Weinreise Frankreich: Châteauneuf-du-Pape

Traumhafter Morgen in Avignon: Der Papstpalast erstrahlt in der Morgensonne, Menschen eilen umher, kaufen Baguettes und die Zeitung und stehen zum Smalltalk an den Straßenecken. Die Metropole hinter der Stadtmauer beginnt zu leben. Schnell einen Kaffee im Café „Tout va bien“, hier ist die Atmosphäre so richtig südfranzösisch. Heute zieht es mich raus aus Avignon in die päpstlichen Gärten, dort wo die Reben meines Lieblingsweines gedeihen.

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz

Café „Tout va bien“ in Avignon © Foto: Carina Tietz






Von Avignon nach Châteauneuf-du-Pape
In Avignon ist immer irgendwo Stau. Ich bin seit zwei Wochen in der Gegend unterwegs und habe schnell gelernt. Bloß nicht hinter der Stadtmauer parken. Da kommt man in der Rush-Hour nicht mehr raus. Also habe ich meinen Wagen unten am Rhone-Ufer abgestellt. Hier reihen sich bereits die ersten Touristenbusse aneinander, die die Gäste zum Papstpalast bringen. Ich brauche fast eine Stunde für die knapp 15 Kilometer nach Châteauneuf-du-Pape. Es wird gehupt und wild gestikuliert. Eigentlich alles wie immer im französischen Verkehr. Ich lächele gelassen zurück.
Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz

Avignon: Vom Papstpalast hinunter zum Rhone-Ufer © Foto: Carina Tietz






Châteauneuf-du-Pape: Angekommen in den Papstgärten
Genau hier liegt ein weiteres Stück Frankreich, das mich seit eh und je fasziniert. Die Luft ist staubig und trocken, das Land ist weit. Um mich herum nur Weinreben, dazwischen ein paar Gebäude und Säulen aus der Römerzeit und dahinter das schroffe und bizarre Gebirge. Ich fahre an den Straßenrand, steige aus und atme tief ein und aus. Ich will das unbeschreibliche Gefühl mitnehmen. Ich setzte mich auf einen Findling und betrachte viele Minuten die Umgebung. Kein Wunder, dass die Päpste hier einmal ein Schloss bauten und Gärten anlegten.

Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz


Châteauneuf-du-Pape, mein Lieblingswein
In den ehemaligen päpstlichen Gärten, unterhalb der Schlossruine gedeihen die Reben des Châteauneuf-du-Pape. Es ist der Kiesboden, der die Reben so gut wachsen lässt. Doch auch die stetig warmen Sonnenstrahlen lassen die Trauben so schmackhaft werden und geben dem Châteauneuf-du-Pape seinen würzigen Geschmack. 13 verschiedene Rebsorten wachsen hier und können in allen Châteauneuf-du-Pape-Weinen enthalten sein. Der Châteauneuf-du-Pape hat einen höheren Alkoholgehalt, als die Weine aus dem Côtes du Rhône-Gebieten. Trotzdem sind sie erstaunlich mild im Geschmack .




Angekommen in  Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Angekommen in Châteauneuf-du-Pape © Foto: Carina Tietz

Weinreise Frankreich : Côtes du Rhône

Von Lyon geht es über die Nationalstraße immer in Richtung Süden. Mal fließt die Rhone links und mal rechts der Straße entlang. Hier erstecken sich die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône. Doch was macht den Côtes du Rhône-Wein so einzigartig? Wie sind die Weine eingestuft? Wo liegen die Unterschiede?

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône © Foto: Carina Tietz





Das Weinanbaugebiet Côtes du Rhône
Die Weinanbaugebiete Côtes du Rhône beginnen bei Vienne im Norden. Hier liegen die kleineren Anbaugebiete Cote Rotie und Condrieu. Weiter südlich an der Mündung zur Isère befinden sich die bekannten Weinanbaugebiete der Hermitage. Bei Valence erstrecken sich die Gebiete von Cornas und Saint-Péray. Rund um Montélimar gibt es keine nennenswerten Weingegenden. Die größten und bekanntesten Anbaugebiete der Côtes du Rhône-Weine findet man nordöstlich von Orange und nordwestlich von Avignon.

