Wein-Urlaub wird immer beliebter

Reisen, die sich mit Thema Wein beschäftigen werden immer beliebter. Weltweit bieten Reiseunternehmen Wein-Urlaub und folgen damit einem neuen Trend. Der Weinkenner will gerade im Urlaub nicht auf sein Lieblingsgetränk verzichten. Zudem möchte er sich über den Wein und seine Herstellung informieren.

Wein-Urlaub in Deutschland
Deutschland bietet eine Vielzahl an Weinreisen an. Diese können über Reiseunternehmen pauschal gebucht oder ganz individuell nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden. Die Deutsche Weinstraße eignet sich hervorragend für lange Radtouren. Einige Radwege führen direkt durch die Rebenhänge und bieten ein eindrucksvolles Panorama. Die bekannten Weinorte an der Mosel, wie zum Beispiel Cochem oder Boppard locken auch viele Tagestouristen an. Vereine oder Firmen kommen zu einer Weinprobe. Sie genießen regionale Speisen und verköstigen edle Weine.



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Die Hotels entlang der Weinflüsse Mosel, Saar, Ruwer, Ahr und Rhein sind auf Weinliebhaber eingestellt. In Zusammenarbeit mit den lokalen Touristikeinrichtungen und Touristikvereinen bieten sie interessante Programme an. Es gibt zum Beispiel Führungen durch die Kellereien oder Wanderungen durch die Weinberge. Die meisten Angebote werden von erfahrenen Lektoren und Reiseführern unterstützt, die mit dem Thema Wein bestens vertraut sind. Kleine regionale Touristikunternehmen bieten zudem Kurzreisen mit dem Bus an. Dabei verbringen die Urlauber ein unvergessliches Wochenende inmitten der schönsten Weinstädte Deutschlands. Neben über Übernachtung und Vollverpflegung wird das Angebot durch Weinproben und Kellereibesichtigungen abgerundet. Die Ahr ist bekannt für ihre sommerlichen Weinfeste. Dann strömen Gäste aus ganz Deutschland nach Ahrweiler, Bad Neuenahr, Altenahr und Mayschoß. In den Restaurants und Weinstuben vor Ort werden Weine aus der Region feierlich präsentiert. Die Hotels bieten günstige Übernachtungspauschalen an und punkten mit vielen Aufmerksamkeiten.




Wein-Urlaub auch für Erholungssuchende
Auch Urlauber, die Ruhe suchen sind in den deutschen Weinanbaugebieten sehr gut aufgehoben. Gerade in den Wintermonaten wird es im Rheingau und an der Weinstraße etwas ruhiger. Dann kommen die wahren Weinkenner und lassen sich kulinarisch verwöhnen. Es gibt besonderen Weinproben mit Krimigeschichten oder ausführlichen Informationen und Vorträgen über Weinverarbeitung. Ein echtes Highlight sind auch die Weihnachtsmärkte. Hier kann man sich mit vorzüglichen Tropfen für das Fest eindecken.



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Wein-Urlaub direkt beim Winzer
Auch immer mehr Winzer sind im Touristikgeschäft tätig. Sie haben sich dort ein zweites Standbein geschaffen. Viele schätzen auch die harmonierende Kombination zwischen Wein und Urlaub. Einige Winzerbetriebe und Kellereien haben sich zu Weinhotels entwickelt. Der Urlauber kommt direkt auf das Weingut und kann alle Prozesse rund um die Weinherstellung hautnah erleben. Eine umfangreiche Weinprobe im Ambiente des Weinkellers ist inbegriffen. Zum Teil können Gäste auch die Lese begleiten. Innerhalb einer Fragestunde gibt der Winzer detaillierte Informationen rund um den Wein. Die Angebote der Winzer, Weingute und Kellereien richten sich an ein breites Publikum. Selbst Familien mit Kindern verbringen hier ihren Urlaub. Während die Eltern die Weinprobe genießen, wird der Nachwuchs rund um betreut.

