Vietze: NLWKN genehmigt ersten Deichbauabschnitt

Während des Hochwassers im Juni 2013 zählte die Ortschaft Vietze zu den Brennpunkten im Niedersächsischen Abschnitt der Elbe. Nun hat der NLWKN der Gemeinde Höhbeck die endgültige Genehmigung für den ersten von drei Bauabschnitten erteilt. Vorausgegangen waren zwei vorzeitige Zulassungen für Teilbaumaßnahmen, dank derer noch im vergangenen Jahr mit den umfangreichen Bodenarbeiten für den Deich begonnen werden konnte.

Die Länge des jetzt genehmigten Bauabschnitts beträgt 467 Meter, die so ausgestaltet werden, dass der Deich ein Hochwasser wie 2013 sicher an der Ortslage vorbeiführt. Die Kosten hierfür sind mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt.




Der Deichbau erfordert eine Neuordnung der Oberflächenentwässerung in Vietze, für die unter anderem neue Kanäle angelegt und bestehende verlegt werden müssen. Ferner entsteht im nordöstlichen Bereich – vor der zweiten Deichüberfahrt – ein Schöpfwerk, das im Ort anfallendes Regenwasser sowie im Hochwasserfall hinter dem Deich austretendes Qualmwasser wieder in die Elbe pumpt.

„Das Projekt stellt einen Gewässerausbau und den Bau eines Hochwasserschutzdeiches dar. Zu beachten waren daher die Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes und des Niedersächsischen Deichgesetzes. Das Wasserhaushaltsgesetz schreibt hier die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens vor“, beschreibt Stefan Lübbecke vom NLWKN in Lüneburg die rechtlichen Rahmenbedingungen. Insgesamt 14 betroffene Behörden und Einrichtungen sowie 15 anerkannte Naturschutzvereinigungen waren zu beteiligen. Die vorgebrachten Anregungen und Bedenken führten – ins besondere im Fall der Oberflächenentwässerung – zur mehrfachen Überarbeitung und Ergänzung der Planungen. „Schließlich konnten wir in allen wesentlichen Punkten einvernehmliche Lösungen erzielen“, betont Lübbecke. „Bei den Bürgern ist das Projekt auf hohe Akzeptanz gestoßen, obwohl für den Deich Flächen von Wohngrundstücken benötigt werden“. So sei im Anhörungsverfahren nur eine private Einwendung vorgetragen worden, die zudem bereits im Erörterungstermin im Februar 2015 ausgeräumt werden konnte.

Der Beschluss und die Planunterlagen werden vom 17. Februar bis zum 1. März in den Räumen der Samtgemeinde Gartow zur Einsicht ausgelegt.



L232 : Vollsperrung ab 10. August 2015

Im Zuge der Landesstraße 232 ist zwischen dem Industriegebiet Dahlenburg/ Quickborn und der Ortschaft Tosterglope (Landkreis Lüneburg) ab dem 10. August mit Behinderungen zu rechnen. Dies teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus Lüneburg mit.

Nach Mitteilung der Behörde werden hier Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahn unter Vollsperrung durchgeführt. Der Verkehr in Richtung Neu Darchau wird über die Landesstraße 222 nach Nindorf geführt und von dort über die Landestraße 231 nach Neu Darchau. Von Neu Darchau gelangt man über die Landesstraße 232 nach Tosterglope. Der Verkehr in Gegenrichtung wird über die gleiche Strecke nach Dahlenburg umgeleitet. Die Umleitungsstrecken sind ausgeschildert.



Die Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel werden gebeten, die Aushänge der Verkehrsbetriebe an den Haltestellen zu beachten.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Anfang September andauern. Witterungsbedingte Verzögerungen sind möglich. Weiterlesen

Rezension zu André Herzberg, Alle Nähe fern

Ich habe das Buch von einem lieben Kollegen bekommen. Die ersten Seiten haben mich nicht gerade begeistert. Doch mit jedem Kapitel stieg meine Leselust und am Ende hat mich das Buch bereichert. Alles, was Ihr über das Buch wissen müsst und meine Rezension zu „André Herzberg, Alle Nähe fern“ findet Ihr hier

 


Wichtige Infos zu meinen Bürozeiten im März und im April 2015

Mein Büro bleibt während der Leipziger Buchmesse vom 12. bis zum 15. März 2015 geschlossen.  Ich bin aber in dieser Zeit telefonisch und per Email erreichbar. Aufgrund einer längeren Reise bleibt mein Büro auch vom 20. März bis zum 13. April 2015 geschlossen. Alle noch offenen Projekte werden bis zum 18. März oder nach vorheriger Absprache fertiggestellt. Ich bin in dieser Zeit nicht zu erreichen. 

