoch sind. Am Anfang der Straße steht ein großes Hinweisschild mit der Aufschrift La Castellane. Auf Zinédine Zidane deutet nichts hin. Ich weiß nur den Straßennamen, die Hausnummer kenne ich nicht. An einem der Häuserparkplätze halte ich an, drehe die Scheibe herunter und spreche einen älteren Herrn an. Er schaut verstört auf das Nummernschild. „Aus Deutschland“, sagt er, noch bevor ich meine Frage stellen kann. Ich nicke freundlich und er kommt näher an den Wagen heran. Sein Pullover hat ein Loch und die Jogginghose, die er trägt ist dreckig. Er stützt sich auf einen Stock auf und hält sich mit der anderen Hand am geöffneten Wagenfenster fest. Seine Hände sind unsauber und seine Fingernägel ungepflegt. Spiegelt er die Gesellschaft von La Castellane wider? Er lächelt mich freundlich an. Ich sehe in sein Gesicht und erkenne, dass er arabischer Herkunft ist. Ich frage nach Zinédine Zidane. Er lächelt noch freundlicher und seine dunklen Augen glänzen. Er zeigt auf den mehrstöckigen Betonbau herüber. Wahrhaftig, ich stehe direkt vor dem Haus indem Zinédine Zidane seine Kindheit verbracht hat. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Das ist also die Gegend, die Dan Franck so eindrucksvoll beschrieben hat? Ich kenne die Erzählungen aus dem Buch genau und bin bewegt. Der Mann steht noch immer lächelnd am Auto. Ich schaue ihn wieder an und dann beginnt er zu erzählen: „Zinédine ist unser Junge und sein Fußball ist“, er hat Tränen in den Augen, drückt seine Finger zusammen, führt sie zum Mund und küsst sie. Ich frage ihn, ob er Zinédine Zidane persönlich kennt. Stumm nickt er und schließt verehrend seine Augen. Der deutsche Wagen hat Neugierige angezogen. Zwei Männer Mitte 20 nähren sich unserem Wagen. Sie begrüßen den älteren Mann und sehen mich mit finsterer Miene an. Sie sprechen arabisch miteinander. Ich kann nur das Wort Zidane verstehen. Der düstere Gesichtsausdruck verschwindet blitzartig. Freundlich lächeln sie mich an und begrüßen mich. „Zizou ist einer von uns. Hier gehört er hin, hier oben nach La Castellane! Wir sind kein Abschaum, wir sind Menschen!“ Seine Stimme wirkt fast laut und schreiend. Mein Sohn ist ausgestiegen und fotografiert mit seinem Smartphone. Die drei Männer lächeln ihn an. „Na, wie heißt Du denn?“, fragt der ältere Mann ihn. Mein Sohn sagt ganz nebenher: „Zinédine!“ Ungläubig sieht er meinen Sohn und dann mich an. Die beiden anderen Männer stehen da, als hätte sie der Blitz getroffen. Dann beginnt ein lautes Gerede. Alle durcheinander und wild gestikulierend! Ich steige aus dem Wagen aus. Der ältere Mann reicht mir die Hand und küsst mich auf die Wange. Dann flüstert er leise: „Merci!“. Die beiden Jungen fragen mich, warum ich ihn Zinédine genannt habe? Ich muss nicht lange überlegen: „Weil Zinédine Zidane für mich immer noch der beste Fußballer aller Zeiten ist. Weil es nie einen Fußballspieler gab, der so ein Ballgefühl hatte. Zinédine Zidane hat mit seinem Ball getanzt. So, als habe er Klebstoff unter seinen Schuhen gehabt. Es war nicht nur sein fußballerisches Können! Nein! Es ist auch seine Geschichte, die hier oben in La Castellane begann. Das Einwandererkind, das der Stolz aller Franzosen ist. Und noch was: Seine Bescheidenheit! Zinédine Zidane ist immer auf dem Teppich geblieben. Er hat nie vergessen, wo er herkam. Sein Heimat, die liegt hier, hier oben, im Norden von Marseille im Problemviertel von La Castellane.“ Ich habe selber Tränen in den Augen. Einer der jungen Männer kommt zu mir herüber und reicht mir die Hand. Der andere redet mit meinem Sohn, aber Zinédine versteht ihn nicht und lächelt nur. Ich steige in den Wagen zurück. Einer der Männer erklärt mir den Weg zum Place de la Tartane. Ich verabschiede mich. Die Männer winken unserem Wagen hinterher. „Hier möchte ich nicht wohnen. Hier liegt ja überall Müll! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Zinédine Zidane hier aufgewachsen ist!“
Mein Sohn ist nachdenklich. Wieder erzähle ich ihm die Lebensgeschichte des Weltfußballers. Er kennt sie, aber begreifen kann er sie nicht!



