Avignon: Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)

Du kommst an der Brückenruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon) einfach nicht vorbei. Sie gehört zu Avignon wie der Eiffelturm zu Paris. Da ragt Sie nun in die Rhone hinein und gibt Avignon seine weltbekannte Stadtsilhouette.

Pont Saint-Bénézet / Pont d'Avignon © Foto: Carina Tietz

Pont Saint-Bénézet / Pont d’Avignon © Foto: Carina Tietz


Pont Saint-Bénézet: Alles begann mit einen Lied
”Sur le pont d’Avignon, L’on y danse, l’on y danse, Sur le pont d’Avignon L’on y danse tous en rond” beginnt das weltbekannte Lied über die Brückenruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon). Die Franzosen bezweifeln, dass jemals einer auf dieser Brücke getanzt hat. Historiker gehen davon aus, dass das Tanzlied auf das Vergnügungsviertel der Stadt zurückzuführen ist, das sich ganz in der Nähe auf einer Rhone-Insel befand. Ebenso umstritten ist die Herkunft des Liedes. Obwohl es keine Belege dafür gibt, soll das Lied aus der Feder des Komponisten Pierre Certon stammen. Er soll es im 16. Jahrhundert unter dem Titel „Sous le Pont d’Avignon“ komponiert haben. Offiziell wird es jedoch Adolphe Adam zugeordnet. Der soll es für eine Oper umgeschrieben haben. Die heute bekannte Version ”Sur le pont d’Avignon“ stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Willkommen in Avignon© Foto: Carina Tietz

Willkommen in Avignon© Foto: Carina Tietz





Die Geschichte von Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)
Die Brücke Pont Saint-Bénézet wurde im 14. Jahrhundert gebaut, als die Päpste die Stadt regierten. Benannt ist sie nach Papst Benedikt. Sie trägt den provençalischen Namen des Papstes. Die Brücke wurde durch Hochwasser und Kriege mehrmals zerstört. 1668 wurde sie endgültig aufgegeben. Erhalten blieben vier Bögen und die zweistöckige Nikolauskapelle mit romanischem Unterteil und gotischem Oberteil. Als „Historisches Zentrum von Avignon“ gehört die Ruine Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon) gemeinsam mit der Kathedrale von Avignon zum UNESCO Weltkulturerbe.

Am Pont Saint-Bénézet © Foto: Carina Tietz

Am Pont Saint-Bénézet © Foto: Carina Tietz





Tipps für den Besuch von Pont Saint-Bénézet (Pont d’Avignon)
Während der Ferienzeit ist Avignon hoffnungslos überlaufen. Aber auch in der Nebensaison reihen sich hier die Touristenbusse aneinander. Daher solltet Ihr die Brückenruine am Morgen und an einem Wochentag besuchen. Zwar sind dann auch schon die ersten Touristen am Rhone-Ufer unterwegs, aber die zieht es meistens zuerst in den Papstpalast. Sonntags ist von einem Besuch absolut abzuraten. Dann herrscht rund um die Ruine dichtes Gedränge und man kann das Flair überhaupt nicht genießen. Parkplätze in Avignon und Parkplätze an der Brückenruine Pont Saint-Bénézet sind schwer zu finden. Ihr solltet in jedem Fall außerhalb der Stadtmauer parken. Die Gassen sind so eng und verwinkelt, dass man mit einem größeren Auto auch gerne mal manövrierunfähig einfach zum Stehenbleiben gezwungen wird. Ein guter Parkplatz (Parking de la ligne) liegt am Rhone-Ufer Boulevard de la Ligne zwischen der Tiefgarageneinfahrt zum Mercure Hotel und dem Théâtre des Lucioles.



Weinreise Frankreich: Châteauneuf-du-Pape

Traumhafter Morgen in Avignon: Der Papstpalast erstrahlt in der Morgensonne, Menschen eilen umher, kaufen Baguettes und die Zeitung und stehen zum Smalltalk an den Straßenecken. Die Metropole hinter der Stadtmauer beginnt zu leben. Schnell einen Kaffee im Café „Tout va bien“, hier ist die Atmosphäre so richtig südfranzösisch. Heute zieht es mich raus aus Avignon in die päpstlichen Gärten, dort wo die Reben meines Lieblingsweines gedeihen.

