Der Sinai: Urlaubsparadies und Kriegsschauplatz

Eigentlich hatte ich immer gehofft, dass sich der ägyptische Staat neu formiert und im ganzen Land endlich Ruhe einkehrt. Doch die Spaltung ist zu groß, das Sicherheitssystem ist zusammengebrochen und der Waffenschmuggel über den Gazastreifen ist ein weiteres Problem. Auch tauchen immer mehr Waffen aus den Arsenalen vom einstigen libyschen Staatschef Muammar al-Gaddafi auf. Experten gehen davon aus, dass vertraute Gruppen der Al Kaida auf dem Sinai ein islamisches Kalifat errichten wollen. Das ägyptische Militär konnte bereits erste Luftabwehrraketen sicherstellen.

Ohne Visa geht in Ägypten gar nichts! Foto: © Carina Tietz

Ohne Visa geht in Ägypten gar nichts! (c) Carina Tietz

Aktuelle Reisehinweise für Ägypten
Angesichts der aktuellen Lage in Ägypten ist es nicht verwunderlich, dass das Auswärtige Amt seine Reisehinweise verschärft hat. Die Bundesregierung rät ab sofort von Reisen auf den Sinai ab. Aktuell sind nun auch die Badeorte betroffen. Mitte Februar kam es zu Anschlägen und Anschlagsversuchen im Badeort Taba. Auch auf dem Süd-Sinai rund um Sharm el Sheikh könnte sich die Lage zuspitzen. Schon jetzt wird von unnötigen „Bewegungen“ außerhalb der Hotels abgeraten. Wer kann, sollte den Sinai verlassen.
Auch für die übrigen Regionen gelten Sicherheitshinweise. So wird vor Reisen in das Nildelta und Fahrten außerhalb der Ballungsgebiete von Kairo und Alexandria abgeraten. Fahrten in die nördlichen Regionen von Luxor sind ebenfalls nicht ratsam. Im ganzen Land kommt es verstärkt nach den Freitagsgebeten zu Demonstrationen, die schnell in blanke Gewalt übergehen und außer Kontrolle geraten. Gefährdet sind hier die Gebiete um den Tahir Platz in Kairo und der Universität in Giza. Aber auch in anderen Orten, wie Port Said kann es spontan zu Demonstrationen kommen. Angespannt ist die Lage auch entlang der ägyptisch-israelischen Grenze. Erst vor zehn Tagen starben drei südkoreanische Urlauber und ein ägyptischer Fahrer bei einem Bombenanschlag auf einen Touristenbus in Taba.

Irgendwo auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Irgendwo auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Der Sinai zwischen Krieg und Tourismus
Betrachtet man den Sinai einzig von seiner touristischen Seite, dann entdeckt man das Paradies auf Erden. Wer einmal über den Sinai gereist ist, kommt nie mehr davon los. Kupferrote Bergspitzen erheben sich bizarr aus dem Wüstensand. Über Schotterpisten erreicht man abgelegene Beduinensiedlungen, die uns in die Welt aus tausend und einer Nacht entführen. Hinter eindrucksvollen Korallenriffen und einzigartigen Mangrovenwälder verbirgt sich eine unbeschreibliche Tier- und Pflanzenwelt. Ein Sonnenaufgang am Berg Moses bleibt genauso unvergesslich wie ein Tauchgang am Blue Hole. Mir werden die Erlebnisse am Sinai immer in Erinnerung bleiben, denn sie sitzen tief. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir Demokratie und Frieden für die gesamte Region wünschen. Ich möchte einmal ohne Fahrer, mit einem Mietwagen quer über den Sinai und weiter über Israel nach Jordanien fahren. Ich möchte mich gefahrlos bewegen und die Grenzen ohne demokratischen Aufwand passieren können. Mein Wunsch scheint mir heute unerreichbar zu sein, aber 1987 hätte auch niemand geglaubt, dass die Mauer fällt!

