Mein Schiff 1 Kanarische Inseln

von Carina Tietz

Nach zwei Seetagen und zwei Stopps in Agadir und Funchal steuert die Mein Schiff 1 heute La Palma an. Laut Plan soll das Schiff gegen Mittag anlegen. Es ist noch früh am Morgen. Die meisten Passagiere haben bis in die Nacht hinein getanzt und schlafen noch. Nur auf der Jogging-Meile gehen zwei Läufer ihren sportlichen Betätigungen nach. Im Whirlpool genießt ein älteres Ehepaar die aufgehende Sonne. Es weht ein laues Lüftchen bei knapp 20°C Außentemperatur.

Die Mein Schiff auf dem Weg nach La Palma
Ich beginne meinen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück auf dem Außendeck. Das kulinarische Angebot auf der Mein Schiff ist erstklassig. Ich nippe am Sektglas und genieße das frische Obst und den leckeren Käse. Am Horizont kann man schon die ersten Felsen von La Palma entdecken. Mittlerweile ist es zehn Uhr. Die Sonne brennt vom Himmel herunter. Der Kapitän meldet sich zu Wort. Es soll ein heißer Tag werden. In Deutschland herrscht tristes Februarwetter und ich lasse mir bei weit über 20°C an der Poolbar einen Cocktail schmecken. Das Sonnendeck ist gut gefüllt. Viele Liegen sind besetzt und man hat ein atemberaubendes Panorama. Gerade passiert die Mein Schiff den Norden der Insel. Die imposanten Küsten Punta de Rabisca, Punta de Juan Adalid, Punta de Topaciegos und Punta Gaviota reihen sich aneinander an. Am schwarzen Gestein erkennt man deutlich den vulkanischen Ursprung der Kanarischen Inseln. Kurze Zeit später macht die Mein Schiff einen Bogen nach Süden und passiert den Leuchtturm von Punta Cumplida.

(c) Carina Tietz "Die Mein Schiff im Hafen von Funchal"
(c) Carina Tietz "Die Mein Schiff im Hafen von Funchal"

Ein halber Tag in Santa Cruz de la Palma
Der Kapitän hat seinen Zeitplan eingehalten, obwohl wir bei heftiger See am Vorabend in Funchal abgelegt haben. Es sind nur noch wenige Minuten bis zur Ankunft in der Inselhauptstadt Santa Cruz de la Palma. Ich esse heute ausnahmsweise im Buffetrestaurant „Anckelmann“. Der Andrang ist groß und zum ersten Mal gibt es Wartezeiten. Das Angebot ist auch heute wieder vielfältig. Ich entscheide mich für das geschmorte Gemüse mit Reis. Ein gemischter Salat und ein Glas Rotwein aus der Zapfanlage runden mein Mittagessen ab. Der Lautsprecher erklingt und die Cruise-Direktorin verkündet die Ankunft in La Palma. Ich bin zum ersten Mal auf dieser Insel. Freunde haben sie mir als verschlafenes Nest mit schwarzen Stränden und schroffen Hügeln beschrieben. Der erste Anblick scheint das zu bestätigen. Doch ich will mir selbst ein Bild machen. Vor dem Schiff warten die ersten Ausflugsbusse und auf der Gangway drängeln sich Passagiere. Ich mag es individuell und will die kleine Inselmetropole im Alleingang erkunden.

Nach einer halben Stunde ist der erste Andrang vorbei. Ich verlasse das Schiff und freue mich auf meinen Kurztrip. Gleich hinter der Kontrolle wartet ein kostenloser Transferbus, der die Passagiere bis zum Hafeneingang bringt. Kurz hinter der Haltestelle liegt die Plaza de la Constitución. Von hier starte ich meinen Stadtrundgang, der zeitlich genau auf die Liegezeit des Schiffes abgestimmt ist. Wie in allen Kreuzfahrthäfen ist es eine Besichtigung mit der Stoppuhr in der Hand. Ich gehe zunächst in die Calle O´Daly, die Hauptgeschäftsstraße von Santa Cruz. Nur wenige Geschäfte sind geöffnet. Auf der ganzen Insel herrscht in der Mittagszeit ein ruhiges Treiben. Die meisten Läden öffnen erst nach 16.00 Uhr. Das ist gar nicht so schlecht. So werde ich davon abgehalten meine knapp bemessene Zeit für einen Einkaufbummel zu opfern. Ich werfe einen Blick in die Schaufenster. Neben einigen Souvenirs und Postkarten werden meistens Zigaretten und Parfum zum äußerst günstigen Preis angeboten.



