Hochwasser-Lage in der Elbtalaue 16. Juni um 12 Uhr

Die Wasserstände sind weiterhin stabil und werden in den nächsten Tagen weiterhin nur langsam sinken. Momentan sinkt das Wasser max. 0,5 cm pro Stunde.
Der Katastrophenalarm ist heute um 08:14 Uhr aufgehoben worden. Für die Gefahrenabwehr ist nunmehr wieder die Samtgemeinde Elbtalaue zuständig. Die Verantwortung für die Deiche obliegt hingegen wieder den Deichverbänden als Träger des Hochwasserschutzes.
Eine Ausnahme bildet Neu Darchau. Hier bleibt bis auf weiteres die Samtgemeinde Elbtalaue zuständig. Die Deichverteidigung wird weiterhin von den örtlichen Feuerwehren unterstützt. 


Im Anschluss an diese Sitzung wird eine Besprechung mit den Abschnittsleitern durchgeführt, um das weitere Vorgehen zu erörtern. Insbesondere muss ein Konzept für den Rückbau der Deichsicherungsmaßnahmen erarbeitet werden.
Durch die Aufhebung des Katastrophenalarms hat sich auch der Katastrophenstab aufgelöst. Es wird allerdings weiterhin zur Koordination ein Einsatzstab mit Vertretern der Samtgemeinden und der Deichverbände sowie mit Beratern bestehen bleiben. Die nächste Sitzung ist für morgen um 08:00 Uhr terminiert.
Bis Mittwoch sollen noch zwei Einsatzgruppen sowie eine Pumpengruppe zur Verfügung stehen. Diese sollen nach Aussage von GBM Meyer auch verpflegt werden, so dass die Küche bis Mittwoch im Einsatz bleibt.
Die Deichwachen werden zunächst weiterhin eingesetzt bleiben, allerdings in reduzierter Stärke. Problemlagen werden von den Deichwachen in Zukunft an den Deichwachhabenden und von diesem an die ÖEL gemeldet. Diese koordiniert dann in Zusammenarbeit mit den Beratern das weitere Vorgehen.
Das Betretungsverbot für die Deiche bleibt weiterhin bestehen. Gleiches gilt zunächst auch für alle Straßensperrungen. Es muss in diesem Zusammenhang aber mit der unteren Verkehrsbehörde geklärt werden, welche Sperrungen ggf. kurzfristig wieder aufgehoben werden können. Insbesondere muss gewährleistet werden, wie Kunden / Touristen wieder die Gaststätten in Wussegel und Damnatz anfahren können. Für Wussegel bietet sich eine Anfahrt über Seerau an. In Damnatz muss zumindest die rückwärtige Zufahrt zur Gaststätte möglich sein.
Darüber hinaus muss am Montagmorgen entschieden werden, inwieweit der Parkplatz „Bleichwiese“ in Hitzacker (Elbe) wieder freigegeben werden kann.
In Neu Darchau wird die Samtgemeinde in den nächsten Tagen noch stark gefordert sein. Der NSGB will im Rahmen einer Solidaritätsaktion andere Gemeinden bitten, deren Bauhöfe für die Aufräumaktionen betroffenen Kommunen zur Verfügung zu stellen.
Anfang Juli soll durch die untere Deichbehörde eine Deichschau durchgeführt werden. Diese muss durch den Fachbereich 3 unbedingt begleitet werden, weil es auch im Bereich der Samtgemeinde Elbtalaue Handlungsbedarf durch Schadstellen geben wird.
SgBm Meyer gibt abschließend den Dank von Landrat Schulz an alle Einsatzkräfte und die Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung weiter. Er selbst bedankt sich ebenfalls bei allen Be-teiligten für die großartige Zusammenarbeit. Besonderer Dank gilt auch dem Ehrenamt und der Politik, die insbesondere bei der Kommunikation der Situation an die Bürgerinnen und Bürger einen wertvollen Beitrag geleistet haben. Dank gilt ferner auch der Pressestelle der Feuerwehr, die ebenfalls sehr professionell agiert hat.
Frau Bürgermeisterin Mundhenk dankt den Helferinnen und Helfern ebenfalls nochmals stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger. Es wurde eine großartige Leistung vollbracht.
SgBm Meyer bittet den Leiter der ÖEL, eine Liste mit allen Anschriften der Einsatzkräfte an das Vorzimmer des Verwaltungsvorstandes zu geben. SgBm Meyer ist es ein Anliegen, sich auch noch einmal schriftlich bei allen Einsatzkräften zu bedanken.
Das Bürgertelefon wird ebenfalls heute ab 14.00 Uhr eingestellt.
Ab sofort finden keine gesonderten Lagebesprechungen mehr statt.


Wussegel und Hotel Steinhagen sind wieder zu erreichen

Heute am Sonntag wird es wieder möglich sein, die Elbterrassen in Wussegel und das Hotel und Restaurant Steinhagen in Damnatz als Besucher zu erreichen, wenn auch noch eingeschränkt: Die Zufahrt zu den Elbterrassen ist über Seerau-Nienwedel bzw. Pisselberg-Nienwedel möglich. Eine Zufahrt von Hitzacker oder Penkefitz kann noch nicht erfolgen.

