Weinreise kreuz und quer durch Frankreich

Ab sofort werde ich im Weinlexikon auch einzelne Weinregionen vorstellen, die ich natürlich alle schon bereist habe. Es geht los mit Frankreich, meinem Weinland Nummer 1. Begleitet mich durch meine mehrmonatige Reise kreuz und quer durch Frankreich. Dazu erfahrt Ihr auch weiterhin alles Wichtige zum Thema Wein und ich stelle ab sofort auch einzelne Weinsorten vor, die ich natürlich auch selber schon probiert habe.

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz

Willkommen in der Provence © Foto: Carina Tietz






Frankreich: Das Land der Weine und Reben
Ich liebe Frankreich und die französischen Weine. Der Spruch „Leben wie Gott Frankreich“ kommt ja nicht von ungefähr und Wein ist nun mal das beliebteste alkoholische Getränk in Frankreich. Wein wird in Frankreich immer und überall getrunken. Wenn ich meine Familie in Frankreich besuche, gibt es natürlich zuerst ein Glas Champagner. Zum Essen werden verschiedene Rot- und Weißweine gereicht. Aber auch am Abend, wenn wir uns ein schönes Plätzen in den Lokalen von Dinard gesucht haben, genießen wir ein Glas Rotwein. Begleitet mich auf einer aufregenden Reise durch Frankreich.
Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz

Traumhafte Strände in der Bretagne © Foto: Carina Tietz






Das sind meine Stationen in Frankreich:

• Nord Pas-de-Calais
• Picardie
• Seine-Maritime
• Savoie
• Bouches-du-Rhône
• Alpillen
• Haute-Loire
• Vaucluse
• Calvados
• Côtes-d’Armor
• Bretagne
• Normandie
• Somme
• Morbihan
• Jura
• Meurthe-et-Moselle
• Orne
• Alpes-de-Haute-Provence
• Vaucluse
• Aisne
• Camargue

Weinanbau in Frankreich
In allen Regionen südlich von Paris wird überall Wein angebaut. Edle Weine kommen aus Bordeaux und Burgund und die Weine der Provence überzeugen durch ihren starken Geschmack. Weine aus der Lothringer Gegend gelten als zarte Weine. Wobei in dieser Gegend der Weinanbau nach starkem Reblausbefall sehr zurückgegangen ist. Jura und Savoyen sind vielfältige Gebiete mit unterschiedlichen Rebsorten. Eines der besten Weinanbaugebiete der Welt ist Côtes du Rhône.

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz

Über die Französischen Alpen nach Süden © Foto: Carina Tietz






Kulinarische Highlights in Frankreich
Neben den französischen Weinen werde ich Euch auch kulinarische Highlights vorstellen. Meeresfrüchte aus der Bretagne und Käse aus Brie stehen genauso auf dem Programm wie eine Bouillabaisse aus der Provence und Austern aus Marennes-Oléron. Ich nehme Euch mit in Restaurants, die man auf keiner Landkarte findet und zeige Euch urige Hotels und Ferienanlagen, die mit einem ausgezeichneten Preisleistungsverhältnis punkten. In diesem Sinne: “Vive la France”.

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Calvados an jeder Ecke © Foto: Carina Tietz

Weinlexikon: Die Weinlese und die Beaujolais-Herstellung

Neue Techniken bei der Weinlese
Ingenieure arbeiten an neuen Entwicklungen. Momentan kommen die Erntegeräte nur an flachen Weinfeldern zum Einsatz. Zudem müssen die Zeilenabstände weit genug sein. Daraus resultiert ein Wärmeverlust der Reben. Auch die Flächen können nicht optimal genutzt werden. Die Erträge sinken. Winzer müssen daher gut kalkulieren. In vielen Fällen lohnt sich der Einsatz von Erntemaschinen gar nicht. In Hanglagen erfolgt immer eine Lese per Hand. Bisher hat man noch keine mechanischen Lösungen gefunden.