(c) Carina Tietz "Valentinstag auf der Mein Schiff"
(c) Carina Tietz "Valentinstag auf der Mein Schiff"

Mein Weg führt weiter bis zur Casa Salazar (Calle O´Daly Nr. 22). Hier befindet sich der schönste Profanbau der Stadt. Bauherr des Stadtplastes war D. Ventura Salazar de Frias (1601-1669). Das Familienwappen prunkt noch heute an der Fassade aus einfachem Naturstein. Kurz hinter dem Gebäude biege ich links auf die Calle Fernández Apurón ab. Über Stufen geht es hinauf zum Convento de Santo Domingo, ein altes Dominikanerkonvent. Nur die Klosterkirche kann besichtigt werden. Hier sind in erster Linie Kunstwerke von flämischen Malern untergebracht. Ich liege gut in der Zeit und mache noch einen Abstecher zur nahen Ermita de San Sebastián. Eine kleine Gasse führt direkt vom Kloster hinüber zu der kleinen Kirche. Diese ist geschlossen. Dafür tummeln sich auf dem Kirchplatz viele Schiffspassagiere, die auch auf Entdeckungstour sind. Ich mache ein Foto und gehe hinab zur Plaza de Espana, den Mittelpunkt der Stadt. Wunderschöne Palmen trennen den Platz von der Flaniermeile Calle O´Daly ab. Hier befindet sich auch das Rathaus der Stadt. Der Markt ist eingebettet von stattlichen Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Das Standbild auf dem Sockel soll an den Priester und Humanisten Manuel Diaz Hernández erinnern. Die Statue aus Bronze wurde 1897 vom Bürgermeister der Stadt gestiftet. Wieder reicht die Zeit nur für einen Fotostopp.

Ich will mein geplantes Tagespensum schaffen und gehe zurück auf die Calle O´Daly. Im Vorbeigehen mache ich ein Foto des „Kleinen Theaters“, das wenige Schritte von der Hauptstraße entfernt in der Avenida del Puente liegt. An verschiedenen Wochentagen findet neben dem Theater ein Blumenmarkt statt. Ich möchte unbedingt noch die Markthalle besuchen, die sich im Nebengebäude des Theater befindet. Meine Enttäuschung ist groß, denn es sind nur noch wenige Händler da. Sie sind mit dem Abbauen beschäftigt. Der Markt hat nur am Vormittag geöffnet. Vom fangfrischen Fisch über Obst und Gemüse bis hin zu Textilien wird hier alles verkauft. Von der Markthalle mache ich noch einen kleinen Abstecher zur Casa de Jorós. Hier steht ein hübsches Stadtpalais aus dem 18.Jahrhundert. Die nördliche Verlängerung der Calle O´Daly führt mich auf die Calle Anselmo Pérez de Brito. In Hausnummer 7 soll sich ein Casino mit Privatklub befinden. Hier treffen sich die gut betuchten Bürger La Palmas. Doch das klassizistische Gebäude hat nicht wirklich etwas zu bieten.

In Anbetracht der Zeit beschließe ich meinen Stadtrundgang zu beenden. Vor dem Rückgang auf das Schiff möchte ich noch ein paar Souvenirs kaufen. Ich treffe zufällig ein Mitglied der Crew. Der Oberkellner ist schon öfter auf La Palma gewesen. Er gibt mir echte Insidertipps, die ich hier gerne weitergeben möchte. Die günstigsten Zigaretten und die billigsten Parfumartikel findet man gleich am Anfang der Flaniermeile in der Nähe der Plaza de la Constituciòn. Auf der linken Seite befindet sich ein kleiner Laden mit zwei Eingängen. Hier kann man neben Parfum und Zigaretten auch andere lokale Spezialitäten und einige Souvenirs kaufen. Von der Plaza de la Constitution führt die eine Straße zum Postgebäude hinauf. Gleich neben der Post befindet sich ein kleiner Supermarkt. Hier kann man regionale Spezialitäten zum günstigen Preis erwerben. Empfehlenswert sind die Oliven, die haltbar in Plastikbeuteln verkauft werden. Eine Mitnahme nach Hause ist somit problemlos möglich.