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz






Von Avignon nach Châteauneuf-du-Pape
In Avignon ist immer irgendwo Stau. Ich bin seit zwei Wochen in der Gegend unterwegs und habe schnell gelernt. Bloß nicht hinter der Stadtmauer parken. Da kommt man in der Rush-Hour nicht mehr raus. Also habe ich meinen Wagen unten am Rhone-Ufer abgestellt. Hier reihen sich bereits die ersten Touristenbusse aneinander, die die Gäste zum Papstpalast bringen. Ich brauche fast eine Stunde für die knapp 15 Kilometer nach Châteauneuf-du-Pape. Es wird gehupt und wild gestikuliert. Eigentlich alles wie immer im französischen Verkehr. Ich lächele gelassen zurück.
Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz

Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz






Châteauneuf-du-Pape: Angekommen in den Papstgärten
Genau hier liegt ein weiteres Stück Frankreich, das mich seit eh und je fasziniert. Die Luft ist staubig und trocken, das Land ist weit. Um mich herum nur Weinreben, dazwischen ein paar Gebäude und Säulen aus der Römerzeit und dahinter das schroffe und bizarre Gebirge. Ich fahre an den Straßenrand, steige aus und atme tief ein und aus. Ich will das unbeschreibliche Gefühl mitnehmen. Ich setzte mich auf einen Findling und betrachte viele Minuten die Umgebung. Kein Wunder, dass die Päpste hier einmal ein Schloss bauten und Gärten anlegten.

Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz


Châteauneuf-du-Pape, mein Lieblingswein
In den ehemaligen päpstlichen Gärten, unterhalb der Schlossruine gedeihen die Reben des Châteauneuf-du-Pape. Es ist der Kiesboden, der die Reben so gut wachsen lässt. Doch auch die stetig warmen Sonnenstrahlen lassen die Trauben so schmackhaft werden und geben dem Châteauneuf-du-Pape seinen würzigen Geschmack. 13 verschiedene Rebsorten wachsen hier und können in allen Châteauneuf-du-Pape-Weinen enthalten sein. Der Châteauneuf-du-Pape hat einen höheren Alkoholgehalt, als die Weine aus dem Côtes du Rhône-Gebieten. Trotzdem sind sie erstaunlich mild im Geschmack .




Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Weinreise Frankreich : Côtes du Rhône

Von Lyon geht es über die Nationalstraße immer in Richtung Süden. Mal fließt die Rhone links und mal rechts der Straße entlang. Hier erstecken sich die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône. Doch was macht den Côtes du Rhône-Wein so einzigartig? Wie sind die Weine eingestuft? Wo liegen die Unterschiede?

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz





Das Weinanbaugebiet Côtes du Rhône
Die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône beginnen bei Vienne im Norden. Hier liegen die kleineren Anbaugebiete Cote Rotie und Condrieu. Weiter südlich an der Mündung zur Isère befinden sich die bekannten Weinanbaugebiete der Hermitage. Bei Valence erstrecken sich die Gebiete von Cornas und Saint-Péray. Rund um Montélimar gibt es keine nennenswerten Weingegenden. Die größten und bekanntesten Anbaugebiete der Côtes du Rhône-Weine findet man nordöstlich von Orange und nordwestlich von Avignon.

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die schlichten Côtes du Rhône-Weine
Millionen Hektoliter der jährlich produzierten Côtes du Rhône-Weine sind schlichte Weine. Wir finden sie in den heimischen Discountern und Supermärkten zu einem günstigen Preis. Diese Weine sind trocken im Geschmack. Es handelt sich hierbei um einen Verschnitt der nördlichen und der südlichen Weinregionen. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei diesen Weinen um Weine mit niedriger Qualität handelt. Die einfachen Weine der Côtes du Rhône haben einen sehr guten Geschmack und gelten in Frankreich als akzeptable Tafelweine.