Kleiner Winzer und Winzergenossenschaften
Die vollen Körbe werden auf Anhänger und Wagen entleert und dann in die Kelterhäuser gebracht. Ab jetzt ist der Winzer alleine dafür verantwortlich, ob aus der Lese auch ein guter Wein wird. Schon bei der Lese werden die Früchte nach Sorte getrennt. Ein Kleinwinzer hat meist nur einige Weinpressen zur Verfügung. Winzergenossenschaften stellen dagegen in großen, industriellen Anlagen Weine her. Weiterlesen

Weinlexikon: Der Eiswein

Läuft das Jahr für den Winzer gut und spielt Klima und Natur mit, kann der sogenannte Eiswein hergestellt werden. Geerntet werden die Trauben erst dann, wenn sich am Rebstock der erste starke Frost zeigt. Eisweintrauben dürfen nicht von der Edelfäule betroffen sein. Es eignen sich nur schöne reife Früchte. Die Eisweinernte ist etwas ganz Besonderes. Sie wird oft mit einem großen Medienspektakel begleitet. Eine Lese per Hand ist für die Qualität des Weines ideal. Der Winzer schneidet die Trauben so einzeln mit der Schere ab. Dadurch erkennt er ganz genau, welche Traube eventuell von der Edelfäule betroffen ist. Auch schlechtes und unreifes Gut wird so ausgesondert. Leider ist die Lese per Hand auch ziemlich aufwendig. Daher setzt sich auch hier immer mehr die Vollmechanisierung durch. Allerdings sind diese mechanischen Systeme noch nicht ganz ausgereift.



Weinlexikon: Das Ernten der Spätlese und die Edelfäule

Das Ernten von Spätlesen ist generell nur mit bestimmten Sorten möglich. Diese müssen sich mit wachsender Reife nach und nach vollenden. Eine typische Spätlese ist der Riesling. Spätlesen gibt es generell nur in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz, in Rumänien und in Teilen des Elsasses.




Spätlesen haben zudem mit den Tücken des Herbstes zu kämpfen. Daher ist die Wahl des Lesetermins eine echte Herausforderung. Reife Trauben sind anfällig für Befall von Schimmelpilzen. Das gilt gerade bei einem warmen und feuchten Herbstwetter. Werden die Trauben von Schimmelpilzen befallen, entsteht die gefürchtete Edelfäule. Dabei wird die Haut der Traube förmlich durchlöchert. Das Wasser verdunstet erst in der Frucht und ernährt sich von den Inhaltsstoffen des Fruchtfleisches. Es macht sich ein Pilz breit, der mehr Säure als Zucker verzehrt. Die Lese wird süßer. Viele Weinkenner schätzen Weine mit Edelfäule-Bukett. Weiterlesen

Weinlexikon: Die Weinernte

Der Kampf gegen das Wetter
Eine erfolgreiche Ernte ist von vielen Kriterien abhängig. Selbst wenn alle Kriterien seitens des Winzers beachtet wurden, hat am Ende doch die Natur das letzte Wort. Der Klimawandel hat den Winzer in jüngster Zeit immer häufiger in Schwierigkeiten gebracht. Nicht selten wurden Teile der Ernte vernichtet oder der Ertrag war verschwindend gering. Schuld daran waren lang andauernde Hitzewellen oder extreme Starkregengebiete, die sich Form von Unwettern entluden. Auch in Zukunft werden sich die Winzer mit der Wetterproblematik auseinandersetzen müssen.




Alle namhaften Winzer stellen die Qualität vor der Quantität der Ernte. So ist der Rebschnitt im Vorfrühling und im Spätwinter für eine gute Ernte unerlässlich. Warme Sommer mit vereinzelten Regengebieten sind ein gutes Zeichen. So kann sich die Säure in der Traube bilden. Ein goldener Herbst vollendet den Ernte-Ertrag. Im Herbst reifen die Trauben vollständig aus und bilden, den für die Gärung so wichtigen, Fruchtzucker.




Die Weinernte: Nur erlaubt mit einer Genehmigung
Das ganze Jahr über ist der Winzer für seine Reben alleine verantwortlich. Bei der Ernte jedoch nicht. Selbst, wenn er seine Trauben für reif genug hält, darf er sie ohne Genehmigung nicht ernten. Ernte- und Lesetermine werden von den Behörden vorgegeben. Dazu wurde ein Leseausschuss ins Leben gerufen, der zu einer Anhörung geladen wird. Erst nach der Anhörung werden die Erntetermine bestimmt. Behördlich geknüpft ist der Weinanbau auch am sogenannten Herbstbann. Mit dem Herbstbann wird die Zeit zwischen Beginn der Traubenreife und dem letzten Tag der Lese bestimmt. In dieser Zeit dürfen die Weinberge nur mit einer behördlichen Genehmigung betreten werden. So sollen in erster Linie Manipulationen verhindert werden. Ab wann eine Lesegenehmigung erteilt wird, hängt vom Wetter und von den spät- oder frühreifenden Traubensorten ab. Will der Winzer zum Beispiel eine Spätlese erzeugen, wartet er mit der Ernte bis zum Spätlesetermin. Diese liegt immer nach der Hauptlese.