(c) Carina Tietz "Mein Schiff in La Palma"
(c) Carina Tietz "Mein Schiff in La Palma"

Nach den erledigten Einkäufen mache ich mich auf dem Weg zurück zum Schiff. Ich treffe den Oberkellner erneut und wir legen die letzten Schritte an der Mole gemeinsam zurück. Wir kommen wieder ins Gespräch. La Palma hat mich sehr fasziniert und es wird sicherlich nicht mein letzter Besuch auf der Insel sein. Für diesen Fall hat das Crewmitglied noch einen besonderen Tipp. Wer gut zu Fuß ist sollte die Wanderschuhe anziehen und zum Mirador de la Conception hinauf wandern. Der Fußmarsch ist für gute Wanderer problemlos in einem halben Tag zu schaffen. Die einfache Strecke ist knapp 4 Kilometer lang. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick auf die Hauptstadt Santa Cruz. Vom Hafen aus folgt man der Straße nach Los Llanos. Nach etwa 4 Kilometern biegt man nach rechts in Richtung Las Nieves ab. Der Weg ist ausgeschildert. Oben befindet auch die Ermita de Nuestra de Senora de la Conception aus dem 17. Jahrhundert. Ich bin dankbar für den Tipp und verabschiede mich.

Um 18 Uhr erklingt die Mein Schiff-Auslaufhymne und wir verlassen La Palma in Richtung Fuerteventura. Nach dem Stadtrundgang entspanne ich bei einem kalten Mineralwasser und einer Runde Backgammon. Die untergehende Sonne lässt den Atlantik in verschiedenen Farben spiegeln. Die Silhouette von La Palma verschwindet langsam. Nur ein Fährschiff ist noch am Horizont zu erkennen. Ansonsten hat man einen freien Blick auf den Ozean. Es weht ein warmer Wind und die Luft ist angenehm temperiert. Ich gehe zum Abendessen ins Restaurant Atlantik. Der Koch hat bei der Auswahl der Gerichte ländertechnisch danebengegriffen. Es gibt südafrikanisches Straußenfilet und Tajine-Gemüse mit Couscous. Ich entscheide mich für das marokkanische Gericht und wähle zum Dessert ein Eis. Auch heute ist das Essen mal wieder von hoher Güte. Die See ist ruhig und aus der Blaue-Welt-Bar ertönt Piano-Musik. Der Tag war sehr erlebnisreich. Ich verzichte auf den Nightcap, denn die Müdigkeit hat mich fest im Griff.

 

Auf der Mein Schiff Richtung Fuerteventura

Über Lanzarote und Fuerteventura geht die Sonne auf. Die Mein Schiff 1 passiert gerade die Meerenge zwischen den beiden Inseln. Auch die Isla de Los Lobos ist zu sehen. Der vorletzte Urlaubstag ist angebrochen und ich habe für heute einen Ausflug nach Corralejo im Norden der Insel geplant. Am Vormittag möchte ich mir die Hauptstadt Puerto del Rosario anschauen. Die ersten Ausflugsbusse starten auch auf Fuerteventura früh und daher ist das Buffetrestaurant schon in den frühen Morgenstunden gut gefüllt. Ich finde einen Platz an der Steuerbordseite und habe einen guten Blick auf die zweitgrößte Insel der Kanaren. Ihre Trockenheit und Kahlheit ist auch vom Meer aus deutlich zu erkennen. Die Nähe zur Westsahara macht sich nicht nur in den Landschaftsformen bemerkbar. Sobald der Schirokko bläst legt sich eine Sandschicht auf die Insel und es kann bis zu 50°C heiß werden. Heute weht nur eine laue Brise und mit knapp 25°C ist die Wärme erträglich. Kurz vor 9 Uhr legen wir an der Mole an. Viele Passagiere haben sich für einen Ausflug entschieden oder besuchen Puerto del Rosario auf eigene Faust. Binnen von Minuten ist das Schiff wie leergefegt. Ich will den Tag ruhig angehen lassen und entscheide mich erst einmal für ein ausgiebiges Frühstück auf dem Pool-Deck. Viele Tische bleiben leer und es herrscht eine ungewohnte Ruhe.
Der Bus nach Corralejo startet erst um 13.00 Uhr. Deshalb werde ich heute Vormittag alle Bordeinrichtungen ausgiebig nutzen und noch einen Spaziergang in die Stadt machen. Ich hole meine Golfschläger und übe Abschläge auf Deck 12. Auch hier ist gar nichts los. Leider liegt der Abschlagplatz heute im Schatten. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Im Aufzug treffe ich immer wieder auf Passagiere, die schon nach kurzer Zeit aus Puerto del Rosario zurückkommen. Die Stadt hat nicht wirklich etwas zu bieten und fast alle Geschäfte sind heute geschlossen. Nach langer Überlegung entscheide ich mich gegen die Hauptstadt und für ein Bad im Pool. Bis zum Mittagessen relaxe ich auf einer Sonnenliege. Der Pool gehört mir heute ganz alleine, obwohl einige Passagiere schon wieder zurück an Bord sind. Die Sonne scheint gnadenlos vom Himmel hinunter und gegen Mittag ist die Temperatur schon auf knapp 30°C angestiegen. Einige Leute haben sich einen Sonnenbrand geholt. Mein Mittagessen fällt mit einem gemischten Salat und drei kleinen Frühlingsrollen vergleichsweise klein aus.