Place de la Tartane: Hier hat Zinédine Zidane seine ersten Bälle gekickt
Ich fahre die Straße Chemin de Bernex weiter entlang. Hinter den Betonblöcken liegt der Place de la Tartane. Ich kann ihn nicht mit dem Wagen erreichen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Meinen Wagen hier abstellen? In diesem Viertel? Ich bin nur wenige Meter gefahren und halte wieder am Straßenrand. Die beiden jungen Männer sind noch in Sichtweite. Ich steige aus und rufe sie zu mir heran. Sie eilen herüber und ich frage nach einem Parkplatz. Sie haben meine Bedenken gleich erkannt, obwohl ich gar nichts gesagt habe. Es ist eben La Castellane! Der eine lotst mich zu einer Häuserfront herüber. Hier parken drei alte Renaults und ein uralter Ford Taunus. Ich fahre in eine der Lücken hinein. Sie versprechen mir, dass sie auf den Wagen aufpassen und lehnen sich an den Kofferraum. Ich habe ein ungutes Gefühl, aber ich lasse mich davon nicht abhalten. Nicht jeder in La Castellane ist ein Verbrecher! Ich nehme meinen Sohn an die Hand und bitte ihn sein Smartphone in die Hosentasche zu packen. Dann gehen wir durch einen der Häuserblöcke hindurch. Hier liegt er nun der Place de la Tartane umgeben von trostlosen Betonklötzen. Kalt wirkt sein rötlicher Asphalt. Daran ändert auch die Pinie nichts, die ein kleines Blumenbeet schmückt. Blumen sucht man in dem Beet vergebens. Dort liegen Dosen und zerschlagene Flaschen. „Mach die Augen zu“, sage ich zu meinem Sohn. Er tut es. „Mit viel Phantasie hörst Du den Ball aufschlagen und oben aus dem Fenster ruft ein arabischer Mann den kleinen Zinédine Zidane vergeblich zum Abendbrot.“ So könnte es gewesen sein! „Hör auf und lass und zurückgehen, „fordert mein Sohn. Ja, wir sollten jetzt gehen, denn den Leuten ist bereits aufgefallen, dass wir hier nicht hingehören! Wieder passiere ich den Durchgang des Häuserblockes. Mein Sohn jammert: „Mann, jetzt habe ich gar kein Foto gemacht.“ Ich nehme ihn in den Arm: „Für bewegende Erinnerungen braucht man keine Fotos! Die manifestieren sich im Kopf“. Mein Sohn lächelt. Die beiden Männer lehnen immer noch an unserem Wagen und bewachen ihn wie einen mit Gold gefüllten Tresor. Ich bedanke mich und will mich verabschieden. Der eine reicht mir wieder die Hand. Der andere nimmt mich sogar in den Arm. Dann deutet er auf das Presseschild, das umgeknickt an der Frontscheibe liegt. „Bist Du von der Presse?“, fragt er. Ich nicke. „Dann schreibe bitte, dass wir hier in la Castellane freundliche Menschen sind! Bitte denke auch an uns und nicht nur an Zinédine Zidane“, er fleht schon fast. Ich nicke, lächele und reiche ihm noch einmal die Hand. Dann lenken sie mich aus der Parkbucht hinaus. Wir winken, ich hupe und biege wieder auf die große Straße ab, die hinunter nach Marseille führt. Jetzt wollen wir uns noch das Stade Vélodrome ansehen!

Obdachlose in Marseille: Ein Zelt auf der Straße © Foto: Carina Tietz

Obdachlose in Marseille: Ein Zelt auf der Straße © Foto: Carina Tietz




Les Baux de Provence, mystisch und doch faszinierend

Les Baux de Provence ist ohne Zweifel der merkwürdigste Ort der Provence. Er passt so gar nicht in das übliche Landschaftsbild dieser Gegend. Verlassen und fast schon unheimlich wirkt die Straße D27, die sich an steinigen Hügeln vorbei und durch schmale Kurven hinunter nach Le Mas des Vérans schlängelt.