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die Qualitätsweine der Côtes du Rhône
Die Reben der Qualitätsweine der Côtes du Rhône gedeihen im Vaucluse und im Gard. Diese Weine sind stark im Aroma und werden als Weine der Region Côtes du Rhône Villages vertrieben. Ihr könnt die Weine überall vor Ort kaufen. Achtet aber auf den Jahrgang. Die zwei und drei Jahre alten Weine sind wesentlich besser im Geschmack. Der ist dann würziger und mitunter von einer feinen Schärfe. Neben den Rotweinen sind auch die Roséweine dieser Region erstklassig und preiswert. Die Rebsorte Gamay sind besonders fruchtig und die Weine von Cinsault gelten es leicht und feinwürzig im Geschmack.

Weinreise kreuz und quer durch Frankreich

Ab sofort werde ich im Weinlexikon auch einzelne Weinregionen vorstellen, die ich natürlich alle schon bereist habe. Es geht los mit Frankreich, meinem Weinland Nummer 1. Begleitet mich durch meine mehrmonatige Reise kreuz und quer durch Frankreich. Dazu erfahrt Ihr auch weiterhin alles Wichtige zum Thema Wein und ich stelle ab sofort auch einzelne Weinsorten vor, die ich natürlich auch selber schon probiert habe.

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz






Frankreich: Das Land der Weine und Reben
Ich liebe Frankreich und die französischen Weine. Der Spruch „Leben wie Gott Frankreich“ kommt ja nicht von ungefähr und Wein ist nun mal das beliebteste alkoholische Getränk in Frankreich. Wein wird in Frankreich immer und überall getrunken. Wenn ich meine Familie in Frankreich besuche, gibt es natürlich zuerst ein Glas Champagner. Zum Essen werden verschiedene Rot- und Weißweine gereicht. Aber auch am Abend, wenn wir uns ein schönes Plätzen in den Lokalen von Dinard gesucht haben, genießen wir ein Glas Rotwein. Begleitet mich auf einer aufregenden Reise durch Frankreich.
Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz






Das sind meine Stationen in Frankreich:

• Nord Pas-de-Calais
• Picardie
• Seine-Maritime
• Savoie
• Bouches-du-Rhône
• Alpillen
• Haute-Loire
• Vaucluse
• Calvados
• Côtes-d’Armor
• Bretagne
• Normandie
• Somme
• Morbihan
• Jura
• Meurthe-et-Moselle
• Orne
• Alpes-de-Haute-Provence
• Vaucluse
• Aisne
• Camargue

Weinanbau in Frankreich
In allen Regionen südlich von Paris wird überall Wein angebaut. Edle Weine kommen aus Bordeaux und Burgund und die Weine der Provence überzeugen durch ihren starken Geschmack. Weine aus der Lothringer Gegend gelten als zarte Weine. Wobei in dieser Gegend der Weinanbau nach starkem Reblausbefall sehr zurückgegangen ist. Jura und Savoyen sind vielfältige Gebiete mit unterschiedlichen Rebsorten. Eines der besten Weinanbaugebiete der Welt ist Côtes du Rhône.

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz






Kulinarische Highlights in Frankreich
Neben den französischen Weinen werde ich Euch auch kulinarische Highlights vorstellen. Meeresfrüchte aus der Bretagne und Käse aus Brie stehen genauso auf dem Programm wie eine Bouillabaisse aus der Provence und Austern aus Marennes-Oléron. Ich nehme Euch mit in Restaurants, die man auf keiner Landkarte findet und zeige Euch urige Hotels und Ferienanlagen, die mit einem ausgezeichneten Preisleistungsverhältnis punkten. In diesem Sinne: “Vive la France”.

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Die Camargue, ein kleines Paradies im Süden Frankreichs

Für mich gehört die Camargue noch immer zu den schönsten Landstrichen Frankreichs. Die Seen und Sumpfgebiete sind Naturparadiese und die Heimat zahlreicher Vogelarten, wie zum Beispiel Flamingos. Schön anzusehen sind auch die Herden kleiner schwarzer Rinder, die typisch für die Camargue sind. Aber auch sonst hat die Camargue so einiges zu bieten.