(c) Carina Tietz "Fuerteventura"
(c) Carina Tietz "Fuerteventura"

Nach dem Mittagessen verlasse ich das Schiff. Unten an Land brennt die Sonne noch heißer. Zum Glück erwische ich einen Bus mit Klima-Anlage. Für den Transfer nach Corralejo habe ich 19 Euro gezahlt. Ich kann wahlweise im Zentrum oder am Strand aussteigen. In drei Stunden wird es zum Schiff zurückgehen. Viele Passagiere haben sich für den Besuch im Norden der Insel entschieden und so fahren gleich mehrere Busse los. Ich war schon öfter auf Fuerteventura, allerdings ausschließlich im Süden der Insel. Fuerteventura ist von Trockenheit und von Hügeln aus Sand und Vulkangestein geprägt. Die Insel ist mit 130 Kilometern fünfmal so lang wir breit. An manchen Stellen hat man das Gefühl in einer Sandwüste zu sein. Der Bus steuert an Vulkanbergen und Dünen vorbei in Richtung Norden. Hin und wieder eilen Ziegen über die Straße. Die Tiere sind eines der Wahrzeichen der Insel. Der Boom um Geld und Touristen hat an vielen Stellen seine Spuren hinterlassen. Immer wieder treffen wir auf halbfertige Ferienanlagen, die ohne Baugenehmigung fertiggestellt werden sollten. Die Bautätigkeiten sind rasant und dennoch hat Fuerteventura seine Ursprünglichkeit bewahrt. Kurz vor Corralejo wird die Schönheit des Eilandes sichtbar.

Kilometerlange feinsandige und flach abfallende Sandstrände reihen sich aneinander. Hier an den Hotelanalgen macht der Bus seinen ersten Stopp. Die meisten Gäste haben sich für einen Strandtag entschieden. Ich fahre aber lieber ins Zentrum. Corralejo ist ein Fischerdorf mit über 3000 Einwohnern. Doch vom Dorfflair ist hier nichts mehr zu spüren. Touristen übervölkern den Ort und überall stehen Ferienanlagen und Hotels. Der Bus hält im südlichen Teil des Ortes direkt an der Av General Franco, die ins Dorfzentrum und zum Hafen führt. Überall findet man kleine Supermärkte, Souvenirläden, Restaurants und Cafés. Die Anzahl der Touristen ist überschaubar. In den Cafés findet man problemlos einen Sitzplatz und auch am Dorfstrand kann man sein Handtuch bequem ausbreiten. Die vielen touristischen Einrichtungen lassen ahnen, was hier in der Hauptsaison los sein muss. Heute ist die Stadt fest in der Hand englischer Touristen. Auch einige deutsche und dänische Urlauber sind zu finden. Ich entscheide mich für einen Bummel entlang der farbenfrohen Geschäfte. Das Angebot ist vielfältig, allerdings überragt der Nippes aus billigen Souvenirartikeln und gefälschten Markenwaren. Nervend sind die vielen Schwarzafrikaner, die es auf Personen mit langen Haaren abgesehen haben. Sie möchte ihre Fingerfertigkeit mit ausgefallenen Rasta-Frisuren unter Beweis stellen. Man wird die resoluten Afrikanerinnen nur schwer los, also verstecke ich meine Haare unter einem Tuch. Erst jetzt kann ich meine Einkaufstour in Ruhe fortsetzen. Einen Besuch der Einkaufszentren erspare ich mir. In der Sonne werden fast 40°C gemessen. Was liegt da näher als ein Bad im kühlen Atlantik? Der Strand ist gut besucht, aber nicht überfüllt. Leider ist die Zeit auch hier wieder knapp bemessen. Nach einer Stunde Strandleben muss ich mich wieder auf den Weg machen. Den eingelegten Oliven, die in vielen Läden angeboten werden kann ich nicht widerstehen. Sie haben einen ausgezeichneten Geschmack. Während ich auf den Bus warte erfahre ich aus der tagesaktuellen Bildzeitung, was gerade in Deutschland geschieht.