Les Baux de Provence: Vom Tourismus geprägt und doch einsam und verlassen
Les Baux de Provence hat zwei Gesichter. Im Sommer ist das Stadtbild von Touristen geprägt. Dann drängeln sich am Fuße des Ortes Autos und Busse aus ganz Europa. Der Ort selber ist für Fahrzeuge gesperrt. Außerhalb der Saison kann man das Dorf ganz in Ruhe erkunden. Dann kommen nur wenige Besucher in den kleinen Ort am Rande der Alpilles. Überhaupt hat sich Les Baux de Provence in den letzten Jahren sehr verändert. Vor Jahrzehnten zählte Les Baux de Provence noch knapp 4000 Einwohner, heute leben nur noch etwa 400 Menschen in der Ortschaft. Viele Häuser aus dem Mittelalter stehen leer und sind verfallen. Deshalb trägt Les Baux de Provence auch den Beinnamen Ruinendorf.

Das Ruinendorf Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Das Ruinendorf Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Les Baux de Provence und König Balthasar
Les Baux de Provence war im Mittelalter umkämpft. Die Einwohner galten als hart und kämpferisch. Man nannte sie die Herren von Baux. Als Erkennungsmerkmal galt ihr Stammbaum, den sie selber auf König Balthasar (einer der drei heiligen Könige) zurückführten. Sie bezogen ihre Herkunft auf Bethlehem. So trug ihr Wappen auch einst den Stern von Bethlehem. Im 11. Jahrhundert gehörten zu Les Baux de Provence eine Vielzahl kleiner Ortschaften. Diese Tatsache machte die Herren von Baux zum mächtigsten Geschlecht der Provence.



Die Geschichte von Les Baux de Provence
Les Baux de Provence war einst heftig umkämpft. Schuld daran war die Heirat zwischen Raimond des Baux und einer Prinzessin aus der Provence. Von Eifersucht besessen kämpfte der Graf von Barcelona um die Prinzessin und es kam zu einem langen Krieg um Les Baux de Provence. Dieser Krieg setzte sich später auch unter den nachfolgenden Herrschern fort. Beendet wurde er erst, als die letzte Prinzessin von Baux starb. Dadurch ging Les Baux de Provence an die Grafschaft der Provence und 1481 zu Frankreich über. Doch die Bürger von Les Baux de Provence wehrten sich gegen die französische Zugehörigkeit. Die Franzosen kämpften unter der Herrschaft von König Ludwig XI. heftig um das Bergdorf mit der Folge, dass Les Baux de Provence von den Franzosen eingenommen und größtenteils zerstört wurde.

Spektakuläre Formationen in Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Spektakuläre Formationen in Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Tipps für den Besuch von Les Baux de Provence
Wer Les Baux de Provence in Ruhe entdecken will, der sollte den Ort im Frühjahr oder im Herbst besuchen. Auch am frühen Morgen und am späten Abend trifft man in Les Baux de Provence nur wenige Touristen an. Die Anreise ist am spektakulärsten über die D27 von nach Le Mas des Vérans bei Saint Remy de Provence. Das gesamte Gebiet lädt zu Wanderungen ein und bietet schöne Fotomotive. Den besten Blick auf Les Baux de Provence hat man vom Val d’Enfer. Es gibt einige Parkplätze am Fuße von Les Baux de Provence, doch die sind gerade in der Hauptsaison sehr begehrt. Alternativ kann man auch entlang der Zubringerstraße parken. Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die einzelnen Teile des Ortes. Nach den Anschlägen in Frankreich ist auch in Les Baux de Provence verstärkt Polizei anzutreffen, die vereinzelt Fahrzeug- und Personenkontrollen durchführen. Davon sollten sich Besucher nicht abschrecken lassen. Es dient nur der eigenen Sicherheit.

Günstige Unterkünfte in Les Baux de Provence gibt es bei booking.com



booking_de_4414 banners_de-05 Image Banner

Bewertung Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence

Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence punktet durch seine zentrale Lage und überzeugt mit einladenden Zimmern und einem umfangreichen Wellness-Angebot. Auch der Service und die Ausstattung der Zimmer können sich sehen lassen.