Freundliche Menschen überall auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Freundliche Menschen überall auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Dahab und Nabq mehr als nur Taucherparadiese
Denkt man an Dahab, dann fällt einem spontan das Blue Hole ein. Das Blue Hole ist eine Art blaues Loch, das von Korallenriffen umgeben ist. Doch Dahab ist weit mehr als ein Taucherparadies. Unbeschreiblich schön sind die Strände. Sie schimmern im Sonnenlicht golden und gaben der Stadt ihren Namen, denn Dahab bedeutet übersetzt Gold. In Dahab erlebt man noch die Anfänge des Sinai-Tourismus. Die Beduinenstadt wurde einst von Israelis errichtet. Schon früh strandeten hier die ersten Hippies. Bis heute gilt Dahab als Anlaufstation für Rucksacktouristen. Interessante Leute aus aller Welt trifft man in den „Low-Budget-Camps“. Hier schläft man in Hütten und sitzt abends in Zelten zusammen und gibt sich der Schönheit dieser Landschaft hin. In Dahab braucht man keine All-inklusive Hotels mit üppigen Buffets und Animation. Hier isst man Ful oder Falafel in typisch ägyptischen Imbissen und trinkt den berühmten Kardamom-Kaffee.
Auch Nabq hat trotz der Nähe zu Sharm el Sheikh seine Ursprünglichkeit behalten. Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge auf dem Sinai. Die Küste steht unter Naturschutz und das Gebiet um Nabq herum ist als Nationalpark ausgewiesen. Nabq ist ein ruhiger Küstenort, in dem viele Beduinen leben. In den letzten Jahren sind aber entlang der Küstenstraße viele Hotelanlagen entstanden, die zum Teil nur über Privatstraßen erreichbar sind. Vom Sandstrand aus führen Holzstege ins Meer. Die Basare laden zum Bummeln ein.
Das Highlight von Nabq ist der Mangrovenwald. Er ist der größte seiner Art auf der Sinai-Halbinsel. Vor der Küste in den Korallenriffen ragt noch zum Teil das Wrack der Maria Schröder hinaus, die hier im Jahre 1965 sank.

Taucherboote am Sinai (c) Carina Tietz

Taucherboote am Sinai (c) Carina Tietz

Abu Gallum Nationalpark
Wer die unberührte Natur des Sinais kennenlernen möchte ist im Abu Gallum Nationalpark richtig. Der gesamte Park ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet mit einer Größe von 400 Quadratkilometern. Von Dahab sind es nur 15 Kilometer bis Abu Gallum. Ab dem Blue Hole, nördlich von Dahab, verkehrt regelmäßig eine Kamelkarawane durch den Park. Alternativ kann man ihn natürlich auch durchwandern. Es gibt feste Routen und Wege, die nicht verlassen werden dürfen. Die Kamelkarawane wird von sachkundigen Beduinen begleitet, die den Park wie ihre Westentasche kennen. In Dahab besteht auch die Möglichkeit ein Mountainbike für die Tour zu leihen.
Im Abu Gallum Park herrscht eine himmlische Ruhe. Es gibt keine Hotels und keine Restaurants. Noch nicht mal ein Café oder ein Kiosk ist vorhanden. Mitten im Park gibt es lediglich eine kleine Beduinensiedlung. Der Strand ist ein Paradies zum Schnorcheln. Selbst im flachen Wasser kann man zahlreiche Fischarten bewundern und der Flutsaum lockt mit Unmengen von Muscheln. Auch das Gebirge ist von einer faszinierenden Schönheit. Die Hügel fallen sanfter ab als am übrigen Sinai. Aus dem Boden ragen schwarze Lavasäulen hinauf, die auch unter dem Begriff „Forest of Pillars“ bekannt sind. Die Säulen sind versteinert und von unterschiedlicher Größe. Es sieht aus, als würden sie aus dem Berg hinaus wachsen und sich gegenseitig umarmen. Eine Kuriosität, die man gesehen haben muss!

Einsame Straßen auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Einsame Straßen auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Die berühmteste Sehenswürdigkeit auf dem Sinai: Das Katharinenkloster
Das Katharinenkloster ist die berühmteste Sehenswürdigkeit auf der Sinai-Halbinsel. Errichtet wurde das Kloster zwischen 548 und 565 auf Befehl Kaiser Justinians exakt an der Stelle, wo Moses laut der Bibel auf den brennenden Dornbusch traf. Die Stätte des brennenden Dornbusches und die Hauptkirche können besichtigt werden. Bei dem Busch handelt es sich um ein Rosengewächs mit dem Namen „Rubus Sanctus“. Trotz der religiösen Bedeutung ist die angrenzende Kapelle des Brennenden Busches ein eher bescheidener Bau.
Das Kloster ist die kleinste Diözese der Welt und das älteste noch aktive Kloster des Christentums. Benannt wurde es nach der Heiligen Katharina. Sie war eine alexandrinische Märtyrerin, die 395 getötet wurde. Angeblich wurden Ihre sterblichen Überreste fünf Jahrhunderte später auf dem Gipfel des Berges gefunden, der ebenfalls Ihren Namen trägt. Die meisten Nonnen und Mönche, die das Kloster bewohnen, stammen aus Griechenland, denn das Kloster gehört zur griechisch-orthodoxen Kirche. An griechisch-orthodoxen Feiertagen bleibt das Kloster geschlossen.
Sehenswert ist auch der umliegende St. Katharinen-Nationalpark. Er lockt mit einem Reichtum an seltenen Tieren und Pflanzen. Rund um das Kloster ist die Heimat des Sinai-Karmingimpels. Ein rosafarbender Sperling, der sogar bis ins Klosterinnere hineinfliegt. Er ist ein seltenes Exemplar, das nur noch im St. Katharinen-Nationalpark und in Palästina zu finden ist. Auf den Gipfeln des Klosters halten sich vermehrt Nubische Steinböcke auf. Der ganze Park ist die Heimat hunderter einheimischer Vogelarten und Zugvögel. Im Park halten sich auch viele Kriechtiere und Schlangen auf. Gerade am Mittag, wenn die Sonne brennt, ist der ägyptische Dornschwanz unterwegs. Mit etwas Glück kann man auch die vielen Wüstenagamen bewundern. Aber auch Tiere aus anderen Kontinenten haben hier eine Heimat gefunden: Wölfe aus Europa und Einödgimpel aus Asien.
Mit der Kobra und der Sandviper leben auch zwei Schlangenarten im Nationalpark. Darüber hinaus gibt es Skorpione und die ein oder anderen Echsen.