Der Weinanbau: Hanglage und Böden

Der Weinanbau
Der Mensch kann den Weinbau zwar beeinflussen, aber am Ende entscheidet doch die Natur. Nur sie alleine kann der Rebe eine optimale Bedingung bieten. Wärme ist die beste Voraussetzung für eine gute Traube. Auch eine gewisse Luftfeuchtigkeit muss vorhanden sein. Extreme Hitze oder Dauerregen können den Reben aber erheblich Schaden. So spielt also die Wahl des Standortes eine entscheidende Rolle. Der Mensch sehnt sich, genau wie die Rebe, nach Sonne. Das ist auch ein Grund dafür, dass es uns mindestens einmal im Jahr in den Süden zieht. Gerade dort ist der Wein ein Nationalgetränk. Blickt man auf die Geschichte des Weines zurück, erkennt man deutlich, dass die Anbaugebiete über Jahrtausenden an denselben Orten zu finden sind.
Doch die Klimaveränderung hat sich auch auf den Weinanbau ausgewirkt. Selbst an Standorten, die über Jahrtausenden die besten Weine garantierten, gibt es heute manchmal schlechte Ernten. Das liegt an den extremem Wetterverhältnis, die auch in Europa verstärkt auftreten.




Auch der Boden wirkt sich auf das Gedeihen der Rebe aus. Die Rebe ist eine sogenannte dankbare Pflanze und wächst auf allen Böden. Allerdings gibt es Böden, die besonders gute Weine hervorbringen.
Sind die Reben reif für die Ernte, beginnt der nächste Prozess. Die Trauben werden geerntet und gekeltert. Ab jetzt greift der Kellermeister ein. Er vollendet, was die Natur auf den Weg gebracht hat. Jeder Schritt entscheidet darüber, ob der Geruch, der Geschmack und das Aussehen des Weines den Kunden am Ende zufrieden stellen. Nur, wenn alle Komponenten miteinander harmonieren, kommt auch ein erlesener Wein in die Flasche.

Die sonnige Hanglage
Weinreben mögen die Sonne. Der Fruchtzucker bildet den Hauptbestandteil für eine erfolgreiche Weingärung. Daher werden zur Weinherstellung süße Trauben gebraucht und diese gedeihen perfekt in sonnenreichen Hanglagen. Ein zweiter wichtiger Bestandteil ist die Fruchtsäure in der Traube. Diese bildet sich durch Abkühlung. Ein paar kühlere Tage sind daher ideal. Frost können Weinreben überhaupt nicht vertragen. Ideale Hänge liegen in Mittel- und Südeuropa. Der höchste Rebenhang in Europa befindet sich in Visperterminen in der Schweiz. Hier wachsen die Trauben in einer Höhe von 1200 Metern.

Es geht nichts über einen guten WeinFoto: © Carina Tietz

Es geht nichts über einen guten WeinFoto: © Carina Tietz

Weinanbau auch in kälteren Lagen
Grundsätzlich sollte der Hang geschützt liegen. Es dürfen keine kalten Winde wehen. Die Hanglagen im Norden kämpfen gegen ein Mischklima an. Der Winzer kann nicht wirklich vorhersagen, ob die Ernte gut wird. Doch im Laufe der Jahre haben die nordeuropäischen Winzer ihre eigenen Strategien entwickelt. Häufig wählen sie Hänge in unmittelbarer Nähe von Seen und Flüssen. Diese Gewässer sind ein idealer Wärmespeicher. Außerdem stehen sie für ein gleichmäßigeres Klima. Die Unterschiede zwischen den Tages- und Nacht-Temperaturen sind geringer. Solche Bedingungen finden Winzer zum Beispiel am Rhein oder an der Mosel vor.
Die Hänge müssen auch für die Bepflanzung geeignet sein. Der Winzer pflanzt die Reben dicht beieinander. Dadurch können sich die Pflanzen gegenseitig wärmen. Das bringt gerade im Frühjahr Vorteile, wenn es zum Beispiel plötzlichen Bodenfrost gibt.
Auch die Luftfeuchtigkeit muss stimmen, denn Reben ziehen zwischen 70 und 90 % Feuchtigkeit aus dem Boden. Der Rest kommt aus der Luft. So darf der Hang auch gerne im Nebel liegen oder viel nächtlichen Tau bilden. Das begünstigt gerade im Herbst das gute Gedeihen der Früchte.