Selbst Wein und Wellness wird heute mit einander verknüpft. Am Tag lässt man sich mit Massagen und bei Saunabesuchen verwöhnen und am Abend genießt man eine Vielzahl von Weinen. Diese werden mit kulinarischen Köstlichkeiten serviert.




Wein-Urlaub in der Toskana
Neben Deutschland spiele auch andere europäische Ländern bei der Kombination aus Weinanbau und Urlaub eine große Rolle. In Italien bieten Weinbauern schon seit vielen Jahren Zimmer zum Übernachten an. Dabei darf der Urlauber dem Weinbauer dann über die Schulter schauen und kann sich zum Thema Wein informieren. Auch Führungen durch die Weinregionen und Weinverköstigungen stehen auf dem Programm. In der Toskana werden auch Ferienhäuser innerhalb der Weinanbaugebiete vermietet. Hier können Weininteressenten ganz in Ruhe Urlaub machen und den einmaligen Blick auf die Hügel genießen. Sie sind umgeben von Rebstöcken und diese bietet gerade im Sommer einen herrlichen Duft. Edel Weine aus den angrenzenden Weingütern werden dann exklusiv geliefert. Oft handelt es hierbei um einzigartige Weine, die erst gar nicht in den Handel kommen, sondern nur für die Urlauber gekeltert werden.

Wein-Urlaub direkt beim Winzer © Foto: Carina Tietz

Wein-Urlaub direkt beim Winzer © Foto: Carina Tietz

Wein-Urlaub in Frankreich
In Frankreich zieht es Weinkenner nach Burgund und in die Provence. Die Provence ist bekannt für zahlreiche Familienkellereien. Diese öffnen für Touristen sehr gerne ihre Türen. Weine, die hier präsentiert werden sind sehr exklusiv. Oft werden nur wenige Flaschen hergestellt. Übernachten können die Weinkenner direkt auf dem Weingut oder in Ferienhäusern. Diese liegen zum Teil abgelegen inmitten von Weinreben und Lavendelfeldern. Die Häuser sind einfach und komfortabel ausgestattet. In Richtung der Touristengebiete findet man auch Unterkünfte mit luxuriöser Ausstattung und Pool. Für Gäste finden mehrere Weinproben statt. Täglich wird frischer Landwein geliefert. Der kommt in nicht handelsüblichen Flaschen und Kisten. Dafür hat er aber einen ganz eigenen Geschmack, der jeden Weinkenner gleich verzückt. Burgund gehört zu den bekanntesten Weingebieten Frankreichs. Der Urlauber merkt gleich, dass sich hier alles um den Wein dreht. Überall gedeihen die Reben. Die Stille in den Weinhängen ist einzigartig. Sie wird nur unterbrochen durch die rege Betriebsamkeit an den Weingütern. Hier stehen schwere Stühle und Tisch aus Waschbeton oder Vollholz. Touristen probieren die feinen und fruchtigen Weine.



Wein-Urlaub in Südafrika, Neuseeland und Australien
Mit den steigenden Zahlen der Fernreisen ist auch die Bekanntheit der weltweiten Weinregionen deutlich angestiegen. Weinkenner zieht es nach Kalifornien, Südafrika, Neuseeland, Australien und selbst nach Ägypten. Rund um Adelaide liegen viele australische Weinanbaugebiete. Das heiß feuchte Klima steht für Spitzenweine. Die Güter bieten Übernachtungspauschalen an. Neben Spitzenweinen lockt Südafrika mit einer reizvollen Landschaft. Das ist eine gute Kombination, um einen unvergesslichen Urlaub zu erleben. Die Weinrouten führen von Kapstadt nach Klein-Karoo und Klawer. Hier sind viele Individualreisende mit dem Wohnmobil unterwegs. Wer einen dicken Geldbeutel besitzt, kann in den luxuriösen Weinhotels nächtigen.