Lage: Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence
Das Hotel Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence liegt direkt am Stadtring (D99A), Boulevard Victor Hugo. Doch trotz der zentralen Lage ist vom Verkehrslärm im Hotel selber nichts zu spüren. Die berühmte Kirche St. Martin und der Grand Marché kann man in wenigen Minuten bequem zu Fuß erreichen. Am Boulevard Victor Hugo und gleich in unmittelbarer Nähe zum Hotel findet man viele kleine Geschäfte, urige Cafés und eine Vielzahl guter Restaurants. Das Hotel ist auch ein sehr guter Ausgangsort für Ausflüge. Les Baux de Provence und Avignon liegen nur wenige Autokilometer entfernt.

Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz


Ausstattung: Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence
Alle Zimmer sind modern und komfortabel eingerichtet. Der Stil nicht immer südfranzösisch, aber dafür sehr geschmackvoll und farblich aufeinander abgestimmt. Das Herzstück des Hotels ist der große Garten mit einem großen Außenpool. Rund um den Pool stehen Sonnenliegen und Sonnenschirme zur Verfügung. Der Garten ist parkähnlich angelegt und bietet einen traumhaften Blick auf die Ausläufer der Alpilles. In der Nähe des Hotels befindet sich noch ein Spa- und Wellnessbereich, der keine Wünsche offen lässt.



Bewertung Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence
Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence überzeugt mit einem hervorragenden Service und ist mit 4 Sternen ausgezeichnet. Es spricht somit überwiegend Gäste an, die viel Wert auf einen hohen und ansprechenden Komfort legen. Ein Standardzimmer kann man bereits ab 220,- € pro Nacht buchen. Für ein Zimmer mit Terrasse zahlt man pro Nacht knapp 350,- €. Eine Nacht in einer Suite beginnt bei 460,- € pro Nacht. Für Kinder gelten gesonderte Preise, wenn sie im Zimmer der Eltern übernachten. Die Kinderpreise sind vom Alter abhängig. Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence eignet sich ganz besonders für Gäste, die die Provence individuell entdecken möchten.

Günstige Angebote für dieses Hotel gibt es bei booking.com:


booking_de_4414 banners_de-05 Image Banner

Saint Remy de Provence: Idyll am Rande der Alpilles

Saint Remy gehört zu den schönsten Städten der Provence. Idyllisch liegt die Stadt am Fuße der Alpilles in der grünen und fruchtbaren Region Petit Crau. Das Herzstück der Stadt ist die Kirche St. Martin und der Marktplatz. Hier bieten Händler aus der gesamten Region jeden Mittwoch ihre Waren an. Auch die vielen Straßencafés rund um den Stadtring laden zum Verweilen ein.



Saint Remy de Provence: Das Herzstück ist die Kirche St. Martin
Egal von welcher Seite man in die Stadt hineinfährt, die Kirche St. Martin fällt Besuchern gleich ins Auge. Die Frontfassade mit den vielen Säulen erinnern aber eher an ein amerikanisches Parlamentsgebäude, als an eine Kirche. Sie sind so bestimmend, dass man den eigentlichen Kirchturm erst nach genauem Betrachten wahrnimmt. Die Kirche stammt aus dem vorletzten Jahrhundert. Der Glockenturm wurde aber schon im 14. Jahrhundert gebaut. Die Kirche kann auch von innen besichtigt werden.

Die Kirche St. Martin in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Die Kirche St. Martin in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Viele kleine Läden in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Viele kleine Läden in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Ein Spaziergang durch Saint Remy de Provence
Saint Remy de Provence kann man am besten zu Fuß erkunden. Parkplätze findet man am Grand Marché an der Rue Lafayette. Mittwochs ist der Platz für Fahrzeuge gesperrt, weil hier der Wochenmarkt stattfindet. Vom Marktplatz aus geht man über die Rue Jaume Roux in das Zentrum der Stadt und folgt der Rue Isidore Gilles. Hier liegen zahlreiche Straßencafés, Souvenirläden und Restaurants. Über die Rue Carnot und die Rue Expilly kommt man zur Kirche St. Martin zurück. In der Nähe der Kirche findet oftmals im Jahr eine kleine Kirmes statt. Es gibt einige Karussells und eine Eis-und Pizzabude.