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz

Côtes du Rhône-Reben bei Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die schlichten Côtes du Rhône-Weine
Millionen Hektoliter der jährlich produzierten Côtes du Rhône-Weine sind schlichte Weine. Wir finden sie in den heimischen Discountern und Supermärkten zu einem günstigen Preis. Diese Weine sind trocken im Geschmack. Es handelt sich hierbei um einen Verschnitt der nördlichen und der südlichen Weinregionen. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei diesen Weinen um Weine mit niedriger Qualität handelt. Die einfachen Weine der Côtes du Rhône haben einen sehr guten Geschmack und gelten in Frankreich als akzeptable Tafelweine.

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz

Anbaugebiet der Côtes du Rhône-Reben: Gaujac © Foto: Carina Tietz





Die Qualitätsweine der Côtes du Rhône
Die Reben der Qualitätsweine der Côtes du Rhône gedeihen im Vaucluse und im Gard. Diese Weine sind stark im Aroma und werden als Weine der Region Côtes du Rhône Villages vertrieben. Ihr könnt die Weine überall vor Ort kaufen. Achtet aber auf den Jahrgang. Die zwei und drei Jahre alten Weine sind wesentlich besser im Geschmack. Der ist dann würziger und mitunter von einer feinen Schärfe. Neben den Rotweinen sind auch die Roséweine dieser Region erstklassig und preiswert. Die Rebsorte Gamay sind besonders fruchtig und die Weine von Cinsault gelten es leicht und feinwürzig im Geschmack.

Weinreise kreuz und quer durch Frankreich

Ab sofort werde ich im Weinlexikon auch einzelne Weinregionen vorstellen, die ich natürlich alle schon bereist habe. Es geht los mit Frankreich, meinem Weinland Nummer 1. Begleitet mich durch meine mehrmonatige Reise kreuz und quer durch Frankreich. Dazu erfahrt Ihr auch weiterhin alles Wichtige zum Thema Wein und ich stelle ab sofort auch einzelne Weinsorten vor, die ich natürlich auch selber schon probiert habe.

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz






Frankreich: Das Land der Weine und Reben
Ich liebe Frankreich und die französischen Weine. Der Spruch „Leben wie Gott Frankreich“ kommt ja nicht von ungefähr und Wein ist nun mal das beliebteste alkoholische Getränk in Frankreich. Wein wird in Frankreich immer und überall getrunken. Wenn ich meine Familie in Frankreich besuche, gibt es natürlich zuerst ein Glas Champagner. Zum Essen werden verschiedene Rot- und Weißweine gereicht. Aber auch am Abend, wenn wir uns ein schönes Plätzen in den Lokalen von Dinard gesucht haben, genießen wir ein Glas Rotwein. Begleitet mich auf einer aufregenden Reise durch Frankreich.
Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz






Das sind meine Stationen in Frankreich:

• Nord Pas-de-Calais
• Picardie
• Seine-Maritime
• Savoie
• Bouches-du-Rhône
• Alpillen
• Haute-Loire
• Vaucluse
• Calvados
• Côtes-d’Armor
• Bretagne
• Normandie
• Somme
• Morbihan
• Jura
• Meurthe-et-Moselle
• Orne
• Alpes-de-Haute-Provence
• Vaucluse
• Aisne
• Camargue

Weinanbau in Frankreich
In allen Regionen südlich von Paris wird überall Wein angebaut. Edle Weine kommen aus Bordeaux und Burgund und die Weine der Provence überzeugen durch ihren starken Geschmack. Weine aus der Lothringer Gegend gelten als zarte Weine. Wobei in dieser Gegend der Weinanbau nach starkem Reblausbefall sehr zurückgegangen ist. Jura und Savoyen sind vielfältige Gebiete mit unterschiedlichen Rebsorten. Eines der besten Weinanbaugebiete der Welt ist Côtes du Rhône.

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz






Kulinarische Highlights in Frankreich
Neben den französischen Weinen werde ich Euch auch kulinarische Highlights vorstellen. Meeresfrüchte aus der Bretagne und Käse aus Brie stehen genauso auf dem Programm wie eine Bouillabaisse aus der Provence und Austern aus Marennes-Oléron. Ich nehme Euch mit in Restaurants, die man auf keiner Landkarte findet und zeige Euch urige Hotels und Ferienanlagen, die mit einem ausgezeichneten Preisleistungsverhältnis punkten. In diesem Sinne: “Vive la France”.