Interessante Themen und viele Infos über die Leipziger Buchmesse gibt es hier 

 

 

 


Der Countdown läuft!

Noch zwei Tage: Dann rollt der Ball endlich wieder und die besten Fußballnationen der Welt greifen nach dem goldenen Pokal. Ganz Deutschland ist im Fußballfieber. Ganz Deutschland??? Nein, es hat den Anschein als sei das Wendland eine halbwegs fußballfreie Zone. Mir ist das egal. Ich habe das Haus trotzdem geschmückt und ich werde mir meine Fußballeuphorie von niemandem nehmen lassen. Ich bin an der deutsch-niederländischen Grenze aufgewachsen. Umzingelt von etlichen Bundesligateams und mitten drin im ständigen Kampf zwischen den großen Fußballnationen Deutschland und der Niederlande. Da nimmt man das WM-Fieber schon über die Muttermilch auf.

Die Vorbereitungen laufen Foto: © Carina Tietz

Die Vorbereitungen laufen Foto: © Carina Tietz


Was ich in meiner Heimatstadt erlebt habe bleibt unvergesslich. Tief im Herzen bleibt der Weltmeistertitel von 1990 und das Tor von Andreas Brehme. Unter dem Sonnenschirm im Garten hängt heute die 24-Jahre alte Fahne. Damals, am 8. Juli 1990, als Codesal Mendez aus Mexico das Endspiel in Rom anpfiff, da hing die Fahne im Wohnzimmer meiner Eltern. Wenige Stunde danach flatterte sie aus dem Schiebedach meines Opel Kadetts in den Abendhimmel von Herzogenrath und Kerkrade. Sie war ein Teil des Autokorsos, der sich bis nach Mitternacht die Grenze entlang bewegte. Aber die Grenze war auch immer Schauplatz von unschönen und für unsere Nation beschämenden Szenen: Durch meinen Garten stürmten Hooligans eines Bundesligavereins um Deutschland nicht nur auf dem Rasen, sondern auch mit Fäusten gegen die Niederlande zu verteidigen.

Die WM kann beginnen Foto: © Carina Tietz

Die WM kann beginnen Foto: © Carina Tietz

Nicht weniger begeistert und im Herzen auch ein Stück französisch (ganz sicher auch der Verwandtschaft wegen!) feierte ich am 12. Juli 1998, als Frankreich im Finale gegen Brasilien mit 3:0 gewann. Ein Mann war es, der sich von Anfang in mein Herz gespielt hatte: Zinédine Zidane. Vergessen war das Vorrundenspiel gegen Saudi Arabien, als er die Rote Karte sah. Seine beiden Tore machten Frankreich zum Weltmeister. Für mich persönlich ist und bleibt Zidane der beste Spieler der Welt. Niemand hat den Ball so künstlerisch beherrscht wie er. Ich könnte das alles jetzt noch weiter ausschmücken und müsste mich dann auch zwangsläufig mit dem unschönen Abgang des Weltstars beschäftigen. Aber dazu ist jetzt wirklich nicht der richtige Zeitpunkt.

Vor uns liegen nun Tage der Hoffnung und des Daumendrückens. Wir werden fluchen, schreien, weinen, diskutieren, über Löw schimpfen, Fahnen hissen, hoffentlich ganz oft TTTTTTTTTTTTTTTTOOOOOOOOOOOOOOOOORRRRRRRRRRRRRRR schreien, Bier kalt stellen, grillen und bis zum 13. Juli dem Fußballfieber verfallen sein.

Was wir erleben, fühlen und wie wir leiden, erfahrt Ihr ab heute täglich auf meinem Blog!


Mein Dank an die Leser!

Liebe Leser,

das Hochwasser hat uns nun mehr als 10 Tage auf Trab gehalten. Die Pegel sinken langsam und vielerorts kehrt wieder die Normalität ein. Die meisten Geschäfte sind wieder geöffnet und die Schulen nehmen ab Mittwoch wieder den Betrieb auf. Deshalb werde ich meine Berichterstattung über das Hochwasser an dieser Stelle beenden. Es war eine Spontanaktion den Blog als Hochwasserticker zu nutzen. Die Resonanz war mehr als positiv. Daher möchte ich mich auf diesem Weg für die zahlreichen netten E-Mails bedanken. Ich werde jede dieser E-Mails persönlich beantworten. Das kann aber eine Weile dauern, denn mit so vielen lobenden und dankenden Worten habe ich niemals gerechnet.
Aktuelle Berichte, News, Reportagen, Artikel, Fotos und vieles mehr aus dem Wendland und den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Ludwigslust-Parchim gibt es ab sofort auf www.wendland-aktuell.de . Ich würde mich freuen, wenn Sie auch auf diesem Blog des Öfteren mal vorbeischauen.
Unter www.carina-tietz.de finden Sie ab sofort wieder interessante Reisereportagen und kleine Geschichten aus meinem Alltag.