Rund um das Katharinenkloster
Sinai Peace Junction / Wadir Bi Nafekh
Kurz vor dem Katharinenkloster führt eine ungefähr 5 Kilometer lange Sand- und Steinpiste ins Wadir Bi Nafekh. Hier hat, sehr zum Entsetzen der Naturschützer, der belgische (Aktions-) Künstler Jean Verame seine Spuren hinterlassen. Der damalige ägyptische Präsident gab dem Künstler die Erlaubnis ein Felsengebiet mit einer Größe von 14 Quadratkilometern zu bemalen. Die Aktion war als Symbol des Friedens gedacht und verschlang über zehn Tonnen Farbe. Jean Verame nannte das Kunstwerk „Sinai Peace Junction“, das auch den Beinamen „Blaue Berge“ trägt.


Wadi Feiran / Oase Feiran
Vom Mosesberg erreicht man über den Watia-Pass den Wadi Feiran und die Oase Feiran. Sie ist die bedeutendste Oase des Sinai und gilt als biblisches Refidim, an dem Moses mit dem Stab Wasser aus dem Felsen schlug. Später kämpften hier Israeliten gegen Amalekiter. Zahlreiche Ausgrabungen belegen eine frühe christliche Besiedlung. Die Oase Feiran liegt am Fuße des Serbal Massivs und in der engsten Stelle des Wadi Feiran. Sie soll Raphidim gewesen sein, die letzte Etappe der Hebräer vor dem Berg Sinai während des Auszuges aus Ägypten. Bevor das Katharinenkloster entstand, war die Oase Feirum eine religiöse Anlaufstätte, in der im Jahre 400 ein Bistum gegründet wurde. Auf einem Hügel unmittelbar im Zentrum der Oase findet man noch die Ruinen eines Klosters und einer Kirche. In Feiran leben einige hundert Menschen, die von der Viehzucht und den Anbau von Früchten, Datteln und Getreide leben.

Strände auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Strände auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Wadi Mukattab (Mokattib)
Nördlich der Oase, bevor die Straße zur Küste hinunter führt, liegt in 10 Kilometer Entfernung Wadi Mukattab. Wadi Mukattab trägt auch den Beinamen „Das Tal der Inschriften“. Zu sehen gibt es einige antike Graffitis, die noch aus der Zeit der Nabatäer (2. Bis 3. Jahrhundert v. Chr.). Die älteste Inschrift in Wadi Mukattab soll nach Einschätzungen von Forschern schon 2600 Jahre vor Christus entstanden sein. Sie soll von Pharao Sechemchet stammen, der mit der Zeichnung seinen siegreichen Kampf gegen Räuber und Wegelagerer dokumentierte.

Serabit el-Khadim
Nordwestlich der Oase von Feiran liegt Serabit el-Khadim mit seinem berühmten Tempel. Der Tempel stammt nach Schätzungen von Archäologen aus der Zeit des Mittleren Reiches. Die Stelen des Tempels sind der Hathor und den Herrschern des Niltales geweiht. Hathor ist die Göttin der Türkise.

Der Berg Moses (Gebel Musa)
Der Berg Moses gehört zu den geschichtsreichen Orten auf dem Sinai. Hier soll Moses die Gesetztafeln mit den 10 Geboten von Jahwe, dem Gott der Hebräer, erhalten haben. Der Berg ragt südlich des Katharinenklosters 2285 Meter empor.
Der Aufstieg zum Gipfel ist anstrengend und nur für geübte Wanderer zu empfehlen. Grundsätzlich sollte man den Berg nur in Begleitung eines Guides besteigen. Der Aufstieg dauert für sportliche Menschen mindestens 2 ½ Stunden. Ungeübte brauchen deutlich länger. Die meisten Wanderer besteigen den Gipfel in der Nacht über den Anstieg El Bashait. Diese Strecke kann man auch auf den Rücken eines Kamels bewältigen. Die letzten 750 Stufen zum Gipfel erreicht man nur zu Fuß.
Es gibt auch eine kürzere Route (Siket Sayidna Musa) „der Weg des Moses“, die aber sehr steil hinaufgeht. Sie führt über eine Pilgertreppe mit 3750 Stufen.
Wer den Berg tagsüber besteigt, sollte genügend Getränke mitnehmen. Die Sonne scheint hier gnadenlos vom Himmel.