Wein-Urlaub in Süd-Frankreich © Foto: Carina Tietz

Wein-Urlaub in Süd-Frankreich © Foto: Carina Tietz

Weinanbau in islamischen Ländern
Das gab es schon um 3000 vor Christus. Zur Zeit des Alten Reiches wurde schon in Ägypten Wein hergestellt. Zwischenzeitlich wurde die Weinherstellung wieder eingestellt. Erst 1903 erfand man den Wein der Pharaonen und baute wieder Reben an. Rund um Alexandria liegen Rebflächen. Urlauber können Wein und Historisches in Alexandria miteinander verbinden. Wahre Weinfreunde zieht es aber zu den ägyptischen Kleinbauern. Sie bauen rund um Alexandria europäische Reben an. Der Geschmack ist unterschiedlich. Die Gäste übernachten zwar in einfachen Häusern, aber dafür genießen sie erlesene Weine mit einem einzigartigen Geschmack.

Wein-Urlaub am schönen Rhein © Foto: Carina Tietz

Wein-Urlaub am schönen Rhein © Foto: Carina Tietz

Wein-Urlaub in den USA
Weinurlauber in den USA stoßen auf ganz unterschiedliche Regionen. Ruhig und abgelegen ist die Gegend um Sonoma County. Hier übernachten Urlauber in Holzhütten, die inmitten von knorrigen und alten Rebstöcken stehen. Die Gäste sind herzlich willkommen, aber die Gastgeber sind zurückhaltend. Urlauber erhalten hier nur sehr selten Einblicke in die Herstellung. Offener geht es im Napa Valley zu. Hier gehören Weinexperten aus aller Welt zum alltäglichen Geschehen dazu. Ganze Busse rollen durch die Weinanbaugebiete und die spätere Weinverköstigung ist ein großes Spektakel. Einige Touristikunternehmen bieten spezielle Rundreisen für Weinfreunde an. Diese führen von Oregon hinunter bis zum Golf von Kalifornien oder von Maine bis Missouri.



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Weinlexikon: Die Weinlese und die Beaujolais-Herstellung

Neue Techniken bei der Weinlese
Ingenieure arbeiten an neuen Entwicklungen. Momentan kommen die Erntegeräte nur an flachen Weinfeldern zum Einsatz. Zudem müssen die Zeilenabstände weit genug sein. Daraus resultiert ein Wärmeverlust der Reben. Auch die Flächen können nicht optimal genutzt werden. Die Erträge sinken. Winzer müssen daher gut kalkulieren. In vielen Fällen lohnt sich der Einsatz von Erntemaschinen gar nicht. In Hanglagen erfolgt immer eine Lese per Hand. Bisher hat man noch keine mechanischen Lösungen gefunden.



Kleiner Winzer und Winzergenossenschaften
Die vollen Körbe werden auf Anhänger und Wagen entleert und dann in die Kelterhäuser gebracht. Ab jetzt ist der Winzer alleine dafür verantwortlich, ob aus der Lese auch ein guter Wein wird. Schon bei der Lese werden die Früchte nach Sorte getrennt. Ein Kleinwinzer hat meist nur einige Weinpressen zur Verfügung. Winzergenossenschaften stellen dagegen in großen, industriellen Anlagen Weine her. Weiterlesen

Weinlexikon: Das Ernten der Spätlese und die Edelfäule

Das Ernten von Spätlesen ist generell nur mit bestimmten Sorten möglich. Diese müssen sich mit wachsender Reife nach und nach vollenden. Eine typische Spätlese ist der Riesling. Spätlesen gibt es generell nur in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz, in Rumänien und in Teilen des Elsasses.