Die Camargue geographisch
Die Grenzen der Camargue lassen sich nicht exakt bestimmen. Nicht selten wird auch die „Petite Camargue“ zu dem Gebiet der eigentlichen Camargue gezählt. Die „Petite Camargue“ hat ähnliche landschaftliche Strukturen. Streng geographisch gesehen, ist sie aber nur ein Anhängsel der eigentlichen Camargue. Die „Petite Camargue“ hat nur eine Größe von knapp 100 Quadratkilometern. Die Camargue ist dagegen über 700 Quadratkilometer groß. Eingegrenzt wird die Camargue von der Petit Rhone, Grand Rhone und der Mittelmeerküste. Damit liegt sie mitten im Rhone-Delta. Die „Petite Camargue“ beginnt östlich der eigentlichen Camargue und erstreckt sich bis zum Canal Rhone-Sète.

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Die frühere Camargue
Die Camargue ist bekannt für ihr weites und flaches Land. Kaum einer weiß, dass die Camargue früher einmal stark bewaldet und der grüne Teil Südfrankreichs war. Die Phönizier liebten das Waldland und siedelten sich hier an. Doch dann kamen die Römer. Als sie Frankreich eroberten, hatten sie ihre Spuren in Italien bereits hinterlassen und dort ganze Landstriche entwaldet. Sie benötigten immer mehr Holz zum Bauen Ihrer Schiffe. Die Camargue war genau das Land, nachdem sie immer gesucht hatten. Es gab nämlich nicht nur genügend Holz, sondern die Camargue lag auch strategisch optimal. Mit dem Mittelmeer vor der Türe konnten sie ihre Schiffe schnell zu Wasser lassen und wieder neue Gebiete erobern.

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Von der nassen zur trockenen Camargue
Bis in die 1940er Jahre war die Camargue feucht und salzig. Doch dann begann man mit der Verlegung von Drainagen und schuf Entsalzungsanlagen. Es entstanden viele trockene Gebiete, die auch heute noch, allerdings mit modernerer Technik, trocken gehalten werden. Die trockengelegten Gebiete eignen sich hervorragend zum Weinanbau. Heute kennen wir viele gute Weine, deren Trauben in den trockenen Gebieten der Camargue reifen. In den nassen Gebieten wird überwiegend Reis angebaut. Der südliche Teil der Camargue wird landschaftlich genutzt. Der Fund mehrerer Klostersiedlungen bewies, dass die Camargue schon im Mittelalter für landschaftliche Zwecke genutzt wurde.

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Les Baux de Provence, mystisch und doch faszinierend

Les Baux de Provence ist ohne Zweifel der merkwürdigste Ort der Provence. Er passt so gar nicht in das übliche Landschaftsbild dieser Gegend. Verlassen und fast schon unheimlich wirkt die Straße D27, die sich an steinigen Hügeln vorbei und durch schmale Kurven hinunter nach Le Mas des Vérans schlängelt.



Les Baux de Provence: Vom Tourismus geprägt und doch einsam und verlassen
Les Baux de Provence hat zwei Gesichter. Im Sommer ist das Stadtbild von Touristen geprägt. Dann drängeln sich am Fuße des Ortes Autos und Busse aus ganz Europa. Der Ort selber ist für Fahrzeuge gesperrt. Außerhalb der Saison kann man das Dorf ganz in Ruhe erkunden. Dann kommen nur wenige Besucher in den kleinen Ort am Rande der Alpilles. Überhaupt hat sich Les Baux de Provence in den letzten Jahren sehr verändert. Vor Jahrzehnten zählte Les Baux de Provence noch knapp 4000 Einwohner, heute leben nur noch etwa 400 Menschen in der Ortschaft. Viele Häuser aus dem Mittelalter stehen leer und sind verfallen. Deshalb trägt Les Baux de Provence auch den Beinnamen Ruinendorf.

Das Ruinendorf Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Das Ruinendorf Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Les Baux de Provence und König Balthasar
Les Baux de Provence war im Mittelalter umkämpft. Die Einwohner galten als hart und kämpferisch. Man nannte sie die Herren von Baux. Als Erkennungsmerkmal galt ihr Stammbaum, den sie selber auf König Balthasar (einer der drei heiligen Könige) zurückführten. Sie bezogen ihre Herkunft auf Bethlehem. So trug ihr Wappen auch einst den Stern von Bethlehem. Im 11. Jahrhundert gehörten zu Les Baux de Provence eine Vielzahl kleiner Ortschaften. Diese Tatsache machte die Herren von Baux zum mächtigsten Geschlecht der Provence.