Cafés in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Cafés in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz


Saint Remy de Provence, ein Ort der Reichen und Schönen
Früher war Saint Remy de Provence ein ruhiger und beschaulicher Ort, der vom wahren südfranzösischen Lebensstil geprägt war. Zwar verweilen die Menschen auch heute noch in den Brasserien und spielen Boule, aber dennoch hat sich die Stadt verändert. Es war Caroline von Monaco, die zuerst vor den Fotografen und vor dem Trubel an der Côte d’Azur hierher floh. Doch auch hier wurde sie von Klatschreportern und Pressefotografen entdeckt. Das hat zur Folge, dass der Ort bald in aller Munde war. Auch andere Prominente, wie zum Beispiel der der Schauspieler John Malkovich siedelten nach Saint Remy um. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass man in Saint Remy einen Prominenten trifft. Trotzdem lassen die Einheimischen die Touristen gerne in dem Glauben. Mag sein, dass auch der gesamte Prominenten-Trubel dazu beigetragen hat, dass die Preise in den Cafés und Restaurant sehr hoch sind. Wer in Saint Remy einen Kaffee trinken oder ein Eis essen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Für eine Tasse Kaffee zahlt man in manchen Cafés über vier Euro und eine kleine Eiskugel ist nicht unter zwei Euro zu bekommen.
Günstige Unterkünfte findet man bei booking.com:


booking_de_4414 banners_de-05 Image Banner

Eine Tankstelle direkt am Haus in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Eine Tankstelle direkt am Haus in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Lambesc an der Hügelkette Chaîne des Côtes

Lambesc hat knapp 9500 Einwohner und liegt etwa 20 Kilometer von Aix-en-Provence entfernt. Der einst sehr beschauliche Ort ist heute ein beliebter Anziehungsort für Urlauber. Die Stadt erlebte in den letzten Jahren einen richtigen Boom. Vor 20 Jahren lebten nur 3500 Einwohner in Lambesc. Nur am Rande des Ortes lagen zwischen duftenden Lavendelfeldern ein paar einsame Ferienhäuser. Heute ist Lambesc ein beliebter Ferienort.




Lambesc in der Entwicklung
Als ich vor über 20 Jahren zum ersten Mal einen Urlaub in Lambesc verbrachte, war der der Ort noch beschaulich und ruhig. Es gab in der gesamten Umgebung nur 30 Gästebetten und keinerlei Aktivitäten für Touristen. Das Leben spielte sich nur um den Marktplatz herum ab. Die kleine Bar gibt es heute noch, aber leider wird dort keine Bouillabaisse mehr serviert. Angesiedelt wurde die Stadt am Fuß der Chaîne des Côtes um einen Kirchenhügel herum. Der Verlauf ist noch immer erkennbar, denn der Kirchplatz ist konzentrisch von Boulevards umgeben.

Willkommen in Lambesc in der Provence © Foto: Carina Tietz

Willkommen in Lambesc in der Provence © Foto: Carina Tietz

Spaziergang durch Lambesc
Lambesc lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Parkplätze findet man am Boulevard de la République in der Nähe der Post. Das Zentrum und die Kirche Eglise Notre-Dame de l’Assomption sind in wenigen Minuten erreichbar. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert, allerdings wurde der Glockenturm bereits im 14. Jahrhundert errichtet. Der Helm des Turmes wurde bei einem Erdbeben im Jahre 1909 zerstört. Im gesamten Stadtgebiet stehen viele sehenswerte Brunnen und Waschhäuser. Auch viele Stadthäuser und Stadtpaläste aus dem 17. und 18. Jahrhundert prägen das Stadtbild.

Die Kirche Notre-Dame de l’Assomption in Lambesc © Foto: Carina Tietz

Die Kirche Notre-Dame de l’Assomption in Lambesc © Foto: Carina Tietz


Die Umgebung von Lambesc
Die Umgebung von Lambesc lädt zu Spaziergängen und Wandertouren ein. Die Hügelkette Chaîne des Côtes bietet üppig Grünflächen und duftende Lavendelfelder, die durch massives Felsgestein unterbrochen sind. Besonders im Frühling lockt die Region mit blühenden Feldern und Bäumen. In der gesamten Region befinden sich zahlreiche Weingüter (z.B. Domain de Janet), die auch Weinproben, Führungen und Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Günstige Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Lambesc findet man bei hier booking.com:



booking_de_4414 banners_de-05 Image Banner

1 2