Bizarre Felsen auf dem Sinai (c) Carina Tietz

Bizarre Felsen auf dem Sinai (c) Carina Tietz


Ras Mohammed Nationalpark: Die Sehenswürdigkeit im Süden
An der Südspitze des Sinai liegt der Ras Mohammed Nationalpark. Pauschaltouristen fahren meistens mit dem Tauchboot direkt ab der Naama Bay über dem Wasserweg zum Nationalpark. Man kann den Park aber auch alternativ über den Landweg mit dem Mietwagen oder mit einem Taxi erreichen. Im Park gibt es eine Tauchstation (in Höhe der Bucht) und ein Besucherzentrum. Hier kann man sich einen Film ansehen und Broschüren über den Park erhalten.
Der Ras Mohammed war der erste Nationalpark Ägyptens, der im Jahre 1991 entstand. Die damalige EG griff Ägypten finanziell bei der Umsetzung unter die Arme. Früher war der Park an der Spitze des Süd-Sinai von strategischer Bedeutung und war viele Jahre militärisches Sperrgebiet. Damals patrouillierten hier Marineschiffe. Vor der Südspitze liegen viele Schiffswracks, die bei Angriffen versenkt wurden.
Heute gibt es weit über 150 Kilometer markierte Wege und Pfade. Der Park hat eine Gesamtgröße von 480 qkm. Er wird von Rangern überwacht. Am Küstensaum existieren ca. 150 verschiedene Korallenarten. Zu den Meeresbewohnern zählen Meeresschildkröten, Delphine und Haie. An Land streifen Füchse und Nagetiere durch das Gebiet. Zudem ist der Ras Mohammed Nationalpark ein Rückzugort vieler seltener Vogelarten.
Der Begriff Ras bedeutet übersetzt so viel wie Kap. Die Mangroven am Kap sind übrigens die nördlichsten in dieser Hemisphäre.

Noch keine Normalität in Dömitz

Der Katastrophenalarm in Folge des Elbehochwassers im Landkreis Ludwigslust-Parchim endet heute (17.06.2013) um 12 Uhr. Das gab Landrat Rolf Christiansen nach Beratung im Führungsstab der Kreisverwaltung heute Morgen in Ludwigslust bekannt. Zugleich wird angesichts weiter sinkender Wasserstände die Alarmstufe IV aufgehoben.

Dömitz, 13. Juni 2013 (c) Carina Tietz

Dömitz, 17. Juni 2013 (c) Carina Tietz

In Abstimmung mit dem Bildungsministerium wird regulärer Schulbetrieb an allen Schulen im Landkreis Ludwigslust-Parchim am morgigen Dienstag, 18. Juni, wieder aufgenommen.

Das im Zusammenhang mit dem Hochwasser getroffene absolute Betretungsverbot der Deiche gilt weiterhin. Der Zustand der Deiche ist unter ständiger Kontrolle.

Das Sperrgebiet im hochwassergefährdeten Bereich, das am 10. Juni festgelegt worden war, und damit verbundene Verkehrsbeschränkungen wurden bereits gestern Abend aufgehoben.

Noch sind die Discounter in Dömitz geschlossen (c) Carina Tietz

Noch sind die Discounter in Dömitz geschlossen (c) Carina Tietz

Die Pegelstände der Elbe betrugen heute um 6.00 Uhr am Pegel in Dömitz 6,32 Meter, am Pegel in Boizenburg 6,43 Meter. Die Wasserstände sinken derzeit um weniger als einen Zentimeter in der Stunde. Für morgen werden Wasserstände von 6,25 Metern in Dömitz und 6,35 Metern in Boizenburg erwartet.


Zurzeit werden zur Entlastung der Deiche die Sandsackerhöhungen rückgebaut Des Weiteren steht die Beobachtung und Beseitigung von Schwachstellen im Mittelpunkt. Entleerte, nicht mehr benötigte Sandsäcke stehen Anwohnern zur Verfügung. Darauf macht der Katastrophenabwehrstab des Landkreises aufmerksam. Die Sandsäcke können abgeholt, getrocknet und zum späteren privaten Hochwasserschutz eingesetzt werden.