Die Geschichte von Les Baux de Provence
Les Baux de Provence war einst heftig umkämpft. Schuld daran war die Heirat zwischen Raimond des Baux und einer Prinzessin aus der Provence. Von Eifersucht besessen kämpfte der Graf von Barcelona um die Prinzessin und es kam zu einem langen Krieg um Les Baux de Provence. Dieser Krieg setzte sich später auch unter den nachfolgenden Herrschern fort. Beendet wurde er erst, als die letzte Prinzessin von Baux starb. Dadurch ging Les Baux de Provence an die Grafschaft der Provence und 1481 zu Frankreich über. Doch die Bürger von Les Baux de Provence wehrten sich gegen die französische Zugehörigkeit. Die Franzosen kämpften unter der Herrschaft von König Ludwig XI. heftig um das Bergdorf mit der Folge, dass Les Baux de Provence von den Franzosen eingenommen und größtenteils zerstört wurde.

Spektakuläre Formationen in Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Spektakuläre Formationen in Les Baux de Provence © Foto: Carina Tietz

Tipps für den Besuch von Les Baux de Provence
Wer Les Baux de Provence in Ruhe entdecken will, der sollte den Ort im Frühjahr oder im Herbst besuchen. Auch am frühen Morgen und am späten Abend trifft man in Les Baux de Provence nur wenige Touristen an. Die Anreise ist am spektakulärsten über die D27 von nach Le Mas des Vérans bei Saint Remy de Provence. Das gesamte Gebiet lädt zu Wanderungen ein und bietet schöne Fotomotive. Den besten Blick auf Les Baux de Provence hat man vom Val d’Enfer. Es gibt einige Parkplätze am Fuße von Les Baux de Provence, doch die sind gerade in der Hauptsaison sehr begehrt. Alternativ kann man auch entlang der Zubringerstraße parken. Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die einzelnen Teile des Ortes. Nach den Anschlägen in Frankreich ist auch in Les Baux de Provence verstärkt Polizei anzutreffen, die vereinzelt Fahrzeug- und Personenkontrollen durchführen. Davon sollten sich Besucher nicht abschrecken lassen. Es dient nur der eigenen Sicherheit.

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Kreuzfahrt durch das Mittelmeer

Eine Seereise durch das Mittelmeer gehört zu den Kreuzfahrt-Klassikern. Im westlichen Mittelmeer warten glitzernde Metropolen, wie Barcelona oder Marseille. Im Osten kommt man dem Orient ganz nah in Beirut, Alexandria oder Port Said. Passagiere erleben einmalige Inseln wie Malta, Zypern, Sizilien oder Rhodos. An den Küsten der Türkei warten lebendige Badeorte mit traumhaften Stränden und antiken Gebäuden aus der Vergangenheit.

Barcelona, eines der schönsten Ziele im westlichen Mittelmeer: Foto: © Carina Tietz

Barcelona, eines der schönsten Ziele im westlichen Mittelmeer: Foto: © Carina Tietz




Entlang der Küsten der Provence und der Cote d´Azur

Ein exzentrisches Image als Ort der Reichen und Schönen und einen etwas anderen Lebensstil haben die Cote d´Azur berühmt gemacht. Egal, ob Nizza oder Saint Tropez, überall in den Straßen herrscht gerade im Sommer ein buntes Treiben. Unzählige Cafés und Restaurants entlang der Küste servieren ausgezeichnete französische Weine und die berühmte Fischsuppe „Bouillabaisse“. Die lebhaften Hafenpromenaden laden zum Bummeln ein. Im Hinterland warten historische Bauten und Städte mit dem typischen französischen Flair, wie die Großstadt Marseille oder das beschauliche Aix-en-Provence. Ein beliebtes Ausflugsziel ist Bormes, deren mittelalterliche Altstadt zu den schönsten Stadtkernen Frankreichs gehört. Avignon wartet auf mit der berühmten Brücke Pont Du Gard und dem Papstpalast.