Der letzte Abend auf der Mein Schiff 1 ist angebrochen. Mit der Melodie „Ocean of Love“ steuert der Kapitän das Schiff in Richtung Gran Canaria. Wir passieren den Flughafen der Insel und über uns herrscht ein reger Flugverkehr. Immer wieder heulen die Triebwerke der startenden und landenden Charterflugzeuge auf. Am späten Abend umrunden wir ein Stück der Südspitze „Macizo de Jandia“ und werfen einen letzten Blick auf Fuerteventura. Auf dem Schiff herrscht eine quirlige Atmosphäre. Überall gibt es Abschlussveranstaltungen und Urlaubsbekanntschaften tauschen ihre Adressen aus. Heute ist der wärmste Abend der ganzen Reise. Man kann bis in die Nacht hinein in der Poolbar auf dem Außendeck sitzen. Zum letzten Mal genieße ich einen Nightcap und mache mich kurz vor Mitternacht auf dem Weg zur Kabine. Überall stehen Taschen und Koffer, die im Laufe der Nacht für die Ausschiffung parat gemacht werden. Während die Passagiere schon schlafen oder sich noch in den Bars vergnügen, arbeitet die Crew auf Hochtouren.

Als ich aufwache liegt die Mein Schiff bereits im Hafen von Las Palmas. Hier begann meine Reise vor einer Woche. Leider geht mein Rückflug nach Hamburg schon um 11 Uhr, so dass keine Zeit mehr bleibt, Gran Canaria zu erkunden. Ich war vor zehn Jahren zuletzt auf dem Eiland und auf den ersten Blick hat sich einiges verändert. Mit der Ansiedlung großer Supermarktketten und Elektronikfachmärkten ist gerade Las Palmas ein Stück deutscher geworden.
Zum letzten Mal genieße ich ein Sektfrühstück mit Lachs und frischem Obst. Während ich das Restaurant verlasse, kommt der Aufruf zum Verlassen des Schiffes. Alle Passagiere mit dem Ziel Hamburg werden jetzt zum Flughafen gebracht. Schon in wenigen Stunden werde ich wieder im kalten und



regnerischen Norden Europas sein.

Carina Tietz

Freie Journalistin und Autorin

2 thoughts on “Mein Schiff 1 Kanarische Inseln

  • 11. Juni 2013 at 11:30
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    Eine sehr schöne Beschreibung einer Kanaren-Kreuzfahrt! Sie macht sogar unserem Team Lust auf diese Route und auf Mein Schiff. Wer nicht so sehr für’s Wasser zu haben ist, dem sei ein kanarisches Inselhüpfen empfohlen.

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  • 26. Februar 2015 at 15:52
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    Aufregende Reisen in die Ferne – das ist, was ich immer mal brauche. Interessante Völker, unbekannte Regionen, interessante Erlebnisse… Für den Fall, dass ich weit reisen will, gefällt mir, zu fliegen – das erspart natürlicherweise unglaublich viel Zeit. Allerdings für den Fall, dass man unglaublich viel ungenutzte Zeit hat, ist es auch der Zeit wert, mit dem Reisezug herumzureisen: man kann während der Reise wesentlich mehr vom Platz aus wahrnehmen. Habe immer verständlicherweise bei der Aufbereitung viele Erfahrungen auf den Seiten der Art http://blog.elumbus-reisen.de/ durchgesehen, aber das ist die Zeit wert, wenn man eine erfolgreiche Reise durchführen will. Ja, Reisen wirklich erbaut… 🙂

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