Langeoog: Schutzdüne vor dem Pirolatal wird verstärkt

Norden/ Langeoog – Voraussichtlich ab dem 24. August beginnen im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) Arbeiten zur Verstärkung der Schutzdüne vor dem Pirolatal auf Langeoog.

„Die Maßnahme ist notwendig, weil hier im vergangenen Winter Dünenabbrüche von bis zu sieben Metern zu verzeichnen waren. Die derzeit sehr niedrige Strandlage lässt zudem in weiteren Sturmfluten neue Abbrüche erwarten“, begründete Frank Thorenz, Leiter des zuständigen Geschäftsbereiches der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney.



Um die Sturmflutsicherheit im östlichen Dünenabschnitt des Pirolatals vor dem Winterhalbjahr wieder herzustellen, wird die Düne auf 700 Metern Länge durch eine bis zu sieben Meter breite Vorschüttung seewärts verstärkt und zusätzlich um bis zu drei Meter erhöht.

Vorschüttung und Erhöhung werden naturnah und landschaftsgerecht gestaltet. Nach der Profilierung wird die bis zu 13,5 Meter hohe Düne zunächst mit Heu gegen ein Auswehen des Sandes abgedeckt, bevor im Winter die Bepflanzung mit standorttypischem Strandhafer erfolgt. Insgesamt werden rund 60.000 Kubikmeter Sand verbaut, der aus einem Strandabschnitt zwei Kilometer östlich der Einbaustelle stammt. Dort landet auf natürliche Weise genügend Sand an, so dass sich die Entnahme in kurzer Zeit regeneriert. Ein schwerer Bagger gewinnt den Sand, anschließend wird er mit geländegängigen Fahrzeugen zur Einbaustelle transportiert. „Die Arbeiten richten sich nicht nach der Tageszeit, sondern nach den Gezeiten, da nur rund um die Niedrigwasserphase die Gewinnung und der Transport des Sandes knapp oberhalb der Wasserlinie möglich sind“, erklärte Projektleiter Theo van Hoorn.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende September andauern, Strandspaziergänger bittet der NLWKN um besondere Vorsicht.

Zur näheren Information der Bevölkerung und der Inselgäste will der NLWKN zum Beginn der Maßnahmen noch eine Informationsbroschüre herausgegeben.

Die Insel Langeoog wird durch 20,3 Kilometer Dünen und 5,8 Kilometer Deiche vor Überflutungen geschützt.



Carina Tietz

Freie Journalistin und Autorin

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