Überall liegen Sandsäcke, 17. Juni 2013 in Dömitz (c) Carina Tietz

Überall liegen Sandsäcke, 13. Juni 2013 in Dömitz (c) Carina Tietz

Mit Stand von heute sind etwa 1000 Einsatzkräfte an den Deichen, in den örtlichen Stäben und im Katastrophenabwehrstab des Landkreises im Einsatz.

Mit dem Ende des Katastrophenalarms wird seitens des Landkreises auch der Betrieb des Bürgertelefons eingestellt. Ab Mittag ist die Kreisverwaltung in allen Fragen unter den Rufnummern 03871 722-0 in Parchim und 03874 624-0 in Ludwigslust erreichbar.

Auch in Dömitzer geht der Dank an die Helfer (c) Carina Tietz

Auch in Dömitzer geht der Dank an die Helfer (c) Carina Tietz



Hochwasser-Lage am 16. Juni im Landkreis Ludwigslust-Parchim

In der Sitzung des Katastrophenabwehrstabes des Landkreises Ludwigslust-Parchim heute Nachmittag um 16 Uhr wird Landrat Rolf Christiansen in Abstimmung mit den Fachberatern über die Aufhebung des Katastrophenalarms entscheiden. Das kündigte der Landrat heute Morgen in der Sitzung des Führungsstabes an.

„Ich gehe davon aus, dass wir heute um 18 Uhr den Katastrophenalarm und die Alarmstufe IV aufheben werden“, sagt Landrat Christiansen. „Im Stab sind wir uns einig, dass unser Landkreis bis dahin eine vorsichtige Linie fahren und keine überstürzten Entscheidungen treffen wird. Maßgeblich ist nicht der Richtwert für eine Alarmstufe, sondern der Zustand der Deiche und die Gesamtlage.“

Wann in Zusammenhang mit dem Hochwasser getroffene Maßnahmen wie das Betretungsverbot der Deiche, der verfügte Sperrbereich zwischen und die damit verbundener Straßensperrungen aufgehoben werden, wird voraussichtlich in der Sitzung des Stabes heute Nachmittag entschieden. Regulärer Schulbetrieb an allen Schulen im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird voraussichtlich am Dienstag, 18. Juni, wieder aufgenommen.

Zurzeit werden die Sandsackaufstockungen an den Deichen durch Einsatzkräfte zurückgebaut. Entleerte, nicht mehr benötigte Sandsäcke stehen Anwohnern zur Verfügung. Darauf macht der Katastrophenabwehrstab des Landkreises aufmerksam. Die Sandsäcke können abgeholt, getrocknet und zum späteren privaten Hochwasserschutz eingesetzt werden.

Die Wasserstände der Elbe im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind weiter rückläufig. Heute um 9.00 Uhr wurden am Pegel in Dömitz 6,43 Meter gemessen, am Pegel in Boizenburg 6,57 Meter. Zurzeit sinkt der Wasserstand um etwa einen Zentimeter pro Stunde. Für Montag werden Werte von 6,30 Metern in Dömitz und 6, 40 Metern in Boizenburg erwartet.

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim hatte Landrat Rolf Christiansen am 5. Juni angesichts vorhergesagter Wasserstände der Elbe von bis zu 8 Metern die Alarmstufe IV und den Katastrophenalarm ausgerufen. Höchste Wasserstände wurden am 10. Juni mit 7,21 Metern in Dömitz und 7,32 Metern am 11. Juni in Boizenburg gemessen. Die Deiche im mecklenburgischen Elbeabschnitt sind für Hochwasserstände von bis zu 6,80 Metern ausgelegt. Darüber bleibt ein Meter Freibord bis zur Deichkrone. Entlastung für den Verlauf des Hochwassers im Landkreis Ludwigslust-Parchim war maßgeblich durch Deichbrüche im oberen Verlauf der Elbe sowie die Flutung der Havel-Polder eingetreten.

Zur Deichaufstockung und –verteidigung wurden seit dem 5. Juni mehr als 1,2 Millionen Sandsäcke an den Deichen an Elbe und Elde verbaut. Insgesamt standen mehr als 2 Millionen Sandsäcke zur Verfügung. Zeitweilig waren mehr als 3000 Einsatzkräfte von Bundeswehr, Feuerwehren, Polizei, THW, DRK, ASB, Malteser Hilfsdienst und weiteren Beteiligten im Einsatz.

Aktuelle Situation 16.Juni in den Hochwassergebieten im Landkreis Lüchow-Dannenberg

Das Hochwasser steht weiterhin an den Deichen in Lüchow-Dannenberg, die Deichsicherungsarbeiten sind aber in fast allen Bereichen abgeschlossen. Die Notwendigkeit einer kreisweiten Koordinierung der Einsatzkräfte besteht derzeit nicht mehr, so dass Landrat Jürgen Schulz den Katastrophenalarm am 8.14 Uhr aufgehoben hat.