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Die Camargue, ein kleines Paradies im Süden Frankreichs

Für mich gehört die Camargue noch immer zu den schönsten Landstrichen Frankreichs. Die Seen und Sumpfgebiete sind Naturparadiese und die Heimat zahlreicher Vogelarten, wie zum Beispiel Flamingos. Schön anzusehen sind auch die Herden kleiner schwarzer Rinder, die typisch für die Camargue sind. Aber auch sonst hat die Camargue so einiges zu bieten.



Die Camargue geographisch
Die Grenzen der Camargue lassen sich nicht exakt bestimmen. Nicht selten wird auch die „Petite Camargue“ zu dem Gebiet der eigentlichen Camargue gezählt. Die „Petite Camargue“ hat ähnliche landschaftliche Strukturen. Streng geographisch gesehen, ist sie aber nur ein Anhängsel der eigentlichen Camargue. Die „Petite Camargue“ hat nur eine Größe von knapp 100 Quadratkilometern. Die Camargue ist dagegen über 700 Quadratkilometer groß. Eingegrenzt wird die Camargue von der Petit Rhone, Grand Rhone und der Mittelmeerküste. Damit liegt sie mitten im Rhone-Delta. Die „Petite Camargue“ beginnt östlich der eigentlichen Camargue und erstreckt sich bis zum Canal Rhone-Sète.

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Typische Landschaftsform in der Camargue © Foto: Carina Tietz

Die frühere Camargue
Die Camargue ist bekannt für ihr weites und flaches Land. Kaum einer weiß, dass die Camargue früher einmal stark bewaldet und der grüne Teil Südfrankreichs war. Die Phönizier liebten das Waldland und siedelten sich hier an. Doch dann kamen die Römer. Als sie Frankreich eroberten, hatten sie ihre Spuren in Italien bereits hinterlassen und dort ganze Landstriche entwaldet. Sie benötigten immer mehr Holz zum Bauen Ihrer Schiffe. Die Camargue war genau das Land, nachdem sie immer gesucht hatten. Es gab nämlich nicht nur genügend Holz, sondern die Camargue lag auch strategisch optimal. Mit dem Mittelmeer vor der Türe konnten sie ihre Schiffe schnell zu Wasser lassen und wieder neue Gebiete erobern.

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Camargue: La Grande Motte © Foto: Carina Tietz

Von der nassen zur trockenen Camargue
Bis in die 1940er Jahre war die Camargue feucht und salzig. Doch dann begann man mit der Verlegung von Drainagen und schuf Entsalzungsanlagen. Es entstanden viele trockene Gebiete, die auch heute noch, allerdings mit modernerer Technik, trocken gehalten werden. Die trockengelegten Gebiete eignen sich hervorragend zum Weinanbau. Heute kennen wir viele gute Weine, deren Trauben in den trockenen Gebieten der Camargue reifen. In den nassen Gebieten wird überwiegend Reis angebaut. Der südliche Teil der Camargue wird landschaftlich genutzt. Der Fund mehrerer Klostersiedlungen bewies, dass die Camargue schon im Mittelalter für landschaftliche Zwecke genutzt wurde.

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Bewertung Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence

Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence punktet durch seine zentrale Lage und überzeugt mit einladenden Zimmern und einem umfangreichen Wellness-Angebot. Auch der Service und die Ausstattung der Zimmer können sich sehen lassen.



Lage: Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence
Das Hotel Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence liegt direkt am Stadtring (D99A), Boulevard Victor Hugo. Doch trotz der zentralen Lage ist vom Verkehrslärm im Hotel selber nichts zu spüren. Die berühmte Kirche St. Martin und der Grand Marché kann man in wenigen Minuten bequem zu Fuß erreichen. Am Boulevard Victor Hugo und gleich in unmittelbarer Nähe zum Hotel findet man viele kleine Geschäfte, urige Cafés und eine Vielzahl guter Restaurants. Das Hotel ist auch ein sehr guter Ausgangsort für Ausflüge. Les Baux de Provence und Avignon liegen nur wenige Autokilometer entfernt.

Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz


Ausstattung: Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence
Alle Zimmer sind modern und komfortabel eingerichtet. Der Stil nicht immer südfranzösisch, aber dafür sehr geschmackvoll und farblich aufeinander abgestimmt. Das Herzstück des Hotels ist der große Garten mit einem großen Außenpool. Rund um den Pool stehen Sonnenliegen und Sonnenschirme zur Verfügung. Der Garten ist parkähnlich angelegt und bietet einen traumhaften Blick auf die Ausläufer der Alpilles. In der Nähe des Hotels befindet sich noch ein Spa- und Wellnessbereich, der keine Wünsche offen lässt.



Bewertung Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence
Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence überzeugt mit einem hervorragenden Service und ist mit 4 Sternen ausgezeichnet. Es spricht somit überwiegend Gäste an, die viel Wert auf einen hohen und ansprechenden Komfort legen. Ein Standardzimmer kann man bereits ab 220,- € pro Nacht buchen. Für ein Zimmer mit Terrasse zahlt man pro Nacht knapp 350,- €. Eine Nacht in einer Suite beginnt bei 460,- € pro Nacht. Für Kinder gelten gesonderte Preise, wenn sie im Zimmer der Eltern übernachten. Die Kinderpreise sind vom Alter abhängig. Das Hotel de L´Image in Saint Remy de Provence eignet sich ganz besonders für Gäste, die die Provence individuell entdecken möchten.

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Saint Remy de Provence: Idyll am Rande der Alpilles

Saint Remy gehört zu den schönsten Städten der Provence. Idyllisch liegt die Stadt am Fuße der Alpilles in der grünen und fruchtbaren Region Petit Crau. Das Herzstück der Stadt ist die Kirche St. Martin und der Marktplatz. Hier bieten Händler aus der gesamten Region jeden Mittwoch ihre Waren an. Auch die vielen Straßencafés rund um den Stadtring laden zum Verweilen ein.



Saint Remy de Provence: Das Herzstück ist die Kirche St. Martin
Egal von welcher Seite man in die Stadt hineinfährt, die Kirche St. Martin fällt Besuchern gleich ins Auge. Die Frontfassade mit den vielen Säulen erinnern aber eher an ein amerikanisches Parlamentsgebäude, als an eine Kirche. Sie sind so bestimmend, dass man den eigentlichen Kirchturm erst nach genauem Betrachten wahrnimmt. Die Kirche stammt aus dem vorletzten Jahrhundert. Der Glockenturm wurde aber schon im 14. Jahrhundert gebaut. Die Kirche kann auch von innen besichtigt werden.

Die Kirche St. Martin in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Die Kirche St. Martin in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Viele kleine Läden in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Viele kleine Läden in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Ein Spaziergang durch Saint Remy de Provence
Saint Remy de Provence kann man am besten zu Fuß erkunden. Parkplätze findet man am Grand Marché an der Rue Lafayette. Mittwochs ist der Platz für Fahrzeuge gesperrt, weil hier der Wochenmarkt stattfindet. Vom Marktplatz aus geht man über die Rue Jaume Roux in das Zentrum der Stadt und folgt der Rue Isidore Gilles. Hier liegen zahlreiche Straßencafés, Souvenirläden und Restaurants. Über die Rue Carnot und die Rue Expilly kommt man zur Kirche St. Martin zurück. In der Nähe der Kirche findet oftmals im Jahr eine kleine Kirmes statt. Es gibt einige Karussells und eine Eis-und Pizzabude.




Cafés in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Cafés in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz


Saint Remy de Provence, ein Ort der Reichen und Schönen
Früher war Saint Remy de Provence ein ruhiger und beschaulicher Ort, der vom wahren südfranzösischen Lebensstil geprägt war. Zwar verweilen die Menschen auch heute noch in den Brasserien und spielen Boule, aber dennoch hat sich die Stadt verändert. Es war Caroline von Monaco, die zuerst vor den Fotografen und vor dem Trubel an der Côte d’Azur hierher floh. Doch auch hier wurde sie von Klatschreportern und Pressefotografen entdeckt. Das hat zur Folge, dass der Ort bald in aller Munde war. Auch andere Prominente, wie zum Beispiel der der Schauspieler John Malkovich siedelten nach Saint Remy um. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass man in Saint Remy einen Prominenten trifft. Trotzdem lassen die Einheimischen die Touristen gerne in dem Glauben. Mag sein, dass auch der gesamte Prominenten-Trubel dazu beigetragen hat, dass die Preise in den Cafés und Restaurant sehr hoch sind. Wer in Saint Remy einen Kaffee trinken oder ein Eis essen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Für eine Tasse Kaffee zahlt man in manchen Cafés über vier Euro und eine kleine Eiskugel ist nicht unter zwei Euro zu bekommen.
Günstige Unterkünfte findet man bei booking.com:


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Eine Tankstelle direkt am Haus in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Eine Tankstelle direkt am Haus in Saint Remy de Provence © Foto: Carina Tietz

Lambesc an der Hügelkette Chaîne des Côtes

Lambesc hat knapp 9500 Einwohner und liegt etwa 20 Kilometer von Aix-en-Provence entfernt. Der einst sehr beschauliche Ort ist heute ein beliebter Anziehungsort für Urlauber. Die Stadt erlebte in den letzten Jahren einen richtigen Boom. Vor 20 Jahren lebten nur 3500 Einwohner in Lambesc. Nur am Rande des Ortes lagen zwischen duftenden Lavendelfeldern ein paar einsame Ferienhäuser. Heute ist Lambesc ein beliebter Ferienort.




Lambesc in der Entwicklung
Als ich vor über 20 Jahren zum ersten Mal einen Urlaub in Lambesc verbrachte, war der der Ort noch beschaulich und ruhig. Es gab in der gesamten Umgebung nur 30 Gästebetten und keinerlei Aktivitäten für Touristen. Das Leben spielte sich nur um den Marktplatz herum ab. Die kleine Bar gibt es heute noch, aber leider wird dort keine Bouillabaisse mehr serviert. Angesiedelt wurde die Stadt am Fuß der Chaîne des Côtes um einen Kirchenhügel herum. Der Verlauf ist noch immer erkennbar, denn der Kirchplatz ist konzentrisch von Boulevards umgeben.

Willkommen in Lambesc in der Provence © Foto: Carina Tietz

Willkommen in Lambesc in der Provence © Foto: Carina Tietz

Spaziergang durch Lambesc
Lambesc lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Parkplätze findet man am Boulevard de la République in der Nähe der Post. Das Zentrum und die Kirche Eglise Notre-Dame de l’Assomption sind in wenigen Minuten erreichbar. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert, allerdings wurde der Glockenturm bereits im 14. Jahrhundert errichtet. Der Helm des Turmes wurde bei einem Erdbeben im Jahre 1909 zerstört. Im gesamten Stadtgebiet stehen viele sehenswerte Brunnen und Waschhäuser. Auch viele Stadthäuser und Stadtpaläste aus dem 17. und 18. Jahrhundert prägen das Stadtbild.

Die Kirche Notre-Dame de l’Assomption in Lambesc © Foto: Carina Tietz

Die Kirche Notre-Dame de l’Assomption in Lambesc © Foto: Carina Tietz


Die Umgebung von Lambesc
Die Umgebung von Lambesc lädt zu Spaziergängen und Wandertouren ein. Die Hügelkette Chaîne des Côtes bietet üppig Grünflächen und duftende Lavendelfelder, die durch massives Felsgestein unterbrochen sind. Besonders im Frühling lockt die Region mit blühenden Feldern und Bäumen. In der gesamten Region befinden sich zahlreiche Weingüter (z.B. Domain de Janet), die auch Weinproben, Führungen und Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Günstige Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Lambesc findet man bei hier booking.com:



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Weinlexikon: Lagerung und Fasslagerung

Die Länge der Fasslagerung ist unterschiedlich. Sie hängt sehr stark von den einzelnen Weinsorten ab. So werden die Qualitätsstufen des Weines auch durch eine Mindestlagerzeit im Holzfass bestimmt. Natürlich kommt es auch auf die Haltbarkeit an. Junge Weine sollte nicht lange gelagert werden. Alte Weine brauchen dagegen eine längere Lagerung, um optimal zu reifen. Durchschnittlich kann man sagen, dass der Wein zwischen drei und neun Monate im Fass bleibt. Danach wird er erst in Flaschen umgefüllt.