Mein Büro hat ab sofort wieder geöffnet. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen, Anregungen und Aufträge.

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen.

Carina Tietz


Müllabfuhr in Hitzacker kommt am 25. Juni

Der Fachdienst Abfallwirtschaft teilt mit, dass die aufgrund der Hochwasserlage ausgefallenen Entsorgungstouren der Müllabfuhr nicht nachgeholt werden können. Die nächste reguläre Entsorgung der Abfallbehälter in Hitzacker findet am Dienstag, 25.06.2013, statt. Es besteht jedoch zusätzlich die Möglichkeit normale blaue Müllsäcke zum Abfuhrtermin an die Straße zu stellen. Von einer Verwendung der amtlichen Abfallsäcke wird in diesem Ausnahmefall abgesehen.

Scheitelwerte weitestgehend erreicht, aber das Wasser wird längere Zeit auf hohem Niveau bleiben

An den Pegeln Schnackenburg, Lenzen, Hitzacker und Dömitz hat sich der Scheitelwert eingestellt. Dieser wird sich in den nächsten Tagen auf einem hohem Niveau halten. Der Hochwasserscheitel befindet sich momentan zwischen Wittenberge und Dömitz. Das Wehr Neuwerben wurde am Abend des 10. Juni, aufgrund des Deichbruchs in Fischbeck, wieder geschlossen. Es sollte eine zusätzliche Gefährdung Havelbergs vermieden werden.

Die Tendenz einer Überschreitung von fast 50 cm über dem bisher höchsten gemessenen Wasserständen, an den Pegeln Schnackenburg bis Dömitz, wird sich voraussichtlich auch an den unterhalb gelegenen Pegeln fortsetzen. Ebenfalls muss an den unterhalb gelegenen Pegeln auch mit einer Verweildauer des Wasserstandes auf einem hohem Niveau gerechnet werden. Das kann mehrere Tage andauern.

Die Trübung des Wassers geht seit Montag zurück, was gemäß der Erfahrungen ein Zeichen dafür ist, dass der Scheitel erreicht ist.

Der NLWKN Lüneburg beobachtet die Entwicklung der Wasserstände weiter und wird über die weitere Entwicklung des Hochwassers informieren.

Kuriositäten in Hochwasserzeiten: Kaltenhofer Kinder machen mobil gegen Gaffer

Den Kindern in Kaltenhof reicht es. Zu Spitzenzeiten können Sie die Straße „Am Deich“ nicht mehr ungehindert passieren, denn Gaffer fahren achtlos bis zum Deich hinauf. Die Kinder wissen, dass das verboten ist und, dass der Deich uns allen Schutz vor dem Hochwasser bietet. Nur wenn der Deich intakt bleibt, können wir hier ungestört leben.

Sobald ein Auto die Straße passiert sind die Kinder mit Roller und Fahrrad zur Stelle. Unmissverständlich machen sie den Gaffern klar, dass sie hier in Kaltenhof unerwünscht sind. Einige Kinder klären sie sogar altklug über den Deichschutz auf. Die Aktion zeigt Wirkung. Vielen Gaffern ist es geradezu peinlich, von Kindern auf ihr Fehlverhalten hingewiesen zu werden. Sie machen sich gleich wieder auf den Weg. 

Pegelstand pendelt sich ein!

Die Wasserspiegellagen in der Elbe werden derzeit von den Deichbrüchen in Barby und Stendal/Tangermünde sowie der Flutung der Havelpolder beeinflusst.

In Schnackenburg ist der Pegelstand seit gestern Abend mit 776/779 cm und in Lenzen seit den frühen Morgenstunden mit 791/793 cm weitgehend konstant. Der Wasserstand am Pegel Dömitz hat sich seit etwa 5 Stunden auf einer Höhe von 717/718 cm eingependelt.

Der Gewässerkundliche Landesdienst des NLWKN in Lüneburg geht davon aus, dass an diesen Pegeln der Scheitelwert nahezu erreicht ist, sich aber auf einem hohem Niveau über mehrere Tage halten wird. Die Höchstwasserstände an den Pegeln Wittenberge, Schnackenburg, Dömitz und Hitzacker haben einen Wert erreicht, der in der Größenordnung von etwa 50 cm über den bisher höchsten gemessenen Wasserständen liegt.

Der NLWKN Lüneburg beobachtet die Entwicklung der Wasserstände und wird über die weitere Entwicklung des Hochwassers informieren.

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