Wegen der weiterhin bestehenden Zuflüsse aus der Havel gehen die Wasserstände in Lüchow-Dannenberg derzeit nur sehr langsam zurück: aktuell mit etwa 0,5 cm pro Stunde. Dies wird nach Ansicht der Fachleute aus der Kreisverwaltung auch noch für etwa ein oder zwei Tage so bleiben. Erst ab Mittwoch ist mit einem vergleichsweise starken Rückgang zu rechnen.

In Gartow sind die Deichsicherungsarbeiten komplett abgeschlossen. Die Landesstraße 256 ist komplett frei. Da die Straße durch das Hochwasser jedoch nicht unerheblich gelitten hat, werden noch heute (16.06.2013) Mitarbeiter der Straßenmeisterei die Straße begutachten, um abzuschätzen, ob die dort bestehenden Sperrung aufgehoben werden kann oder ob zunächst noch Ausbesserunsgsarbeiten zu leisten sind.

Das Pumpenwerk ist seit dem späten Samstagnachmittag (15.06.2013) bekanntlich wieder in Betrieb. Auch die Stromversorgung ist für alle Gebäude wieder hergestellt. Heute wird ein Pumpen-Trupp des Technischen Hilfswerks in Vietze noch einmal seine Arbeit aufnehmen, um einzelne Keller auszupumpen.

Auch im Bereich Dannenberg ist die Lage stabil. Im Bereich der Kreisstraße zwischen Wussegel und Landsatz läuft der arbeitsintensive Rückbau. Im Bereich Wulfsahl / Landsatz mußten die Arbeiten allerdings vorübergehend unterbrochen werden. Mehrere Einsatzkräfte mußten wegen allergischer Reaktionen, die vermutlich in Zusammenhang mit dem dortigen Eichenprozessionsspinner-Befall stehen, im Dannenberger Krankenhaus behandelt werden. Auch im Bereich Damnatz sind noch Abkadungsarbeiten zu leisten, das heißt die Sandsäcke werden von den Deichkronen genommen, um diese zu entlasten und werden zur Sicherung an den Deichfuß verlegt. Auch in Neu Darchau läuft der Rückbau, hier sind über 100.000 Sandsäcke zu bewegen.

Die ersten Einsatzkräfte von THW und Bundeswehr rücken inzwischen ab. Die letzten werden voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages folgen. Nach Reinigungsarbeiten in den Unterkünften – insbesondere den Schulen und ihren Turnhallen – wird der reguläre Schulbetrieb dann – wie angekündigt – voraussichtlich am Mittwoch, den 19. Juni wieder starten können.


Lage auf der anderen Seite der Elbe (Stand 12. Juni)

Als angespannt, aber beherrschbar bewertet der Katstrophenabwehrstab des Landkreises Ludwigslust-Parchim die aktuelle Hochwasserlage. Am Pegel Dömitz sank der Wasserstand vom Höchstwert 7,21 Meter in der Nacht zum Mittwoch bis heute Nachmittag um 15 Uhr auf 7,12 Meter. In Boizenburg sank das Hochwasser in diesem Zeitraum vom Spitzenwert 7,32 Meter auf 7,31 Meter. Bis zum 17./18. Juni werden die Wasserstände der Elbe im Verlauf des Landkreises Ludwigslust-Parchim täglich voraussichtlich um 10 bis 20 Zentimeter sinken und dann den Richtwert für die Hochwasseralarmstufe IV von 6,50 Metern unterschreiten.

In allen Bereichen der Elbe treten mittlerweile in Folge des lange anhaltenden, immensen Hochwassers Sickerstellen auf. Auch diese Stellen werden regelmäßig von den Deichwachen kontrolliert und gegebenenfalls gesichert. An der Bundesstraße 5 bei Horst drohte eine Verwallung abzurutschen. Auch dieser Bereich wurde gesichert. Die Bundesstraße 191 wurde heute zwischen Malliß und Dömitz vorsorglich gesperrt, um Erschütterungen des gesicherten und erhöhten Deiches in Heiddorf insbesondere durch Schwerlastverkehr zu vermeiden. Der Straßenverkehr wird örtlich umgeleitet.

In der Sitzung des Stabes wies Landrat Rolf Christiansen erneut darauf hin, dass das Betreten der Deichanlagen strengstens verboten ist. „Schon kleinste Beschädigungen der Grasnarbe könnten bei dem derzeit herrschenden Druck des Wassers auf die durchweichten Deiche schlimme Folgen haben. In diesem Zusammenhang hat der Landrat heute eine Allgemeinverfügung zum Betreten der Deiche erlassen. Er kündigte an, dass die Einsatzkräfte, insbesondere die Polizei, die Einhaltung des Betretungsverbots konsequent durchsetzen. Das Betretungsverbot gilt auch in einem Zehn-Meter-Streifen landseitig des Deichfußes.