Die Abfüllung in die Flaschen kann per Hand oder maschinell erfolgen. Obwohl in der Weinherstellung viele Arbeitsschritte modern ersetzt und unterstützt werden, hat sich die Abfüllung in Glasflaschen noch immer Tradition. Die Form der Weinglasflasche sollte schon vor Jahrhunderten an die Kellergewölbe erinnern, in denen der Wein gelagert wird. Nach Weinstudien gibt es die Weinflasche bereits seit Christi Geburt. Sie wurde praktisch erfunden, als die Menschen mit der Glasbläserei begannen. Allerdings ließ die Form noch zu wünschen übrig. Die Flasche blieb nicht stehen und war ziemlich unförmig. In Italien hatte man damals eine Idee, die zur Erhaltung der Tradition oft noch heute zu finden ist. Man umwickelte die Flasche einfach mit Bastkordeln, bis sie einen glatten Boden bekam und schließlich eigenständig stehen konnte. In Bastflaschen wurde mit Vorliebe Chianti gefüllt.



Weinlexikon: Nach der Gärung

Nach der Gärung ist der Wein noch ganz jung. Er enthält immer noch einen Anteil an festen Stoffen. Diese beeinflussen nicht nur sein Aussehen, sondern auch seinen Geschmack. Daher erfolgt knapp drei Wochen nach Ender der Gärung der erste Abstich. Dazu wird der Wein in andere Behälter gefüllt, wenn sich die festen Bestandteile auf dem Fassboden befinden. In Deutschland erfolgt der erste Abstich immer im Winter. Danach ruht der Wein für vier bis sechs Wochen. Erst dann kann der zweite Abstich erfolgen. Enthält der Wein dann immer noch trübe Feststoffe, nimmt der Winzer eine Schönung vor. Er darf nun eine bestimmte, gesetzlich erlaubte Menge an Substanzen beimischen, die die festen Bestandteile des Weines binden und ausfällen. Eventuell wird der Wein noch gefiltert. Durch Abstiche und Schönung reifen Weine früher. Eine natürliche Reifung würde das Absinken der Trübstoffe erst viel später bewirken. Die zeitliche Abfolge der Prozesse kann variieren. Entscheidend ist hier die Weinsorte. Bordeaux-Weine müssen zum Beispiel lange in den Fässern lagern. Deshalb liegen die Abstiche bei Bordeaux-Weinen weiter auseinander. Wesentlich kürzer ist der Intervall bei Beaujolais-Weinen. Diese kommen schon sechs Wochen nach der Lese in den Handel. Französische Weißweine füllt man gleich von der Hefe auf die Flasche. Dadurch enthalten französische Weißweine viel Kohlensäure, die durch die Gärung entsteht. Sie schmecken so fruchtig und frisch. Der Nachteil ist allerdings die kurze Haltbarkeit.




Der Verschnitt hinterlässt bei Kunden nicht immer einen guten Eindruck. Sie glauben, dass der Verschnitt die Qualität des Weines beeinflusst. Das ist aber völlig falsch. Viele Spitzenweine, wie zum Beispiel der Cotes du Rhone oder die Bordelais-Weine entstehen erst durch Verschnitt. Zudem ist der Weinverschnitt gesetzlich geregelt.



Weinlexikon: Gärende Weine und mit Schwefel haltbar gemachte Weine

Gärende und hefetreibende Weine, wie zum Beispiel Federweißer sind Spezialweine, die nur in offenen Flaschen in den Handel kommen. Ein Korken kann aufgrund der ausweichenden Kohlesäure nicht angebracht werden.
Die meisten Weine werden durch Schwefeln haltbar gemacht. Das geschieht unmittelbar nach der Gärung. Durch die Schwefelung wird die Oxidation des Weines verhindert. Oxidation könnte ohne Schwefeln durch die Einwirkung von Luft und Sauerstoff entstehen. Nichtgeschwefelte Weine werden sehr schnell schal und ungenießbar. Der Schwefel ist geschmacklos. Er eignet sich deshalb auch hervorragend um die Holzfässer hygienisch sauber zu halten und sie vor Schimmel zu schützen. Obwohl der Schwefel sich beim Weingenuss nicht bemerkbar macht und geschmacksneutral ist, kann er vereinzelt Kopfschmerzen oder auch Hautausschlag hervorrufen. Wer gegen Schwefel allergisch ist, sollte zu Bioweinen greifen. Die Erzeuger von Bioweinen dürfen nur extrem niedrige Schwefelmengen einsetzen.




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