Das Hotelund Restaurant Steinhagen in Damnatz kann über die Straße „Achter Höfe“ angefahren werden. Die Straße „Am Elbdeich“ ist nach wie vor gesperrt.


Informationen zum Schulbetrieb und zur Müllabfuhr in Hitzacker

Nach aktueller Mitteilung der Freien Schule Hitzacker wird dort der Schulbetrieb am Montag, den 17. Juni 2013 wieder aufgenommen. Die Schülerbeförderung ist sichergestellt.

Die LSE teilt mit, dass die Schülerbeförderung zur Grundschule Hitzacker auf der Linie 307 aus den Orten Wussegel, Kähmen, Seerau, Grabau, Nienwedel, Meudelfitz, Tießau und Streetz aufgrund der bestehenden Straßensperrungen nicht erfolgen kann.

Der Fachdienst Abfallwirtschaft teilt mit, dass die aufgrund der Hochwasserlage ausgefallenen Entsorgungstouren der Müllabfuhr nicht nachgeholt werden können. Die nächste reguläre Entsorgung der Abfallbehälter in Hitzacker findet am Montag, 24.06.2013, statt. Es besteht jedoch zusätzlich die Möglichkeit normale blaue Müllsäcke zum Abfuhrtermin an die Straße zu stellen. Von einer Verwendung der amtlichen Abfallsäcke wird in diesem Ausnahmefall abgesehen.

 

 

Eine relativ ruhige Nacht mit viel Arbeit für die Einsatzkräfte

Die Nacht im Landkreis Lüchow Dannenberg ist relativ ruhig verlaufen. Noch vor Einbruch der Nacht wurden die Arbeiten am zusätzlichen Schutzwall in Neu Darchau weitgehend beendet. Der Schutzwall soll den völlig aufgeweichten Notdeich unterstützen. Hier gibt es durchweg Kontrollen der Deichwachen. In der Nacht fällten Einsatzkräfte in Wussegel einen großen Baum. Er drohte auf die Hochwasserschutzwand zu fallen. Die Baumarbeiten werden momentan fortgesetzt, denn weitere Bäume stehen unter Beobachtung. Auch sie könnten den Schutzwall beschädigen. Bisher mussten aber nur vereinzelt Äste abgesägt werden. Zum Schutz werden die Bäume nun regelmäßig kontrolliert. In Gartow werden seit den frühen Morgenstunden Sandsäcke umgeschichtet und von den Deichkronen an die Deichfüße verlegt. Das soll den Deichen weitere Stabilität garantieren und sie etwas entlasten.

Die Pegelstände sind nach Angaben der Samtgemeinde Elbtalaue stabil. Bis Mitte nächster Woche sollen die Pegel täglich um ca. 20 Zentimeter sinken. Ein zu schnelles Absinken wäre aber nicht gut, da die Deiche dadurch instabiler werden. 

Lage entlang der Deiche wird kritischer

Die Lage entlang der Deiche wird immer kritischer. Ein Leser berichtet, dass die Maulwürfe aus der Deichgegend abgezogen sind. Das könnte bedeutet, dass das Wasser von unter immer weiter anrückt. 

In Wussegel und Penkefitz sind die Deiche durchgeweicht. Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass Wasser durchdrückt. So zeigen sich viele Wasserblasen. Die Lage hier ist kritisch. Helfer der Feuerwehr, des THW und der Bundeswehr geben ihr Bestes! Mit Sandsäcken will man die Deichfüße weiter abdecken. Stahlplatten werden entlang der Straßen befestigt.

Noch schlimmer sieht es in Neu Darchau aus. Hier wurde die Bevölkerung bereits aufgefordert Fahrzeuge und nicht befestigte Gegenstände zu entfernen. Es wird angeraten, sich in den Obergeschossen aufzuhalten.

Helfer sind überall im Einsatz. Wir können nur hoffen, dass die Deiche halten!

 

 

Keine Entwarnung für den Landkreis Lüchow-Dannenberg

Der Landrat hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass der Pegel in Schnackenburg sich nunmehr seit 30 Stunden auf stabilem Niveau befindet. Das bedeutet aber nicht, dass es für unseren Landkreis eine Entwarnung gibt. Sicher ist, dass das Wasser noch einige Zeit auf dieser Höhe stehenbleiben wird. Die Prognosen über die Dauer gehen auseinander. Man spricht von einem Tag bis hin zu einer Woche. Deichwachen sind rund um die Uhr im Einsatz. 

Angespannt ist die Lage entlang der L256 zwischen Meetschow und Gartow. Die Bundeswehr ist hier im Einsatz und wird vorsorgliche eine zweite Deichlinie aufbauen. In Wussegel gibt es Probleme mit Sickwasser. Auch hier sind Experten vor Ort. Tiesmesland wird von der Feuerwehr unterstützt. Auch hier gab es einige Schwachstellen.

Momentan liegen über 300.000 gefüllte Reserve-Sandsäcke bereit. Die Sandsackproduktion wurde daher erst einmal eingestellt.