Aktuelle Lage in den Hochwassergebieten 13. Juni um 8 Uhr, es kommt noch Wasser aus der Saale

Im gesamten Landkreis Lüchow-Dannenberg sinken weiterhin die Wasserstände. In Schnackenburg beispielsweise geht das Wasser derzeit um 1 cm pro Stunde zurück. Am frühen Morgen (13.06.2013, 6.00 Uhr) stand der Pegel dort bei 7, 42 m, das sind 11 cm unter dem Höchststand von 2002. „Demnächst wird sich dieses Absinken voraussichtlich etwas verlangsamen“, prognostizierte Ernst-August Schulz von der Kreisverwaltung am Morgen in der Lagebesprechung des Katastrophenschutzstabs im Lüchower Kreishaus. Denn noch stünde unter anderem der Saale-Abfluss aus, der zusätzliche Wassermassen erwarten lässt.

Die Sicherungsarbeiten am zweiten Notdeich in Neu Darchau konnten am frühen Morgen erfolgreich abgeschlossen werden. Wegen der für die kommenden Tage vorhersagten Niederschläge haben die Einsatzkräfte dort in diesen Stunden damit begonnen, den Notdeich mit Planen abzudecken.

Nachdem in Gartow am Dienstag (11.06.2013) ein an sich gesund aussehender Baum in Deichnähe umgestürzt war, stand gestern (12.06.2013) eine alte Eiche in der Nähe der Schutzmauer in Wussegel besonders im Fokus. EInige Äste, die über die Mauer ragten, wurden abgesagt, der Wurzelteller des Baums mit Sandsäcken beschwert. Weitere Bäume in Deichnähe sollen aufmerksam beobachtet werden.

Abgesehen von den bekannten Brennpunkten bei Wussegel/Penkefitz und Neu Darchau/Katemin, sei die Lage insgesamt relativ ruhig: „Wir müssen jetzt auf die Standfestigkeit unserer Deiche vertrauen“. Und natürlich werden die Deiche weiterhin aufmerksam beobachtet. Bei Wussegel seien allein drei Wachen in doppelter Besetzung unterwegs, berichtete Axel Schmidt vom Jeetzeldeichverband.

 

Eine relativ ruhige Nacht mit viel Arbeit für die Einsatzkräfte

Die Nacht im Landkreis Lüchow Dannenberg ist relativ ruhig verlaufen. Noch vor Einbruch der Nacht wurden die Arbeiten am zusätzlichen Schutzwall in Neu Darchau weitgehend beendet. Der Schutzwall soll den völlig aufgeweichten Notdeich unterstützen. Hier gibt es durchweg Kontrollen der Deichwachen. In der Nacht fällten Einsatzkräfte in Wussegel einen großen Baum. Er drohte auf die Hochwasserschutzwand zu fallen. Die Baumarbeiten werden momentan fortgesetzt, denn weitere Bäume stehen unter Beobachtung. Auch sie könnten den Schutzwall beschädigen. Bisher mussten aber nur vereinzelt Äste abgesägt werden. Zum Schutz werden die Bäume nun regelmäßig kontrolliert. In Gartow werden seit den frühen Morgenstunden Sandsäcke umgeschichtet und von den Deichkronen an die Deichfüße verlegt. Das soll den Deichen weitere Stabilität garantieren und sie etwas entlasten.

Die Pegelstände sind nach Angaben der Samtgemeinde Elbtalaue stabil. Bis Mitte nächster Woche sollen die Pegel täglich um ca. 20 Zentimeter sinken. Ein zu schnelles Absinken wäre aber nicht gut, da die Deiche dadurch instabiler werden. 

Lage entlang der Deiche wird kritischer

Die Lage entlang der Deiche wird immer kritischer. Ein Leser berichtet, dass die Maulwürfe aus der Deichgegend abgezogen sind. Das könnte bedeutet, dass das Wasser von unter immer weiter anrückt. 

In Wussegel und Penkefitz sind die Deiche durchgeweicht. Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass Wasser durchdrückt. So zeigen sich viele Wasserblasen. Die Lage hier ist kritisch. Helfer der Feuerwehr, des THW und der Bundeswehr geben ihr Bestes! Mit Sandsäcken will man die Deichfüße weiter abdecken. Stahlplatten werden entlang der Straßen befestigt.

Noch schlimmer sieht es in Neu Darchau aus. Hier wurde die Bevölkerung bereits aufgefordert Fahrzeuge und nicht befestigte Gegenstände zu entfernen. Es wird angeraten, sich in den Obergeschossen aufzuhalten.

Helfer sind überall im Einsatz. Wir können nur hoffen, dass die Deiche halten!