Schiffe vor Malta: Foto: © Carina Tietz

Schiffe vor Malta: Foto: © Carina Tietz

 




Die Inseln im westlichen Mittelmeer

Das westliche Mittelmeer bietet eine ganz Reihe an Inselschönheiten. Korsika ist der Stolz der Franzosen mit seinem typischen Buschwald, der zum Wandern einlädt. Mallorca ist der Landgang-Klassiker bei Kreuzfahrten durch das Mittelmeer. Schon von Bord aus blickt man auf die mallorquinischen Berge. Ein Muss ist ein Bummel durch die engen Gassen der Hauptstadt Palma. Die Smaragdküste Sardiniens bietet alle Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Strandtag. Die Schiffe legen im wunderschönen Hafen von Olbia an. Egal ob Catania oder Palermo, Sizilien zeigt sich überall von seiner schönsten Seite. Wie wäre es mit einem Ausflug zum Ätna, vorbei an blühenden Zitronenbäumen und alten Weinguten? Ein beliebter Zwischenhafen auf dem Weg nach Afrika ist La Valetta auf Malta. Die Hafeneinfahrt ist einmalig und von Bord aus blickt man direkt auf den prächtigen Großmeisterpalast, der über den Hafen thront. La Valletta steht komplett unter Denkmalschutz.

Karneval auf Zypern: Foto: © Carina Tietz

Karneval auf Zypern: Foto: © Carina Tietz

Orientalische Eindrücke in den nordafrikanischen Häfen

Zu einer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer gehört auch ein Besuch der nordafrikanischen Häfen. In Kombination mit Kanaren-Kreuzfahrten steht ein Stopp in Tanger auf dem Programm. Nirgendwo liegen Europa und Afrika so nah zusammen, wie an der Straße von Gibraltar. Die orientalische Stadt hat eine sehr schöne Altstadt mit vielen Souks und Basaren. Urlauber lieben Tunesiens Strände. Passagiere können hier am Strand relaxen oder auf Tauch- oder Segeltour gehen. Die Wüste lädt zu Oasenausflügen und Kamelritten ein. Ab den ägyptischen Häfen Alexandria und Port Said geht es per Bus weiter in die Hauptstadt Kairo und zu den Pyramiden von Gizeh. Passagiere folgen den Spuren der Pharaonen, machen eine Bootsfahrt über den Nil oder genießen das orientalische Treiben auf den Plätzen von Kairo. Port Said ist das Tor zum Suez-Kanal und man genießt seine Schönheiten am besten bei einer Rundfahrt mit den typisch ägyptischen Caleches. Die Höhepunkte der Hafenstadt Alexandria sind Fort Qait Bey und der Montazah-Palast.

Beirut und die Levanteküste: Foto: © Carina Tietz

Beirut und die Levanteküste: Foto: © Carina Tietz

 

 

Italien, Griechenland und die Türkei

Italien, Griechenland und die Türkei sind klassische Ziele bei Mittelmeer-Kreuzfahrten. Der Höhepunkt Griechenlands sind die Inseln Santorin, Rhodos, Mykonos und Kreta. Die Bucht von Santorin hat etwas Mythisches und die Altstadt von Rhodos lädt zum  Bummeln ein. Auf Mykonos stehen die berühmten Windmühlen und Kreta lockt mit traumhaften Badestränden und historischen Ausgrabungsstätten. Ein Landgang in Venedig ist ein Muss. Vom Kreuzfahrtterminal verkehren regelmäßig Wassertaxen zu den schönsten Plätzen der Stadt. Unvergesslich bleibt ein Spaziergang über den Markusplatz vorbei an den unzähligen Wasserwegen. Sehenswert in der Türkei ist die Metropole Istanbul am Bosporus. Hier warten spektakuläre Bauten, wie die Hagia Sophia und die Blaue Moschee.