Spätlesen haben zudem mit den Tücken des Herbstes zu kämpfen. Daher ist die Wahl des Lesetermins eine echte Herausforderung. Reife Trauben sind anfällig für Befall von Schimmelpilzen. Das gilt gerade bei einem warmen und feuchten Herbstwetter. Werden die Trauben von Schimmelpilzen befallen, entsteht die gefürchtete Edelfäule. Dabei wird die Haut der Traube förmlich durchlöchert. Das Wasser verdunstet erst in der Frucht und ernährt sich von den Inhaltsstoffen des Fruchtfleisches. Es macht sich ein Pilz breit, der mehr Säure als Zucker verzehrt. Die Lese wird süßer. Viele Weinkenner schätzen Weine mit Edelfäule-Bukett. Weiterlesen

Weinlexikon: Die Weinernte

Der Kampf gegen das Wetter
Eine erfolgreiche Ernte ist von vielen Kriterien abhängig. Selbst wenn alle Kriterien seitens des Winzers beachtet wurden, hat am Ende doch die Natur das letzte Wort. Der Klimawandel hat den Winzer in jüngster Zeit immer häufiger in Schwierigkeiten gebracht. Nicht selten wurden Teile der Ernte vernichtet oder der Ertrag war verschwindend gering. Schuld daran waren lang andauernde Hitzewellen oder extreme Starkregengebiete, die sich Form von Unwettern entluden. Auch in Zukunft werden sich die Winzer mit der Wetterproblematik auseinandersetzen müssen.




Alle namhaften Winzer stellen die Qualität vor der Quantität der Ernte. So ist der Rebschnitt im Vorfrühling und im Spätwinter für eine gute Ernte unerlässlich. Warme Sommer mit vereinzelten Regengebieten sind ein gutes Zeichen. So kann sich die Säure in der Traube bilden. Ein goldener Herbst vollendet den Ernte-Ertrag. Im Herbst reifen die Trauben vollständig aus und bilden, den für die Gärung so wichtigen, Fruchtzucker.




Die Weinernte: Nur erlaubt mit einer Genehmigung
Das ganze Jahr über ist der Winzer für seine Reben alleine verantwortlich. Bei der Ernte jedoch nicht. Selbst, wenn er seine Trauben für reif genug hält, darf er sie ohne Genehmigung nicht ernten. Ernte- und Lesetermine werden von den Behörden vorgegeben. Dazu wurde ein Leseausschuss ins Leben gerufen, der zu einer Anhörung geladen wird. Erst nach der Anhörung werden die Erntetermine bestimmt. Behördlich geknüpft ist der Weinanbau auch am sogenannten Herbstbann. Mit dem Herbstbann wird die Zeit zwischen Beginn der Traubenreife und dem letzten Tag der Lese bestimmt. In dieser Zeit dürfen die Weinberge nur mit einer behördlichen Genehmigung betreten werden. So sollen in erster Linie Manipulationen verhindert werden. Ab wann eine Lesegenehmigung erteilt wird, hängt vom Wetter und von den spät- oder frühreifenden Traubensorten ab. Will der Winzer zum Beispiel eine Spätlese erzeugen, wartet er mit der Ernte bis zum Spätlesetermin. Diese liegt immer nach der Hauptlese.




Der Weinanbau: Hanglage und Böden

Der Weinanbau
Der Mensch kann den Weinbau zwar beeinflussen, aber am Ende entscheidet doch die Natur. Nur sie alleine kann der Rebe eine optimale Bedingung bieten. Wärme ist die beste Voraussetzung für eine gute Traube. Auch eine gewisse Luftfeuchtigkeit muss vorhanden sein. Extreme Hitze oder Dauerregen können den Reben aber erheblich Schaden. So spielt also die Wahl des Standortes eine entscheidende Rolle. Der Mensch sehnt sich, genau wie die Rebe, nach Sonne. Das ist auch ein Grund dafür, dass es uns mindestens einmal im Jahr in den Süden zieht. Gerade dort ist der Wein ein Nationalgetränk. Blickt man auf die Geschichte des Weines zurück, erkennt man deutlich, dass die Anbaugebiete über Jahrtausenden an denselben Orten zu finden sind.
Doch die Klimaveränderung hat sich auch auf den Weinanbau ausgewirkt. Selbst an Standorten, die über Jahrtausenden die besten Weine garantierten, gibt es heute manchmal schlechte Ernten. Das liegt an den extremem Wetterverhältnis, die auch in Europa verstärkt auftreten.