Weinanbau: Auch auf den Boden kommt es an
Der Rebstock bezieht seine Nahrung aus dem Boden. Daher muss er tiefverwurzelt stehen. Kenner wissen, dass die richtige Mischung aus Mineralien und Gesteinen das Wachstum der Rebe ganz entscheidend beeinflussen können. Grundsätzlich ist die Rebe anspruchslos. Sie wächst eigentlich auf allen Böden. Allerdings zeigt sich die Auswirkung des Bodens erst in der Ernte. Nur gute Böden garantieren auch eine gute Ernte. Die Böden sollten steinig sein. Steinige Böden sind in der Regel warm und können die Wärme sehr gut speichern. Auch sandige Böden eignen sich noch gut, da sie sich sehr schnell erwärmen. Aber sie kühlen auch schnell wieder ab. Der Winzer weiß, welcher Boden für seinen Wein am ehesten geeignet ist. Ein edler Riesling bevorzugt zum Beispiel einen durchlässigen Boden aus Schiefer oder Urgestein. Der Silvaner dagegen wächst auf jeden Boden, der nicht ganz so trocken ist.

Die Wahl des Weines Foto: © Carina Tietz

Die Wahl des Weines Foto: © Carina Tietz

Weinanbau: Der Boden beeinflusst den Geschmack
Der Boden wirkt sich auf den Geschmack des Weines aus. Ihr werdet aber auf den Etiketten ganz bestimmt keine Informationen über den Boden finden. Das hat gute Gründe, denn der Nachweis ist kompliziert. Man benötigt neben exakt der gleichen Rebsorte und dem gleichen Jahrgang auch ein Lagenverzeichnis und geologische Karten. Zusammenfassend gilt, dass steinige Böden feinfruchtige Weine hervorrufen. Schwere Böden, zum Beispiel aus Lehm oder Löß stehen eher für blumige Weine. Leichte und spritzige Weine stamme auch von leichten Böden. Die Reben zur Champagnerherstellung kommen vorwiegend aus Kalkböden.
Auch in Deutschland geben die Böden Aufschluss über den Geschmack des Weines. Schwere und feurige Rotweine stammen beispielsweise von den Reben des Kaiserstuhles. Die Reben der pikanten und feinfruchtigen Weine kommen vom mineralreichen Schieferboden der Moselhänge.




Wissenswerte und Informationen zum Thema „Wein“

Schon seit Jahrhunderten gehört der Wein zu den edelsten und beliebtesten Getränken der Welt. Die Weinherstellung kann auf eine lange und historische Geschichte zurückgreifen. So wurde der erste Wein bereits im 6. Jahrtausend vor Christi gekeltert. Er hat kein Ursprungsland. Römer, Griechen und selbst Asiaten stellten Wein durch die Gärung von Trauben her. Dabei kam ihnen auch die anspruchslose Anpflanzung von Weinreben zu Gute. Ob die Reben gut gedeihen, hängt von ihrem Standort ab. Ein sonniger Standort garantiert auch fast immer eine gute Traube.
Als der Weinanbau vor Jahrtausenden begann, mussten Lebensmittel vor allem einfach zu lagern und lange haltbar sein. Auch diese Kriterien erfüllt der Wein. Wird er ordnungsgemäß gelagert, kann er auch heute noch nach Jahren verzehrt werden. Viele Weine erhalten erst durch eine lange Lagerung ein Spitzen-Aroma.

Der Wein hat seinen Platz in der Gesellschaft längst gefunden. Er ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ganze Studien beschäftigen sich mit der Herstellung von Wein. Für einen guten Wein zahlen Kenner auch vierstellige Beträge. Köche empfehlen zu jedem Essen den passenden Wein. Aber auch abends nach getaner Arbeit, gehört ein gutes Glas Wein zum Entspannen dazu.

Auf meinem Blog erfahrt Ihr alles rund um das Thema Wein. Lasst Euch von Weinexperten inspirieren und probiert neue Weine aus. Ihr lernt die unterschiedlichsten Weinanbaugebiete kennen und macht Bekanntschaft mit der Weinverarbeitung. Wusstet Ihr, dass auch die richtige Temperatur des Weines und ein passendes Weinglas für den perfekten Weingenuss entscheidend sind? Stöbert durch die Seiten auf meinem Blog und gebt Euch der Weinversuchung hin.