Palma De Mallorca, ein beliebter Starthafen: Foto: © Carina Tietz

Palma De Mallorca, ein beliebter Starthafen: Foto: © Carina Tietz




Weinlexikon: Wein-Anbaugebiete in Deutschland

Es ist kaum zu glauben, aber Deutschland gehört eher zu den Zwergen des Weinanbaus. Es bildet faktisch die nordeuropäische Weinbaugrenze. Die Gebiete an Rhein, Mosel, Saar, Main, Ruwer, Nahe, Kocher, Jagst, Neckar, Tauber und Bodensee bilden knapp 1,3 % der weltweiten Weinbauflächen. Nach dem Fall der Mauer wurden noch die Gebiete an Elbe, Saale und Unstrut hinzugerechnet. International werden die deutschen Weinbaugebiete durch die klimatisierte Nordgrenze geschätzt. Diese verleiht dem Wein eine fruchtige und frische Note, die auf den hohen Säuregehalt zurückzuführen ist. Aber selbst wenn Deutschland flächenmäßig nur zu den Zwerggebieten gehört, zählen die Tradition, die Weinkultur und die ständige Weiterentwicklung bei Anbau, Ernte und Herstellung zu den Besten der Welt.



Im Vergleich zu Frankreich können in Deutschland die einzelnen Weinsorten im Geschmack variieren. Das liegt in der Hauptsache am Wetter. In Deutschland ist es daher üblich, dass der Wein nach seinen Rebsorten beschrieben wird. Entlang der Ahr wächst zum Beispiel die Spätburgundertraube. Sie perfektioniert samtige und feinherbe Rotweine. Am Mittelrhein ist die die nördliche Weinanbaugrenze erreicht. In Höhe von Bonn endet auch die deutsche Nordgrenze des Weinanbaus. Auf knapp hundert Kilometer erstreckt sich das mittelrheinische Anbaugebiet, dessen Hanglagen ein Gefälle von bis zu 60 % aufweisen. Hier wird überwiegend der Riesling hergestellt. Auch der Müller Thurgau und der Kerner kommt vom Mittelrhein. Die Hänge an Mosel, Saar und Ruwer sind traditionsreiche Riesling-Gebiete. Früher wurde auf den Etiketten der Mosel-, Saar- und Ruwer-Weine überhaupt keine Rebsorte genannt, da es sich zwangsläufig nur um einen Riesling handeln konnte.



Weinlexikon: Die Weinlese und die Beaujolais-Herstellung

Neue Techniken bei der Weinlese
Ingenieure arbeiten an neuen Entwicklungen. Momentan kommen die Erntegeräte nur an flachen Weinfeldern zum Einsatz. Zudem müssen die Zeilenabstände weit genug sein. Daraus resultiert ein Wärmeverlust der Reben. Auch die Flächen können nicht optimal genutzt werden. Die Erträge sinken. Winzer müssen daher gut kalkulieren. In vielen Fällen lohnt sich der Einsatz von Erntemaschinen gar nicht. In Hanglagen erfolgt immer eine Lese per Hand. Bisher hat man noch keine mechanischen Lösungen gefunden.



Kleiner Winzer und Winzergenossenschaften
Die vollen Körbe werden auf Anhänger und Wagen entleert und dann in die Kelterhäuser gebracht. Ab jetzt ist der Winzer alleine dafür verantwortlich, ob aus der Lese auch ein guter Wein wird. Schon bei der Lese werden die Früchte nach Sorte getrennt. Ein Kleinwinzer hat meist nur einige Weinpressen zur Verfügung. Winzergenossenschaften stellen dagegen in großen, industriellen Anlagen Weine her. Weiterlesen

Weinlexikon: Das Ernten der Spätlese und die Edelfäule

Das Ernten von Spätlesen ist generell nur mit bestimmten Sorten möglich. Diese müssen sich mit wachsender Reife nach und nach vollenden. Eine typische Spätlese ist der Riesling. Spätlesen gibt es generell nur in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz, in Rumänien und in Teilen des Elsasses.




Spätlesen haben zudem mit den Tücken des Herbstes zu kämpfen. Daher ist die Wahl des Lesetermins eine echte Herausforderung. Reife Trauben sind anfällig für Befall von Schimmelpilzen. Das gilt gerade bei einem warmen und feuchten Herbstwetter. Werden die Trauben von Schimmelpilzen befallen, entsteht die gefürchtete Edelfäule. Dabei wird die Haut der Traube förmlich durchlöchert. Das Wasser verdunstet erst in der Frucht und ernährt sich von den Inhaltsstoffen des Fruchtfleisches. Es macht sich ein Pilz breit, der mehr Säure als Zucker verzehrt. Die Lese wird süßer. Viele Weinkenner schätzen Weine mit Edelfäule-Bukett. Weiterlesen

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