 

 

Keine Entwarnung für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

Der Landrat hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass der Pegel in Schnackenburg sich nunmehr seit 30 Stunden auf stabilem Niveau befindet. Das bedeutet aber nicht, dass es für unseren Landkreis eine Entwarnung gibt. Sicher ist, dass das Wasser noch einige Zeit auf dieser Höhe stehenbleiben wird. Die Prognosen über die Dauer gehen auseinander. Man spricht von einem Tag bis hin zu einer Woche. Deichwachen sind rund um die Uhr im Einsatz. 

Angespannt ist die Lage entlang der L256 zwischen Meetschow und Gartow. Die Bundeswehr ist hier im Einsatz und wird vorsorgliche eine zweite Deichlinie aufbauen. In Wussegel gibt es Probleme mit Sickwasser. Auch hier sind Experten vor Ort. Tiesmesland wird von der Feuerwehr unterstützt. Auch hier gab es einige Schwachstellen.

Momentan liegen über 300.000 gefüllte Reserve-Sandsäcke bereit. Die Sandsackproduktion wurde daher erst einmal eingestellt. 

Die Pegel steigen

Während die Wasserstände im südlichen Sachsen (Schöna, Dresden) z.T. deutlich sinken, steigen die Pegelwerte flussabwärts nach wie vor stark an (Magdeburg heute mittag: 7,12 m). Gleiches gilt für die Pegel im niedersächsischen Elbeabschnitt, die am Wochenende voraussichtlich weiter stetig ansteigen werden. Es ist aufgrund dieser Prognosen (grau hinterlegt) und Abschätzungen (Klammerwerte) damit zu rechnen, dass die Richtwasserstände für die Alarmstufe IV der Deichverteidigungsordnungen des Landkreises Lüneburg für den Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband und des Artlenburger Deichverbandes voraussichtlich am Sonntag, den 09. Juni erreicht und in den darauffolgenden Tagen überschritten werden.

Aufgrund des Aufeinandertreffens der Scheitelabflüsse von Saale und Elbe wird für morgen der Scheitelwasserstand am Pegel Barby mit 7,45 m a. P. prognostiziert. Dieser Wasserstand liegt 45 cm über dem bisher höchsten gemessenen Wasserstand vom August 2002 (7,00 m). Aktuell werden am darunter liegenden Pegel Magdeburg Abflüsse von etwa 5.000 m³/s gemessen.

Im weiteren Verlauf der Elbe werden weiterhin stärker ansteigende Wasserstände erwartet. Am Pegel Wittenberge wird am 11. Juni ein Höchststand von 8,10 m vorausgesagt.

Am Pegel Dömitz wird zur Zeit ein Höchstwasserstand von 685 cm vorhergesagt, der den bislang höchsten Hochwasserstand um 13 cm überschreitet.

Nach heutigem Kenntnisstand muss davon ausgegangen werden, dass die bisherigen höchsten Wasserstände aus den vergangenen Hochwasserereignissen an den niedersächsischen Pegeln erreicht und zum Teil überschritten werden. Die Tore des landeseigenen Schöpf- und Sielbauwerkes in Hitzacker wurden heute am späten Vormittag geschlossen.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung kündigt an, dass die BfG in Kürze mit fortlaufenden Abflussmessungen beginnen wird. Damit sollen weitere Erkenntnisse für künftige Hochwasserereignisse gewonnen werden.

Die Internetseite der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft in Sachsen Anhalt mit den dort eingestellten Vorhersagewerten der Vorhersagezentrale Magdeburg ist zeitweise wegen der hohen Zugriffe stark überlastet. Es wird darauf hingewiesen, dass die Vorhersage sowie die Hinweise zu den Wasserständen und der Wasserstandsentwicklung auch auf der Seite des NLWKN heruntergeladen werden können.

Derzeit passiert der Hochwasserscheitel den Raum Torgau und wird voraussichtlich vier Tage später Niedersachsen erreichen.

Der NLWKN Lüneburg beobachtet die Entwicklung der Wasserstände und wird über die weitere Entwicklung des Hochwassers informieren.

Die durchschnittlichen und höchsten Pegelstände an der Elbe vom Hochwasser August 2002, April 2006 und Januar 2011 sowie die aktuellen Wasserstände von Juni 2013:

 

Angaben in
Zentimetern
am Pegel
Durch-schnittlicher
Wasserstand
Hochwasser August
2002
Hochwasser
April
2006
Hochwasser
Januar
2011
Aktueller
Wasserstand
07.06.13
Schnackenburg 279 751 745 721 597
Damnatz 295 751 762 770 576
Hitzacker 267 750 763 770 542
Neu Darchau 270 732 749 749 537
Bleckede 680 1125 1138 1146 925
Hohnstorf 492 870 911 923 641
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