Weinlexikon: So entstehen die einzelnen Weinsorten

Steht man vor den Regalen, dann ist man meistens überrascht von der großen Weinauswahl. Man unterscheidet zwischen Weißwein, Rotwein und Rosé. Jeder dieser Weine hat unterschiedliche Geschmacksrichtungen, wie trocken, lieblich oder fruchtig.



Weinsorten-Trennung gleich nach der Lese
Die Trennung der Sorten erfolgt schon gleich nach der Ernte. Rotweinreben werden immer entrappt, da die Stiele zu viele Gerbstoffe freisetzen können. Bei den meisten Weißweinen, wie zum Beispiel beim Riesling kann auf das Entrappen ganz verzichtet werden. Die Stiele der Weißweintraube sind trocken und holzig. Dadurch setzen sie weniger Gerbstoffe frei. Zudem erfolgt bei der Weißweinherstellung ein schnelles Mahlen und Pressen. Die Maische bleibt nicht lange stehen. Sie wird sehr schnell nach der Lese verarbeitet. Der Rotwein braucht dagegen eine lange Herstellung. Nur so kann er seine rötliche Farbe überhaupt bilden. Er bei der Gärung der Maische kann der blauen Farbstoff aus den Schalen der Beeren gelöst werden.

Die Trauben des Rosés werden nur kurz gegoren © Foto: Carina Tietz

Die Trauben des Rosés werden nur kurz gegoren © Foto: Carina Tietz

Kürzere Maische steht für intensivere Weißwein-Farbe
Weißweine entstehen durch die Gärung von Most und Traubensaft. Je kürzer die Zeit der Maische, desto intensiver ist die helle und goldgelbe Farbe des Weißweines. Der Rotwein entsteht durch die Gärung der Maische vor dem Abpressen und durch die Gärung des Mostes nach der Abtrennung der festen Bestandteile. So entstehen auf natürliche Weise hellere Rotweine. Will der Winzer intensivere oder tiefschwarz-rote Rotweine erzielen, hilft er durch Druck und Erhitzung nach. Irrtümlich glauben Weintrinker, das der Rosé aus Verschnitt entsteht. Diese Behauptung ist nicht nur falsch, sondern auch verboten. Man darf keine unterschiedlichen Weinarten miteinander verbinden. Es ist aber durchaus erlaubt rote und weiße Trauben miteinander zu mischen
Im Ursprung ist der Rosé ein Rotwein. Die Herstellung unterscheidet sich durch die Gärung der Maische. Die Trauben des Rosés werden nur kurz gegoren. Es können sich so nur wenige Farb- und Gerbstoffe freisetzen.



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