Auch der Boden wirkt sich auf das Gedeihen der Rebe aus. Die Rebe ist eine sogenannte dankbare Pflanze und wächst auf allen Böden. Allerdings gibt es Böden, die besonders gute Weine hervorbringen.
Sind die Reben reif für die Ernte, beginnt der nächste Prozess. Die Trauben werden geerntet und gekeltert. Ab jetzt greift der Kellermeister ein. Er vollendet, was die Natur auf den Weg gebracht hat. Jeder Schritt entscheidet darüber, ob der Geruch, der Geschmack und das Aussehen des Weines den Kunden am Ende zufrieden stellen. Nur, wenn alle Komponenten miteinander harmonieren, kommt auch ein erlesener Wein in die Flasche.

Die sonnige Hanglage
Weinreben mögen die Sonne. Der Fruchtzucker bildet den Hauptbestandteil für eine erfolgreiche Weingärung. Daher werden zur Weinherstellung süße Trauben gebraucht und diese gedeihen perfekt in sonnenreichen Hanglagen. Ein zweiter wichtiger Bestandteil ist die Fruchtsäure in der Traube. Diese bildet sich durch Abkühlung. Ein paar kühlere Tage sind daher ideal. Frost können Weinreben überhaupt nicht vertragen. Ideale Hänge liegen in Mittel- und Südeuropa. Der höchste Rebenhang in Europa befindet sich in Visperterminen in der Schweiz. Hier wachsen die Trauben in einer Höhe von 1200 Metern.

Es geht nichts über einen guten WeinFoto: © Carina Tietz

Es geht nichts über einen guten WeinFoto: © Carina Tietz

Weinanbau auch in kälteren Lagen
Grundsätzlich sollte der Hang geschützt liegen. Es dürfen keine kalten Winde wehen. Die Hanglagen im Norden kämpfen gegen ein Mischklima an. Der Winzer kann nicht wirklich vorhersagen, ob die Ernte gut wird. Doch im Laufe der Jahre haben die nordeuropäischen Winzer ihre eigenen Strategien entwickelt. Häufig wählen sie Hänge in unmittelbarer Nähe von Seen und Flüssen. Diese Gewässer sind ein idealer Wärmespeicher. Außerdem stehen sie für ein gleichmäßigeres Klima. Die Unterschiede zwischen den Tages- und Nacht-Temperaturen sind geringer. Solche Bedingungen finden Winzer zum Beispiel am Rhein oder an der Mosel vor.
Die Hänge müssen auch für die Bepflanzung geeignet sein. Der Winzer pflanzt die Reben dicht beieinander. Dadurch können sich die Pflanzen gegenseitig wärmen. Das bringt gerade im Frühjahr Vorteile, wenn es zum Beispiel plötzlichen Bodenfrost gibt.
Auch die Luftfeuchtigkeit muss stimmen, denn Reben ziehen zwischen 70 und 90 % Feuchtigkeit aus dem Boden. Der Rest kommt aus der Luft. So darf der Hang auch gerne im Nebel liegen oder viel nächtlichen Tau bilden. Das begünstigt gerade im Herbst das gute Gedeihen der Früchte.




Weinanbau: Auch auf den Boden kommt es an
Der Rebstock bezieht seine Nahrung aus dem Boden. Daher muss er tiefverwurzelt stehen. Kenner wissen, dass die richtige Mischung aus Mineralien und Gesteinen das Wachstum der Rebe ganz entscheidend beeinflussen können. Grundsätzlich ist die Rebe anspruchslos. Sie wächst eigentlich auf allen Böden. Allerdings zeigt sich die Auswirkung des Bodens erst in der Ernte. Nur gute Böden garantieren auch eine gute Ernte. Die Böden sollten steinig sein. Steinige Böden sind in der Regel warm und können die Wärme sehr gut speichern. Auch sandige Böden eignen sich noch gut, da sie sich sehr schnell erwärmen. Aber sie kühlen auch schnell wieder ab. Der Winzer weiß, welcher Boden für seinen Wein am ehesten geeignet ist. Ein edler Riesling bevorzugt zum Beispiel einen durchlässigen Boden aus Schiefer oder Urgestein. Der Silvaner dagegen wächst auf jeden Boden, der nicht ganz so trocken ist.

Die Wahl des Weines Foto: © Carina Tietz

Die Wahl des Weines Foto: © Carina Tietz

Weinanbau: Der Boden beeinflusst den Geschmack
Der Boden wirkt sich auf den Geschmack des Weines aus. Ihr werdet aber auf den Etiketten ganz bestimmt keine Informationen über den Boden finden. Das hat gute Gründe, denn der Nachweis ist kompliziert. Man benötigt neben exakt der gleichen Rebsorte und dem gleichen Jahrgang auch ein Lagenverzeichnis und geologische Karten. Zusammenfassend gilt, dass steinige Böden feinfruchtige Weine hervorrufen. Schwere Böden, zum Beispiel aus Lehm oder Löß stehen eher für blumige Weine. Leichte und spritzige Weine stamme auch von leichten Böden. Die Reben zur Champagnerherstellung kommen vorwiegend aus Kalkböden.
Auch in Deutschland geben die Böden Aufschluss über den Geschmack des Weines. Schwere und feurige Rotweine stammen beispielsweise von den Reben des Kaiserstuhles. Die Reben der pikanten und feinfruchtigen Weine kommen vom mineralreichen Schieferboden der Moselhänge.




Wissenswerte und Informationen zum Thema „Wein“

Schon seit Jahrhunderten gehört der Wein zu den edelsten und beliebtesten Getränken der Welt. Die Weinherstellung kann auf eine lange und historische Geschichte zurückgreifen. So wurde der erste Wein bereits im 6. Jahrtausend vor Christi gekeltert. Er hat kein Ursprungsland. Römer, Griechen und selbst Asiaten stellten Wein durch die Gärung von Trauben her. Dabei kam ihnen auch die anspruchslose Anpflanzung von Weinreben zu Gute. Ob die Reben gut gedeihen, hängt von ihrem Standort ab. Ein sonniger Standort garantiert auch fast immer eine gute Traube.
Als der Weinanbau vor Jahrtausenden begann, mussten Lebensmittel vor allem einfach zu lagern und lange haltbar sein. Auch diese Kriterien erfüllt der Wein. Wird er ordnungsgemäß gelagert, kann er auch heute noch nach Jahren verzehrt werden. Viele Weine erhalten erst durch eine lange Lagerung ein Spitzen-Aroma.

Der Wein hat seinen Platz in der Gesellschaft längst gefunden. Er ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ganze Studien beschäftigen sich mit der Herstellung von Wein. Für einen guten Wein zahlen Kenner auch vierstellige Beträge. Köche empfehlen zu jedem Essen den passenden Wein. Aber auch abends nach getaner Arbeit, gehört ein gutes Glas Wein zum Entspannen dazu.

Auf meinem Blog erfahrt Ihr alles rund um das Thema Wein. Lasst Euch von Weinexperten inspirieren und probiert neue Weine aus. Ihr lernt die unterschiedlichsten Weinanbaugebiete kennen und macht Bekanntschaft mit der Weinverarbeitung. Wusstet Ihr, dass auch die richtige Temperatur des Weines und ein passendes Weinglas für den perfekten Weingenuss entscheidend sind? Stöbert durch die Seiten auf meinem Blog und gebt Euch der Weinversuchung hin.